Milchquote um 100.000 t überschritten
Die österreichischen Milchbauern haben zu Jahresbeginn ihre hohen Anlieferungen an die Molkereien beibehalten und erreichen mit ihrer Quoten-Überlieferung jetzt die Schallmauer von 100.000 t. Für das gesamte Quotenjahr 2011/2012 wird eine Überschreitung um 5 Prozent erwartet.
Wie aus dem sechsten "Milchbarometer" der Agrarmarkt Austria hervorgeht, wurde im Zeitraum Anfang April 2011 bis zum zweiten Jännerdrittel 2012 die anteilige Referenzmenge bereits um 99.439 t überschritten. Dies hätte für die überliefernden Betriebe in Summe eine Zusatzabgabe von EUR 27,7 Mio. zur Folge. Ende Dezember machte die Überschreitung bereits knapp 90.000 t aus. Bis Ende März 2012 haben die betroffenen Betriebe noch die Möglichkeit, die Superabgabe für dieses Quotenjahr etwas zu verringern.
Die AMA geht in ihren Berechnungen für das Quotenjahr 2011/12 von einer nationalen Referenzmenge für Lieferungen (A-Quote) in der Höhe von 2,846.826 t aus. Darin ist die von der EU festgelegte jährliche 1%ige Quotenaufstockung bereits berücksichtigt.
Die Molkereianlieferungen der heimischen Milchbauern machten im Zeitraum Anfang April bis zur zweiten Jänner-Dekade 2,348.420 t aus. Aufgrund des gegenüber dem Referenzwert höheren Fettgehalts der angelieferten Milch erhöht sich diese Menge um 25.610 t, woraus eine fettkorrigierte Anlieferung von 2,374.030 t resultiert. Nachdem die anteilige A-Quote für diesen Zeitraum nur 2,274.591 t ausmacht, ergibt sich daraus eine saldierte Überlieferung von 99.439 t oder 4,4%.
Auf EU-Ebene wurde für Quotenüberschreitungen bekanntlich eine Zusatzabgabe von 27,83 Cent je kg Milch beschlossen. Daraus errechnet sich bis zur zweiten Jänner-Dekade bereits eine "Superabgabe" von EUR 27,67 Mio. Derzeit gehen die Experten davon aus, dass sich der Liefertrend weiter fortsetzen wird und die Überlieferung bis Ende März auf 5% ansteigen könnte.
aus AIZ.info Newsletter KW 5/12
