Neue Namensgebung bei Herdebuchstieren
Bei der Vergabe der Namen von Fleckvieh-Herdebuchstieren einigten sich Deutschland und Österreich auf eine neue Regelung. Betroffen von dieser Neuerung sind die Linien HOREX, PRÄFEKT und vor allem REDAD. Ziel ist es, dass die Stiere rein durch den Anfangsbuchstaben ihres Namens klar einer Linie oder Unterlinie zugeordnet werden können.
Üblicherweise fängt der Name eines Herdebuchstieres mit dem gleichen Anfangsbuchstaben wie der seines Vaters an. Durch Umbenennungen in jüngster Vergangenheit kam es zu Unübersichtlichkeiten und in der Praxis zu teils ungewollten Inzuchtpaarungen. Mit der neuen Regelung soll nun eine klare Zuordnung zu Linien möglich sein.
Linie HOREX
Alle HORROR-Nachkommen sollen mit „W“ benannt werden. Betroffen davon sind die Nachkommen von HERON und HOFHERR.
Alle HODSCHA-Nachkommen erhalten Namen mit dem Anfangsbuchstaben „J“, d. h. HADES-, HOLZMICHL- oder GS HERSTEIN-Söhne.
Linie PRÄFEKT
Bei der Linie PRÄFEKT kam es bereits zu einer (unglücklichen) Umbenennung auf „H“ (HUSAR - HUMBERG). Um Verwechslungen mit der H-Linie nach HUCH (HUTMAN, HULOCK) zu vermeiden, sollen künftig HUMBERG-Nachkommen, d. h. HUPSOL- und HARVESTER-Söhne mit „O“ benannt werden.
Linie REDAD
Auch in der REDAD-Linie wurden bereits Umbenennungen eingeführt, die nun konsequenter fortgesetzt werden sollen: Es erfolgt eine Teilung auf die Unterlinien RADI, RENNER und REX, wobei RADI-Nachkommen (u.a. die Vererber RUMBA und RANDY) mit „V“, RENNER-Nachkommen (u.a. die Vererber REGIO und REPORT) mit „I“ und REX-Nachkommen (REXON, NAAB, NARR) mit „N“ benannt werden sollen.
Die Neuregelung kommt ab sofort zur Anwendung, nicht aber rückwirkend.
Detaillierte Informationen werden im Fleckvieh Austria Magazin 4/10, das Anfang September erscheinen wird, veröffentlicht.
Quelle: „Neuregelung der Namensgebung für Herdebuchbullen beim Fleckvieh“, ASR und AGÖF, 16.07.2010
