Fleckvieh Austria Magazin 6/10

Die genomische Zuchtwertschätzung wird bei Holstein bereits seit einigen Monaten routinemäßig durchgeführt und kommt jetzt auch beim Fleckvieh in den Praxiseinsatz. Die Entwicklung ist so weit abgeschlossen, dass einer Umsetzung in der österreichischen Rinderzucht nichts mehr im Wege steht.

Im Rahmen einer Tagung der Österreichischen Buiatrischen Gesellschaft, der Sektion Klauentiere der Österreichischen Gesellschaft der Tierärzte und des TGD Steiermark wurde kürzlich von nationalen und internationalen Experten ein aktueller Einblick in neue Methoden der Mastitisbekämpfung gegeben.

Kontinuierliche und konsequente Zuchtarbeit machten aus dem ursprünglichen Pinzgauerbetrieb der Familie Drussnitzer einen hervorragenden Fleckviehzuchtbetrieb, der bis auf wenige Ausnahmen Fleckvieh immer in Reinzucht gezüchtet hat und es auch künftig tun möchte.

Jeder Rinderzuchtverband braucht engagierte und leistungsstarke Betriebe. Erfolgreiche Rinderzucht lässt sich nicht in ein paar Jahren aufbauen, sondern ist das Ergebnis jahrzehntelanger Arbeit. Genau so einen Betrieb führt die Familie Wurzinger und kann heute stolz auf dessen Entwicklung sein.

Das Gebiet Donnersbach im steirischen Ennstal ist für seine kleinstrukturierte, bergbäuerliche Landwirtschaft bekannt. Der Hof der Familie Reiter ist dementsprechend mit einem großen Anteil an extremen Steilflächen ausgestattet. Ein Wachsen des Betriebes war nur bedingt möglich.

Der Betrieb Bittermann liegt im nördlichen Niederösterreich im Bezirk Gmünd. Martin Bittermann bewirtschaftet den 70-Hektar-Betrieb alleine im Vollerwerb auf biologische Wirtschaftsweise. 1990 wurde von Milchproduktion auf Kalbinnenmast umgestellt. Fünf Jahre später überzeugten ihn die Fleckvieh-Fleisch-Vererber.
