Genetische Hornlosigkeit – die Alternative
Ein deutlich spürbarer Trend in der Rinderzucht heißt „genetische Hornlosigkeit“. Tiere, die genetisch hornlos sind, werden immer stärker nachgefragt. Bemühungen in diese Richtung zu züchten, gibt es daher derzeit vor allem beim Fleckvieh-Fleisch für die Mutterkuhhaltung.
Moderne Rinderhaltungssysteme bewirken, dass Hörner bei Rindern unerwünscht gewor- den sind. Hornlose Tiere bringen in vielerlei Hinsicht eine Vielzahl an Vorteilen mit sich: reduzierte Fleischverluste durch Blutergüsse, geringere Verletzungsgefahr für Menschen im Umgang mit Rindern, geringe Stoßverletzungen unter den Rindern, ruhigeres Verhalten in der Gruppe, leichtere Handhabung, bessere Trans- porteignung sowie problemlosere Nutzung technischer Einrichtungen. In den meisten Fällen werden darum Kälber bereits in den ersten Lebenswochen enthornt. Vielerorts wird jedoch als Alternative die Zucht hornloser Rinderrassen betrieben. Hier zeichnen sich eine steigende Nachfrage nach genetisch hornlosen Tieren sowie ein höherer Preis im Verkauf bei gleicher Leistung immer stärker ab. Besonders großen Anklang findet die Hornloszucht in der Mutterkuhhaltung, da die meist eher extensive Haltung ein Enthornen der Kälber erschwert.
(Auszug aus dem Artikel „Genetische Hornlosigkeit – die Alternative für die Zukunft!" von DI Nadja Stingler, KRZV)
