Schau der Superlative
Fleckvieh Austria lieferte vom 3. bis 4. April in der Greinbachhalle in der Steiermark ein einzigartiges Zeugnis seines Zuchtprogrammes mit den besten und schönsten Kühen Österreichs, spannenden Duellen im Finale, der Spitzengenetik und Höchstpreisen bei der Eliteversteigerung – und das vor fast 5.000 Besuchern aus dem In- und Ausland.
Programm fesselte Publikum
Dem Bewerb stellten sich über 100 Elitekühe aus 10 Zuchtverbänden Österreichs und je vier Kühe aus den EVF – Mitgliedsländern Deutschland, Schweiz und Tschechien, die sich mit vier vor Ort ausgewählten österreichischen Kühen dem Nationenbewerb stellten. 27 Tiere in den Nachzuchtgruppen wurden Freitagabend und Samstag vorgestellt.
Der Preisrichter, Josef Zieglgänsberger aus Oberbayern richtete die fünf Jungkuh-, sechs Stiermütter- und zwei Dauerleistungsgruppen nonstop durch und fesselte mit seiner Kommentierung und seiner Wahl die Zuschauer – keiner im Publikum wollte das Geschehen im Ring versäumen! Unterstützt wurde er durch das exzellente Moderatorenteam Hermine Hackl – Wittmann, Pressesprecherin der AMA, und Reinhard Pfleger, Zuchtberater der Rinderzucht Steiermark.
Im Zentrum: das Zuchtprogramm
Die österreichischen Zuchtorganisationen entschlossen sich, die Bundesschau 2009 erstmals in der Steiermark als Zweitagesschau auszutragen. Die Rinderzucht Steiermark als Co-Veranstalter baute das Vermarktungszentrum Greinbach zu diesem Zweck mit zwei Großraumzelten zu einem „Bundesschauzentrum“ aus, das den Anforderungen der Veranstaltung gewachsen war.
Zentrales Thema der Schau war das österreichische Fleckviehzuchtprogramm. Es wurden nur Tiere zugelassen, die neben den Leistungsanforderungen – so wurden nur Jungkühe mit Tagesgemelken über 30 kg zugelassen – auch die Zuchtwertgrenze von GZW 115 erfüllten. Damit war von vornherein klar, dass nur züchterisch interessante Tiere über den Laufsteg gehen und somit den großen organisatorischen und finanziellen Aufwand rechtfertigen.
Bei diesem Anforderungsprofil wurden im Vorfeld der Schau leise Befürchtungen gehegt, dass dadurch das Exterieur darunter leiden wird. Das Ergebnis auf der Schau bewies klar das Gegenteil: Fleckvieh aus Österreich kann sich hohe Leistungsgrenzen setzen und bringt dennoch Kühe mit Weltformat auf die Bundesschau. Damit ging auch eine Botschaft an die Fleckviehwelt: Das Motto der Schau – „Fleckvieh – Doppelnutzung in Perfektion“ – wurden von Österreichs Züchtern bestätigt. Fleckvieh aus Österreich steht für Leistung, Exterieur und Stabilität.
Ing. Johann Tanzler, AGÖF, DI Peter Stückler, Rinderzucht Steiermark
