Fleckvieh rund um den Globus
Auch wenn der Begriff „Globalisierung“ im Moment etwas kritisch betrachtet wird, zumindest in einem Punkt können wir als „Fleckviehbegeisterte“ diesem Phänomen etwas positives abgewinnen: auch die Fleckviehzucht wird internationaler! So ist eine Gruppe Afrikaner oder Chinesen auf einer österreichischen Fleckviehschau nichts mehr Ungewöhnliches.
Ein Kolumbianer ist Preisrichter auf der Landesschau in Wels, während wiederum österreichische Experten als Preisrichter nach Lateinamerika eingeladen werden. Busse mit holländischen und englischen Holsteinzüchtern reisen nach Österreich, um sich von der „neuen Rasse“ ein Bild zu machen,...
Fleckvieh überrascht Besucher
Dabei war noch vor wenigen Jahren den meisten dieser ausländischen Besucher kaum bekannt, welche großartige Entwicklung die Rasse Fleckvieh in den letzten Jahrzehnten gemacht hat. Die meisten verbanden mit dem Begriff Fleckvieh (oder international auch Simmental genannt) die Vorstellung von einem schweren Fleischrind mit tiefen Eutern und dicken Strichen, so wie es international seit Jahren für die Fleischproduktion gezüchtet wird. Umso mehr Spaß macht es, eine Gruppe ausländischer Besucher zu begleiten, die mit Begeisterung das erste Mal modernes österreichisches Fleckvieh zu sehen bekommt! In voller Überzeugung, dass Fleckvieh auf ihren Betrieb viel besser passt als jede andere Rinderrasse, verlässt kaum einer der Besucher Österreich, ohne Samen oder Embryonen zu bestellen. So und so ähnlich ist es der Genetic Austria gelungen, österreichische Fleckviehgenetik auf allen 5 Kontinenten zu verbreiten!
Erfahrungen im Ausland
In der Zwischenzeit haben sich aus den zahlreichen exportierten Samen und Embryonen Fleckviehtiere von bester Qualität entwickelt. Wir möchten in dieser und in den folgenden Fleckvieh Magazinen Pioniere zu Wort kommen lassen, die Ihnen über ihre Erfahrungen aus der Fleckviehzucht berichten. Den Anfang macht ein Artikel von Hans Kerkhof aus Holland und Dr. Siervo Neto aus Brasilien. (Auszug aus dem Artikel „Fleckvieh rund um den Globus“; gesamter Beitrag in Ausgabe 3/09)
Mag. Peter Kreuzhuber, Genetic Austria
