RZO-Mitgliederversammlung: Obmann Haselgruber klar bestätigt

Die am 7. April abgehaltene Mitgliederversammlung stand ganz im Zeichen der Neuwahl der Obmänner und des Verbandsausschusses. Obmann Berthold Haselgruber wurde in einer geheimen Abstimmung mit 97,5 Prozent für weitere vier Jahre eindrucksvoll in seinem Amt bestätigt.

Für den 1. Obmann-Stv. wurde in einer Stichwahl mit 58 Prozent Ernst Kniewasser gewählt. Er folgt damit dem langjährigen Obmann-Stellvertreter Josef Troger und vertritt vor allem die Interessen der Fleckviehzüchter im ehemaligen Welser Zuchtgebiet. Als Vertreter für die Rasse Holstein wurde mit sehr großer Zustimmung Obmann Thomas Hartl und für Braunvieh Herbert Antensteiner gewählt.

BV-Obm. Herbert Antensteiner, Obm.Stv. Ernst Kniewasser, Obmann Berthold Haselgruber, HF-Obm. Thomas Hartl, GF DI Franz KaltenbrunnerBV-Obm. Herbert Antensteiner, Obm.Stv. Ernst Kniewasser, Obmann Berthold Haselgruber, HF-Obm. Thomas Hartl, GF DI Franz Kaltenbrunner

Erfreuliches Jahr 2017
In praktisch allen Belangen gelang es 2017, eine positive Bilanz zu erzielen. Obmann Haselgruber berichtete vor allem von vielen erfreulichen züchterischen Höhepunkten aus dem Jahr 2017. Besonders hob er die Bundesschauen hervor, wo die RZO-Züchter sehr gute Erfolge erzielten. Bei der Bundesfleckviehschau in Maishofen konnte der RZO sieben Stockerlplätze erreichen. Züchterisch herausragend waren auch die tollen Zuchtwerte von mehreren RZO-Tieren. Besonders erwähnte Geschäftsführer Kaltenbrunner den Stier WABAN (Z.: Fam. Sigl, Steinbach/Steyr) sowie das Jungrind EDELWEISS, eine WOBBLER-Tochter vom Betrieb Stöttner aus Oberneukirchen.

Ein sehr großer Vermarktungsumfang konnte eine deutlich positive Bilanz bewirken und es gelang, für zukünftige Investitionen Reserven in der Höhe von 200.000 Euro zu bilden. Insgesamt wurden 53.772 Zucht- und Nutzrinder vermarktet, alleine in die Türkei konnten 3.219 Tiere exportiert werden. Der Kalbinnen-Durchschnittspreis auf Versteigerungen erreichte ein Allzeithoch von € 2.260,- netto.

Im Jahr 2017 wurde in Freistadt auch ein Exportstall für 76 Tiere in Laufstallhaltung neu errichtet. Damit ist eine Gesamtkapazität von mehr als 400 Tieren für die Versteigerung bzw. für die Quarantänehaltung möglich.

Neuer Verbandssitz – Freistadt
Die Mitgliederversammlung beschloss einstimmig die Verlegung des Verbandssitzes nach Freistadt. Dazu wurde in einer Raumreserve ein neues Büro für sechs Mitarbeiter eingerichtet.

Bauernbundpräsident Strasser
Erstmals konnte Bauernbundpräsident DI Georg Strasser in Freistadt begrüßt werden. In seinem Referat "Wir liefern das, was Österreich täglich braucht" ging er besonders auf die drei Hauptschwerpunkte Lebensmittel, Energie und Rohstoffe sowie Landschaft und Lebensräume ein. Seine Ausführungen wurden aufmerksam verfolgt und fanden eine breite Zustimmung. Neben den Herausforderungen der Politik und der Märkte erwähnte er für eine erfolgreiche Rinderzucht besonders auch die wichtigen Punkte Familie, Zuchtverbände sowie die Betriebswirtschaft. Wenn diese drei Schwerpunkte in Einklang sind, ist die Milch- und Rinderwirtschaft auch zukünftig erfolgreich durchführbar.

10-Tonnen-Kühe - sieben Golden Girls
Bei den zahlreichen Ehrungen der erfolgreichen Züchter aller Rassen stand die Ehrung der 10-Tonnen-Kühe im besonderen Fokus, da der erfolgreichste Fleckviehzüchter des RZO 2017, die Familie Gossenreiter aus Schenkenfelden auch sieben 100.000-Liter-Kühe aktuell am Betrieb stehen hat und zwei Kühe davon die magische Grenze der 10.000 Fett- und Eiweiß-kg überschritten haben.

Der Betrieb Gossenreiter wurde im Rahmen der RZO-Mitgliederversammlung geehrt. V.l.n.r.: Obm. Berthold Haselgruber, ZAR-Obmann Stefan Lindner, Franz, Edeltraud und Christoph Gossenreiter, LK-Präs. ÖkR Ing. Franz Reisecker, BB-Präs. DI Georg StrasserV.l.n.r.: Obm. Berthold Haselgruber, ZAR-Obmann Stefan Lindner, Franz, Edeltraud und Christoph Gossenreiter, LK-Präs. ÖkR Ing. Franz Reisecker, BB-Präs. DI Georg Strasser

Eine weitere Fleckvieh-10-Tonnen-Kuh steht am Betrieb Radler in Gramstetten bzw. erreichten auch zwei Braunviehkühe diese magische Grenze. Bei Fleckvieh konnten insgesamt 38 100.000-Liter-Kühe geehrt werden.

Autor: DI Franz Kaltenbrunner, RZO
Fotos: Maria Jahn
9.4.2018