1. Genomische Zuchtwertschätzung im Februar 2011

Mit der Schätzung im Februar 2011 startet auch beim Fleckvieh die genomische Zuchtwertschätzung in der Routine. Bis auf weiteres werden die genomischen Zuchtwerte monatlich (mit Ausnahme Jänner) geschätzt. Grundsätzlich kann jeder Züchter für sein Zuchttier einen solchen bestimmen lassen. Wer bei der Februar-ZWS dabei sein will, muss die Blutprobe seines Tieres bis 14. Dezember in Seibersdorf haben!

Da für den gesamten Ablauf mit DNA-Extraktion, Genotypisierung, Validierung, genomischer Zuchtwertschätzung und Ergebnisbereitstellung mit ca. 6 Wochen zu rechnen ist, muss die Blutprobe spätestens zu den in der Tabelle genannten Terminen im Austrian Institute of Technology (AIT) in Seibersdorf eingelangt sein. Die Verarbeitung erfolgt nach der Reihenfolge des Eintreffens der Probe. Durch Mindestgrößen für die Verarbeitung (Einheiten von mind. 24 Proben) ist eine Verarbeitung zum jeweiligen Termin nicht zu hundert Prozent zu garantieren.  Es wird versucht, möglichst alle Proben beim jeweiligen Termin zu berücksichtigen. Eventuell nicht berücksichtigte Proben werden beim nächsten Termin bevorzugt behandelt.

 Probeneingang beim AIT spätestens bis 14:00 UhrVeröffentlichung der goZW
 24. Mai 2011  12. Juli 2011
 20. Juni 2011      09. August 2011
 03. August 2011  13. September 2011
 31. August 2011  11. Oktober 2011
 28. September 2011  08. November 2011
 21. Oktober 2011  13. Dezember 2011

 
Die weiteren Termine werden Ende Juni veröffentlicht.

Was müssen Sie tun, um zu einem gZW für Ihr Tier zu kommen?             
Kontaktieren Sie Ihren Zuchtverband. Sie erhalten dann von diesem ein Röhrchen mit Barcode für die Probennahme und ein Antragsformular, das mit Tag der Probennahme, Unterschrift des Tierarztes und Unterschrift des Tiereigentümers vollständig auszufüllen ist. Proben mit unvollständig ausgefüllten Antragsformularen werden nicht bearbeitet. Nach der Blutentnahme ist der Barcode abzuziehen und auf das zugehörige Antragsformular zu kleben (siehe Abb.). Es ist sehr wichtig, dass es zu keiner Vertauschung der Proben kommt.



Die Kriterien für die Blutprobe sind unbedingt einzuhalten. Wenn diese Kriterien nicht eingehalten werden und dadurch kein genomischer Zuchtwert geschätzt werden kann, so werden die Kosten für den Aufwand dennoch vom Zuchtverband verrechnet.
Die Blutproben sind dann unverzüglich an das Labor des AIT in Seibersdorf zu senden.
                    
Die Abrechnung erfolgt über den Zuchtverband. Die Kosten belaufen sich aktuell für DNA-Extraktion, Genotypisierung und ZWS (ohne Blutabnahme) auf € 200,-- (netto). Bei Interesse ist rechtzeitig mit dem Zuchtverband Kontakt aufzunehmen.
      
In der aktuell inoffiziellen Phase werden die genomischen Zuchtwerte dem jeweiligen Zuchtverband zur Verfügung gestellt. Die Informationen enthalten den Pedigree-Index (PI), den gdZW und den goZW jeweils mit den Sicherheiten. Zusätzlich zur Information vom Tier wird bei männlichen Tieren auch die Reihenfolge nach GZW in der Gruppe der männlichen Halbgeschwister ausgewiesen. Dadurch ist sehr schnell ersichtlich, wie gut ein Jungstier im Vergleich zu den anderen liegt. Der Züchter erhält die Informationen vom Zuchtverband.

Die offizielle Anerkennung nach Überprüfung der Verfahren durch ICAR (International Committee for Animal Recording) ist wahrscheinlich im August 2011 zu erwarten.  Erst dann können Stiere mit genomischen Zuchtwerten ohne Nachkommenprüfung breit eingesetzt werden. Sobald die genomischen Zuchtwerte offiziell sind, werden diese Zuchtwerte bei allen Veröffentlichungen angedruckt. Wenn z. B. von einer Kuh ein genomischer Zuchtwert beauftragt wird, so ist klar, dass diese Information dann im Zuchtwert auf allen offiziellen Dokumenten berücksichtigt wird.

Detaillierte Informationen über die genomische Zuchtwertschätzung finden Sie im Fleckvieh Austria Magazin 6/10, das in der 52. Kalenderwoche erscheint.

Autoren: Dr. Christa Egger-Danner, Dr. Hermann Schwarzenbacher, GF Ing. Martin Mayerhofer, alle ZuchtData, Wien

 

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