Leistungsabschluss 2011
Die österreichische Fleischrinderzucht durfte sich auch 2011 über positive Ergebnisse bei der Fleischleistungsprüfung und den Betriebskennzahlen freuen. Obwohl die Anzahl der Kühe und Zuchtbetriebe im Vergleich zu 2010 sanken, ist Fleckvieh-Fleisch mit 5.013 Kühen auf 683 Betrieben weiterhin die größte Mutterkuhrasse und stellt knapp 22 Prozent des Herdebuchkuhbestandes der Fleischrinderrassen.
Bei den Tageszunahmen ist Fleckvieh-Fleisch nach wie vor im vordersten Spitzenfeld zu finden. Im Vergleich zu 2010 sind bei den täglichen Zunahmen und Standardgewichten keine großen Sprünge zu verzeichnen. Die Ergebnisse der männlichen Kälber sind bei allen Werten etwas niedriger, während die weiblichen sowohl beim 200 als auch beim 365 Tage-Gewicht eine leichte Steigerung erzielten. Positiv hervorzuheben ist, dass die Wiegedichte 2011 mit einem Plus von 874 Wiegungen deutlich höher lag als 2010.
Nutzungsdauer und Fruchtbarkeit
Mit einem Durchschnittsalter von 6,81 Jahren liegen die Fleckvieh-Fleisch-Herdebuchkühe genau im Durchschnitt. Kühe der Rassen Charolais (5,83 Jahre) und Blonde d‘ Aquitaine (6,09 Jahre) sind doch deutlich jünger. Limousinkühe werden mit 6,74 Jahren etwa gleich alt. Bei der Zwischenkalbezeit liegt Fleckvieh-Fleisch mit 405 Tagen ebenfalls im Mittelwert. Hier besteht auch kein Unterschied zu Blonde d‘ Aquitaine, Charolais und Limousin. Dasselbe gilt für die Abkalbequote.
Vitale Kälber - das Herz der Mutterkuhhaltung
Besser als im Österreichschnitt liegt Fleckvieh-Fleisch auch beim Kalbeverlauf (über 97 % Normal- und Leichtgeburten). Tiere der Rasse Limousin kalben naturgemäß leichter (1,3 % Schwergeburten), etwas schlechtere Werte haben Blonde d‘ Aquitaine und Charolais (4,15 bzw. 5,48 Prozent). Mit einem Kälberverlust von 6,2 Prozent liegt Fleckvieh-Fleisch bei diesem Merkmal vor den anderen intensiven Fleischrinderrassen.
All diese Ergebnisse machen deutlich, dass Fleckvieh- Fleisch weiterhin zu Recht die Mutterkuhrasse Nummer 1 ist.
PDF Leistungsbericht Fleckvieh-Fleisch
Autor: Anna Koiner
