Betriebsreportage Fam. Meindl, OÖ

Christine und Georg Meindl bewirtschaften in der Gemeinde Schwand im Bezirk Braunau, umgeben von Ackerbaubetrieben, einen sehr gut geführten Familienbetrieb mit Schwerpunkt Milchwirtschaft und Fleckviehzucht. Neben den vier Kindern Sarah (7 J.), Florian (8), Theresa (14) und Melanie (22) wohnen auch noch die Eltern von Georg am Betrieb. Seit heuer ist Georg auch als Ausschussmitglied beim FIH engagiert.

Erfolgreiche Zuchtarbeit
Am Betrieb “Schiefer in Haus“ wird die organi- sierte Fleckviehzucht mit Leistungskontrolle und Mitgliedschaft beim FIH erst seit rund 15 Jahren betrieben und trotzdem kann sich die Liste der Erfolge sehen lassen: Verdoppelung der Leis- tung und der Kuhzahl in den letzten zehn Jahren, Teilnahme an zahlreichen nationalen und regio- nalen Ausstellungen, etliche Stiermütter am Betrieb, bisher zwei Stiere im Prüfeinsatz, wobei bereits der zweite als vielversprechender Hoff- nungsträger  bezeichnet werden kann: MASCHA (Madera x Holger) konnte sich mit seinen ersten Töchterleistungen bereits deutlich über seinen vorgeschätzten Zuchtwert entwickeln. Der güns- tige Kalbeverlauf und seine überdurchschnitt- liche Fundament- und Eutervererbung machen ihn sicher für viele Züchter interessant. MASCHA entstammt dem B-Kuhstamm: Mutter BEATRIC (V.: Holger) geht wie ihre Vollschwester BEA  auf eine in Ried ersteigerte Kalbin zurück.

Weitere Linien
In der G-Linie besticht vor allem die äußerst leistungsbereite REPULS-Tochter GRETCHEN mit ihrer Nachzucht, wobei hier nochmals die ROCKET-Tochter GRAZIA eine Sonderstellung einnimmt.
Große Hoffnungen setzt die Familie auf die D-Linie, wo aus der Stammkuh DORO (V.: Flipper) neben vielen anderen sehr guten Kühen die Enkelin DONAU (V.: Madera) eine Erstlaktation von über 11.000 kg aufweisen kann. Eine HERBERT-Tochter aus dieser Kuhfamilie wurde vor Jahren beim Dairy Grand Prix in Dornbirn präsentiert.

Der Hof in Schwand, OÖDie Motivation macht den Unterschied
Am Betrieb stehen zurzeit rund 55 Kühe und 50 Stück weibliche Nachzucht. Als Ursache für die „Leistungsexplosion“ im letzten Jahrzehnt führt der Betriebsleiter neben dem Grundstein der gezielten Zuchtarbeit den Umbau auf Laufstall- haltung mit Steigerung des Kuhkomforts 1996, die Futtervorlage mit Mischwagen ( aufgewertet auf 22 kg) und die Verteilung der Kraftfutter- gaben durch den Transponder an.
Zur weiteren Verbesserung des Tier- und Men- schenkomforts wurde 2001 der Jungviehstall zum Laufstall mit Hochbuchten und 2007 ein Tieflaufstall für die Trockensteher und Kälber gebaut sowie Außenliegeboxen und ein Laufhof für die Kühe in Milch errichtet.


„Aber das alles hätte nichts genützt, wenn da nicht auch die tatkräftige Unterstützung durch meine Frau wäre sowie die Motivation durch und für unsere Kinder“, verrät Georg ein weiteres kleines „Betriebsgeheimnis“.
Als Ziele für die Zukunft nennt der Bauer noch mehr Stiermütter im Stall und versteigerte Tiere in Ried.

Rechts am Bild Sarah (7 Jahre) und Florian (8 Jahre) - beide waren Vorführ- und Typsieger in der 1. Gr. FV beim Jungzüchterwettbewerb beim Fest der Kuh 2008.

Betriebs-Daten

Familie Christine und Georg Meindl, Schwand

Arbeitskräfte
Betriebsführer Christine und Georg, Töchter Theresa und Melanie bei Arbeitsspitzen und als Aushilfen
Seehöhe
423 m
Niederschläge
917 mm
Betriebsgröße
40 ha LN (davon 16 ha Pacht), davon 18 ha Grünland und 22 ha Acker (Mais, Getreide, Feldfutter)
Herdenleistung
1997        26 Kühe    4.668     4,31    3,3   
2000        34 Kühe    6.858    4,33    3,5   
2004        41 Kühe    8.966    4,38    3,6   
2007        45 Kühe    9.920    4,01    3,5
gl. 2009   50 Kühe    9.278    4,10    3,6 
Fütterung
60% Grassilage, 40 % Maissilage
Futtervorlage mit Mischwagen (aufgewertet auf 22 kg), Kraftfuttergaben durch Transponder
Biertreber siliert, als Eiweißfutter wird Rapsschrot eingesetzt, Heu wird 1 x täglich vorgelegt

Autor: Ing. Fritz Wagenhammer, FIH

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