Jungzüchterprofi – Ausbildung mit Kuhzunft
Der „Jungzüchterprofi“ ist ein Ausbildungsprogramm der Zentralen Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter (ZAR) in Kooperation mit dem Lebensministerium, der Österreichischen Jungzüchtervereinigung (ÖJV) und der Landjugend Österreich. Das Ausbildungsprogramm widmet sich der Allgemeinbildung im landwirtschaftlichen Bereich mit den Schwerpunkten Agrarpolitik, Funktionärsschulung, Rhetorik und Öffentlichkeitsarbeit.
Das Spezialwissen rund ums Rind mit den Inhalten Zuchtarbeit, Tierernährung, Tiergesundheit und Tierverhalten wird im zweiten Themenblock vermittelt. Der dritte Block widmet sich ausschließlich der Praxis. Die Jungzüchter werden in den Bereichen Exterieurbeurteilung, Preisrichten, Styling und Tiervorführung geschult. Bis jetzt haben insgesamt 150 Jungzüchter von diesem Bildungsangebot Gebrauch gemacht. Die gesamte Ausbildung, insgesamt acht Module, umfasst 17 Tage und wird vorwiegend an den Wochenenden angeboten.
„Handwerkzeug für den erfolgreichen Rinderzüchter“
ZAR-Obmann Anton Wagner sieht die enorme Bedeutung der Zusammenarbeit mit der Jugend: „Wir haben in Österreich sehr gute Bildungsstätten im landwirtschaftlichen Bereich, die eine fundierte Ausbildung in der Rinderzucht anbieten. Die Ausbildung des Jungzüchterprofis soll Jugendlichen im Alter von 14 bis 30 Jahren eine zusätzliche Möglichkeit bieten, vertiefend das Handwerkzeug für den erfolgreichen Rinderzüchter zu erlernen."
Verbindung von Theorie und Praxis
„Eine ideale Vertiefung und zusätzliche Motivation für Hofübernehmer, künftige Herausforderungen in öffentlichen Funktionen anzunehmen. Diese Ausbildung ist in ihrer Kompaktheit jedenfalls einzigartig“, so sieht Ministerialrat Franz Paller aus dem Lebensministerium - aufbauend auf die landwirtschaftliche Grundausbildung – den Jungzüchterprofi. Ganz klar im Vordergrund steht die Vermittlung von theoretischem Wissen mit der direkten Umsetzung des Erlernten in die Praxis. Zusätzlich werden bei jedem Modul Exkursionsbetriebe mit einer Größe von bis zu 150 Kühen besichtigt, die teilweise auch mit Melkrobotern ausgestattet sind. Nationale und internationale Experten stellen den Jungzüchtern ihr Wissen zur Verfügung. Die Jungzüchter selbst können mit „Gleichgesinnten“ diskutieren, Informationen austauschen und das „Netzwerk Rinderzucht“ erweitern. Ein großer Dank gilt auch den Eltern, die eine großartige Unterstützung für die teilnehmenden Jungzüchter sind.
Autoren: Markus Gahleitner, DI Lukas Kalcher
