Rieder Messe: Internationale Fleckviehausstellung

Internationales Flair bei Rieder Messe. - Die internationale Fleckviehausstellung in Ried zog bereits am ersten Tag zahlreiche Fachbesucher aus dem In- und Ausland und Expertenkommissionen an. Der gewohnt repräsentative Rahmen bot eine optimale Möglichkeit, Werbung für Zuchttiere aus Österreich zu machen.

Die Delegationen aus Russland und China waren beeindruckt von dem hohen Stand der heimischen Tierzucht und vor allem auch vom hohen Gesundheitsstatus. Bundesminister DI Nikolaus Berlakovich betonte in seiner Eröffnungsrede, dass Österreich als einziges Land in der EU die Ausgleichszahlungen, bedingt durch die unerfreuliche Marktlage, früher an die Bauern auszahlen wird. Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer betonte in seiner Eröffnungsrede die hohe Bedeutung der vielen oberösterreichischen Bauern. Auch Bundespräsident Dr. Heinz Fischer zollte mit seinen Worten den Bauern höchste Anerkennung und höchsten Respekt.

Erstmals sind bei der Internationalen Landwirtschaftsmesse in Ried auch Kühe aus Bayern ausgestellt. In Summe werden 160 Fleckviehtiere aus Kärnten, Oberösterreich, Salzburg, Tirol und aus der Oberpfalz den Besuchern präsentiert. In dreizehn zum Teil sehr engen Gruppenentscheidungen hatten die Preisrichter, DI Peter Stückler aus der Steiermark und DI agrar Ing. Anorthe Kraft aus Deutschland die Tiere zu richten. Das hohe genetische Niveau und der ausgezeichnete Standard im Exterieur der Tiere reihten sich nahtlos an die letzten Fleckviehausstellungen in Österreich an.

Gesamtsieger Stiere und Jungkühe
Eine Besonderheit in Oberösterreich ist es, dass immer wieder auch Stiere präsentiert werden. Gesamtsieger bei den Wartestieren wurde der STRELLER-Sohn SHERIFF vom Betrieb Kimberger Maria und Josef  aus St. Ulrich bei Steyr. Gesamtreservesieger wurde der WEINOLD-Sohn WESTERN, vom Betrieb Schmee Maria und Anton, Hohenzell.
Eine spannende Entscheidung war die Auswahl der Gesamtsiegerin bei den Erstlingskühen. Letztendlich setzte sich die VANSTEIN-Tochter VANEA vom Betrieb Lehner Siegfried, Zuchtverband Schwandorf, vor der WINNIPEG-Tochter PRINZESSIN vom Betrieb Weber Johannes, Kärntner Rinderzuchtverband, durch. Die Euterqualität der Erstlingskühe war eine Augenweide und zeigt, wohin die Reise bei Fleckvieh geht.

Gesamtsieger Stiermütter
Auch bei den Stiermüttern gab es fünf Gruppenentscheidungen. Bei der Auswahl der Gesamtsiegerin mussten sich die Preisrichter zwischen Kühen mit zwei Abkalbungen und fünf Abkalbungen entscheiden. Letztendlich setzte sich die schauerfahrene ROMEL-Tochter TORETTA vom Betrieb Sigl Christine und Simon, St. Radegund vor der perfekten STRELLER-Tochter LONI, vom Betrieb Holzer Karin und Herbert, Pabneukirchen, durch.

Dauerleistungskühe
Mit der großen Anzahl von Dauerleistungskühen mit 50.000 kg bis 70.000 kg Lebensleistung sollte die Vitalität der Fleckviehrasse demonstriert werden. Gesamtsiegerin bei den Dauerleistungskühen wurde die HERON-Tochter MEISE vom Betrieb Roitinger Finzinger, Weibern, vor der STRELLER-Tochter DILLI, vom Betrieb Holzer Karoline und Gerhard, Pabneukirchen.
Der Dr. Anton-Pohl Preis wurde überreicht an die Kuh mit der höchsten Lebensleistung bei einer Zwischenkalbezeit von maximal 385 Tagen. Über diesen Ehrenpreis durfte sich der Betrieb Sigl Simon und Christine, St. Radegund für seine PASCAL-Tochter TEXAS freuen.

Nachzuchtgruppen
Interessant für die Züchter waren vor allem auch die Fleckviehnachzuchtgruppen. Es wurden Nachzuchtgruppen der Stiere DONALD (Dionis x Bello), ELSASS (Engadin x Repuls), SMARAGD (Safir x Stego), POSSIDO (Poldi x Ress), VANSTEIN und WEINOLD ausgestellt. Vor allem die große Gruppe der VANSTEIN-Töchter begeisterte die Besucher. Bei den jüngeren Nachzuchtgruppen dürften die Kühe des Stieres SMARAGD den Geschmack des Fachpublikums am besten getroffen haben.

Autor: Dr. Josef Miesenberger, FIH

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