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Zuchtwertschätzung Dezember 2017

WABAN - Nummer 1
WABAN - Nummer 1

WABAN jetzt überlegen voran

Mit seinem sensationellen Gesamtzuchtwert von 147 Punkten ist WABAN ab sofort die klare Nummer eins der Fleckviehzucht. Mit diesem Ergebnis liegt er deutlich über den Werten der besten genomischen Jungvererber und zeigt, welche Veränderungen auch noch ein Jahr nach Auflaufen der ersten Töchter möglich sind. Die Hauptbeiträge dafür kommen von den Verbesserungen in wichtigen Kriterien wie Milchwert, Fruchtbarkeit, Nutzungsdauer Eutergesundheit und Persistenz.

Änderungen bedingt durch Eintritt in Kalibrierung
Einige weitere gravierende Änderungen im Segment der besten Vererber waren diesmal bedingt durch deren Eintritt in die Kalibrierung. Erst dann beginnt die Töchterinformation voll zu wirken und die damit verbundene Auf- oder Abwertung ist oft stärker als beim Wechsel vom genomischen Jungstier zum nachkommengeprüften Vererber. Vielleicht sollte man diese 4-monatige Wartezeit bis zu nächsten Zuchtwertschätzung auch noch investieren, um auf Nummer sicherzugehen, wenn man schon zu den „Geprüften“ greift. Die Information, ob ein Stier bereits in der Kalibrierung ist, kann man in der Stierdatenbank unter „Historie“ einsehen. Diese Stiere sind bei der Anzahl der Töchter mit einem (K) versehen.

So wie beispielsweise der zweitplatzierte VILLEROY, der im Milchwert und Eutergesundheit etwas nachgibt, aber vor allem durch die verbesserte Fruchtbarkeit lediglich die Abschreibung im Gesamtzuchtwert einbüßt. Es folgt VANADIN-Sohn VITAMIN, der bei ausgezeichneten Fitnesseigenschaften mit seinem enormen Fleischwert von 135 verblüfft und damit aufzeigt, was in der Doppelnutzung alles möglich ist. Auch HURLY macht mit plus sieben Punkten im Gesamtzuchtwert einen satten Sprung nach vorne und präsentiert sich ausgeglichen gut in allen Merkmalskomplexen.

Es folgen WOBBLER, der bereits ein Dauergast unter den Top Ten ist, und dann die beiden WILLE-Söhne WIEWEIT und WENDLINGER. Genauso wie WIEWEIT kann sich auch der achtplatzierte ZAUBERBERG um drei Punkte im Gesamtzuchtwert steigern. Dahinter reihen sich VOLTAIRE und die bereits sehr stark eingesetzten Vererber WALFRIED, REMMEL und MANDRIN.

Immer länger wird die mit einem Gesamtzuchtwert von 125 begrenzte Liste der genomischen Jungvererber, unverändert angeführt von WALK diesmal vor VARTA und GS MAURIZIO.

Sehr erfreulich ist die Tatsache, dass die Spitze der Hornlosgenetik diesmal deutlich breiter und attraktiver wirkt, auch wenn mit MAHANGO nach wie vor ein Stier klar dominiert. Richtig spannend wird es im April, wenn seine ersten Töchter in die Zuchtwertschätzung einfließen.

Autor: Ing. Johann Tanzler, AGÖF