17 „frischgebackene“ Herdenmanager in Österreich

Mit Begeisterung nahmen 17 TeilnehmerInnen beim Seminar „Herdenmanager Austria“ teil. Gestaltet wurden die zwei Praxisseminare mit internationalen Referenten vom IK-Pyhra in Zusammenarbeit mit „Elite-Magazin für Milcherzeuger“, LK NÖ und LFI.

Ein professionelles Herdenmanagement ist eine wichtige Voraussetzung, um auch in Zukunft wirtschaftlich Milch erzeugen zu können. Herdenmanager müssen Kuhexperten, Kommunikationskönner, Mitarbeitermotivatoren und Organisationstalente sein. 2018 wurde zum zweiten Mal die Intensivausbildung „Herdenmanager Austria“ vom IK-Pyhra (Internationales Kompetenzzentrum für Milchviehhaltung und Rinderzucht Pyhra) in Zusammenarbeit mit „Elite-Magazin für Milcherzeuger“, LK NÖ und LFI durchgeführt.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Ausbildung Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Ausbildung "Herdenmanager Austria 2018"

Die Fortbildung erfolgte in 2 Phasen:
einer Selbststudienphase (eLearning am eigenen PC zu Hause)
Vorteile von eLearning sind: freie Zeiteinteilung, Diskussionsmöglichkeit unter den Teilnehmern bzw Referenten (Vermittlung theoretischer Hintergründe zu den jeweiligen Praxisseminaren)  
sowie zwei Praxisseminaren auf Milchviehbetrieben

Das erste Praxisseminar fand am 7. und 8. März 2018 an der LFS Pyhra statt und stand ganz im Zeichen von Fütterung und Stoffwechsel der Milchkuh. Die Teilnehmer konnten von international anerkannten Spezialisten hautnah erfahren, worauf es im Fütterungsmanagement und der Stoffwechselkontrolle bei Milchkühen ankommt. Der Bogen spannte sich vom Silagemanagement bis zur verdauten und umgesetzten Ration.

Anwendig des Erlernten in der PraxisDie TeilnehmerInnen hatten ebenso die Möglichkeit, Tiere intensiv zu untersuchen und so kritische Punkte zu erkennen. Die landwirtschaftlichen Betriebe der Fachschule Pyhra und der Kooperation Perschlingtalmilch bieten gerade für solche praktischen Ausbildungen ideale Bedingungen.

Das zweite Praxisseminar (10. – 12. April 2018) erstreckte sich über die Themenbereiche Kälber- und Jungviehaufzucht, Eutergesundheit und wurde auf den ausgewählten Betrieben Christiane und Johannes Pallinger bzw. Renate und Anton Haimberger in Zeillern durchgeführt. Bei den Praxisworkshops hatten die TeilnehmerInnen vor allem die Chance, das theoretische Wissen aus den e-Learning Vorträgen anzuwenden.

Kälber- und Kuhkomfort ist messbarKälber- und Kuhkomfort ist messbar

Am letzten Tag dieses Modules beschäftigten sich die Teilnehmer mit der Thematik Arbeitsorganisation im landwirtschaftlichen Betrieb. Die Thematik Arbeitsorganisation wurde von der Referentin Bärbel Achelpöhler unter den treffenden Leitsatz gestellt „Arbeitsorganisation hat bei jeder Betriebsgröße Sinn! Je routinierter z.B. die Stallarbeit abläuft umso effizienter ist die Stallarbeit.“ Dieser Satz unterstreicht die Wichtigkeit von guter Einzeltier- und Herdenbetreuung zusätzlich. Die Zeiten für die Milchwirtschaft sind nicht einfach und erfordern gerade deshalb bestes Management und Kostenkontrolle.

Resümee
Die positive Resonanz der Teilnehmer bestätigt den Organisatoren, federführend dem IK Pyhra, dass über praktisch orientierte Seminare den Betriebsleiterinnen und -leitern das nötige Wissen zur Weiterentwicklung ihrer Betriebe vermittelt werden kann. Die Rückmeldungen der „frischgebackenen“ Herdenmanager, z. B. „ein Muss für alle Milchviehhalter“ oder „Ich bin sehr froh, dass ich mich für diesen Kurs entschieden habe“, sind sehr positiv und lassen eine Neuauflage in zwei Jahren erwarten!

Mehr Fotos unter www.ik-pyhra.at

Autor und Fotograf:  Ing. Helmut Riegler-Zauner, IK Pyhra