Fleckvieh Austria Magazin 3/12

In der Fleckviehzucht gilt die Linie DIRIGENT eher als Outcross-Linie. Fünf Prozent der lebenden weiblichen Tiere in Österreich kommen aus dieser Linie, damit ist sie immerhin die fünfthäufigste Linie nach REDAD, HOREX, MORELLO und ROMEN. Sie ist damit auch stärker verbreitet als beispielsweise die Linien STREIK, EGEL oder ZEUS.

Das Thema Klimaschutz wird vermutlich das Schwerpunktthema des Jahrhunderts werden. Die Rinderwirtschaft ist häufig mit dem Vorwurf konfrontiert, dass die Kuh der Klimasünder schlechthin sei. Den Verantwortlichen der Rinderzucht ist einerseits klar, dass eine Klimaschutzdiskussion bei den Rinderhaltern wenig populär ist.

Die genomische Zuchtwertschätzung ist beim Fleckvieh mittlerweile seit fast einem Jahr im Routinebetrieb. Die Auswirkungen auf die Zuchtpraxis sind trotz der sehr kurzen Zeit aber bereits beträchtlich. Im Folgenden sollen anhand von einfachen Auswertungen einige Auswirkungen dargestellt werden. Die Auswertungen wurden mit den aktuellen offiziellen (genomisch optimierten) Zuchtwerten vom Juni 2012 durchgeführt.

Der Fleckviehzuchtbetrieb der Familie Steinhäusler liegt in der Gemeinde Gschwandt, Bezirk Gmunden, und gehört zu den leistungsstärksten Betrieben des Rinderzuchtverbandes Vöcklabruck. Innerhalb eines Jahrzehnts schaffte es der Betrieb, sich vom Landeszuchtbetrieb zum Spitzenbetrieb mit hoher Leistung zu entwickeln.

Den nicht alltäglichen Weg von genau null Kühen vor 20 Jahren auf rund 100 Kühe heute hat der Zuchtbetrieb der Familie Lipp aus dem Bezirk Jennersdorf im Südburgenland hinter sich. Mit dem Bau eines neuen Stalles wurde der Schritt vom Nebenerwerb des Vaters in den Vollerwerb für den Sohn vollzogen.

FLECKVIEH AUSTRIA kann dieses Mal siebenundzwanzig 100.000-kg-Kühe präsentieren. Die vorgestellten Kühe sind in Tirol, Oberösterreich, Steiermark und Kärnten zu Hause. Vier dieser Dauerleistungskühe haben GARDIAN zum Vater, die Kuh im Bild links stammt von MALF.
