AMA-Info: Erzeugermilchpreis – Milchanlieferung Februar 2018

Im Februar 2018 bezahlten die Molkereien für konventionell erzeugte Milch mit 4,2% Fett und 3,2% Eiweiß 35,07 Cent netto, für Bio-Milch mit den gleichen Inhaltsstoffen 46,03 Cent. Der Abwärtstrend des Erzeugermilchpreises setzt sich somit wie erwartet fort.

Im Durchschnitt aller Qualitäten ergab sich für Milch mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß ein Nettopreis von 37,66 Cent.

Abbildung: Durchschnittlicher Erzeugerpreis netto pro kg Milch mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß; Februar 2018, Vergleich mit Jänner 2018 und Februar 2017:Durchschnittlicher Erzeugerpreis netto pro kg Milch mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß; Februar 2018, Vergleich mit Jänner 2018 und Februar 2017
Die steigende Milchanlieferung flachte aufgrund der Bonus- und Abschlagszahlungen der Molkereien und des sinkenden Erzeugermilchpreises ab, liegt aber mit einem Plus von 7,5 Prozent weit über der Anlieferungsmenge  im Februar 2017. Im Februar 2018 wurden 266.547 Tonnen Milch angeliefert. Das ist um 8 Prozent weniger als im Vormonat.

Deutschland: 2017 deutlich höherer Milchpreis
Deutschlands Landwirte haben vergangenes Jahr, genauso wie in Österreich, wieder deutlich mehr (36,2 Cent pro Kilogramm inklusive Nachzahlungen) für ihre Rohmilch von den Molkereien ausbezahlt bekommen. Laut Agrarmarktinformationsgesellschaft (AMI) betrugen die Einnahmen je Kilogramm Rohmilch somit rund 9,5 Cent mehr als im Jahr 2016. 2016 waren die Preise aufgrund der extrem großen Milchmenge zeitweise nur bei 20 Cent pro Kilogramm. Die höchsten Auszahlungspreise erhielten die Milchviehhalter in Norddeutschland (Schleswig-Holstein) und Bayern. In diesen beiden Ländern konnte ein durchschnittlicher Milchpreis von 36,6 Cent erzielt werden.

Verwaltungsausschuss in Brüssel
Im Verwaltungsausschuss der EU-Kommission wurde über eine hohe Milchanlieferung in der EU in den ersten zwei Monaten im heurigen Jahr berichtet. Vor allem in Deutschland, Frankreich und Italien waren die mengenmäßig größten Anstiege zu beobachten. Diese Mehrmengen an Milch wurden im- Jänner und Februar 2018 vor allem für die Produktion von Magermilchpulver (9,4% Anstieg im Vergleich zum Vorjahr) verwendet. Durch das hohe Milchaufkommen sanken gleichzeitig die Erzeugerpreise für Rohmilch in der europäischen Union.

Quelle: AMA-Milchmarktbericht April 2018
26.4.2018