Waldviertler Kuhfrühling: Fleckviehschau am 20. März

Zumindest in der Tierzuchthalle in Zwettl hielt am 20./21. März der Frühling Einzug. Beim 6. Waldviertler Kuhfrühling, der unter dem Motto „50 Jahre Fleckviehzucht“ stand, gaben sich am Samstagabend 51 erstklassige Fleckviehkühe ein Stelldichein, die unter den rockig-poppigen Live-Klängen der Waldviertler Musikgruppe „Nagerlsterz“ den Preisrichter und auch die Zuschauer beeindruckten.

4 Jungkuhgruppen, 3 Gruppen mit Zweitkalbs- Kühen und je 1 Gruppe mit Drittskalbs- Kühen, mit Kühen mit 4 bis 6 Abkalbungen und mit Dauerleistungs- Kühen wurden vom Preisrichter, Peter Stückler, Rinderzucht Steiermark, gerichtet, der den Züchtern, dem Veranstalter und auch dem, der die Ausstellungstiere auswählte, sein Kompliment bezüglich der Qualität und der Einheitlichkeit der Gruppen aussprach. In der Schlussentscheidung wurden aus den Gruppen- und Gruppenreserve- Siegerinnen 3 Gesamtchampions – Jungkühe, Kühe mit 2 u. 3 Abkalbungen und Altkühe – gewählt.

Jungkühe
Bei den Jungkühen kam es zum Duell zwischen der HERICH-Tochter WERA von Gerlinde Stögmüller aus Artstetten-Pröbring und der GS WELF-Tochter BABETT von Hermann Scheidl aus Göpfritz Wild. Beide Kühe entsprächen in allen Einzelmerkmalen des Fundaments und des Euters den Anforderungen, die an eine Jungkuh gestellt würden, in hohem Ausmaß und in beiden stecke noch viel Entwicklungspotential, so der Preisrichter. Aufgrund der noch harmonischeren Gesamterscheinung entschied die GS WELF-Tochter BABETT vom Betrieb Scheidl dieses Match für sich.

Kühe mit 2 und 3 Abkalbungen
Bei den mittleren Kuhklassen standen sich die Zweitkalbskuh ONDI (V: Vagabund) von Andreas Schnabl aus Waldenstein und die Drittkalbskuh SISSI (V: Regio) von Franz und Josef Weber aus Gföhl gegenüber, zwei kalibrige Kühe, die zeigten, was Fleckvieh kann: hohe Milchleistungen, beste Euter verbunden mit kräftigem Körperbau. Die nicht unbekannte REGIO-Tochter SISSI gewann schließlich diese Entscheidung, weil sie das Gesamtpaket – Typstärke, Euter, Substanz und Bewegung – am perfektesten verkörperte.

Kühe mit 4 bis 6 Abkalbungen und Dauerleistungskühe
Knapp wurde es abermals bei der Wahl der Gesamtsiegerin der älteren Kühe. Hier reihte der Preisrichter die mit ihren 9 Kälbern noch sehr jugendlich wirkende HARDI-Tochter ALMA von Christine und Herbert Eichinger aus Großschönau vor die GS MALHAX-Tochter SIDAX von Johann Lehner aus Nöchling, die sich nach vier Kälbern noch mit einem hochangesetzten, drüsigen Euter bestens präsentierte.

Nachzuchtgruppe GS INTERMEZZO
Die 6 GS INTERMEZZO-Töchter überzeugten mit einheitlich guten Fundamenten, strahlten viel Stabilität aus und konnten den sehr guten Euter-Zuchtwert bestätigen. Die GS INTERMEZZO-Nachzucht rechtfertigte den breiten Einsatz dieses REGIO-Sohnes aus einer bewährten Kuhfamilie von Familie Bauer, Heidenreichstein.

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Fotos vom Jungzüchtercup finden Sie auch auf landwirt.com.

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