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Zuchtwertschätzung Dezember 2018

Fleckviehstier HERZSCHLAG
HERZSCHLAG

HERZSCHLAG setzt Maßstäbe beim Milchwert

Wie mit Spannung erwartet, starten die ersten HUTERA-Söhne mit ihren Töchtern in Milch. Die große Überraschung liefert dabei HERZSCHLAG, der mit den ersten 141 Töchtern am Beginn der ersten Laktation seine genomische Vorschätzung um nicht weniger als acht Punkte übertrifft und mit einem Milchwert von 143 neue Maßstäbe setzt.

HERZSCHLAG kombiniert diese Stärke im Milchbereich - dazu gehören auch die guten, schnell melkenden Euter - mit einem ausgezeichneten Fleischwert. Um das Beste aus der HERZSCHLAG-Genetik gezielt in der Fleckviehpopulation zu verbreiten, stehen schon jetzt 48 Söhne zur Verfügung, von denen nicht weniger als 44 das Limit für die Liste der genomischen Jungvererber (GZW 125) erfüllen.
Betrachten wir die Zuchtwertschätzungen des abgelaufenen Jahres, so ist es bereits das dritte Mal, dass ein extrem stark - eigentlich zu stark - eingesetzter genomischer Jungvererber voll nach oben geht und echte Akzente in der Fleckviehzucht setzt. So ist mit MAHANGO der endgültige Durchbruch in der Hornloszucht gelungen. Er verbesserte sich mit Eintritt in die Kalibrierung um elf Punkte und verfügt derzeit über 63 Söhne in der Stierdatenbank. Auch MINT, der neue Maßstäbe in der Qualität der Fundamente setzt, verbesserte sich mit Eintritt in die Kalibrierung massiv (acht Punkte) und kann seine Gene über 48 Söhne verbreiten. So gesehen war 2018 für die Fleckviehzucht also ein ganz ausgezeichnetes Jahr – es wurde eine perfekte Basis gelegt, um diese besondere und extrem klimaeffiziente Genetik erfolgreich weiterzuentwickeln.
Interessant ist, dass HERZSCHLAG noch nicht in der Kalibrierung ist, was auch bedeutet, dass dessen Töchterleistungen erst mit der nächsten Zuchtwertschätzung im April 2019 voll auf die Söhne durchschlagen. Für Spannung ist gesorgt …

Topliste nachkommengeprüft
WABAN führt unverändert die Topliste der nachkommengeprüften Vererber an, gefolgt von HURLY, der einen Rang nach vor rückt. Die besprochenen Stiere MAHANGO, HERZSCHLAG und MINT liegen auf den Rängen 3, 4 und 21.
Der späte WILLE-Sohn WIEWEIT verbessert sich auf 5, gefolgt von POLARSTERN, einer Kombination POLARBÄR x WINNIPEG. Es folgen die bestens bekannten und bereits sehr breit eingesetzten WOBBLER und VILLEROY vor VANADIN-Sohn VESTEL und SERANO-Sohn SEHRGUT, der sich mit +2 Punkten im Gesamtzuchtwert um sieben Ränge verbessert.
Unter den weiteren bis auf Position 51 klassierten Vererbern gewinnen POLAROID, MASSIMILIANO, WARRIOR und PALLAS drei Punkte oder mehr dazu.

Tolle Neueinsteiger bei den genomischen Jungvererbern
Die Liste wird angeführt von IMMENS, einem von mehreren sehr interessanten IMPERATIV-Söhnen. Vielversprechende Neueinsteiger im Spitzenfeld sind WABAN-Sohn WEISSENSEE auf Rang 2 mit einem Gesamtzuchtwert von 140 sowie WOBBLER-Sohn GS Woiwode (GZW 137). Es folgen IVARIS (GZW 136, V.: Imperativ), GS WHAT ELSE (GZW 136, V.: GS Wattking), GS ZEBRU (GZW 135, V.: Zepter), GS INSTAGRAM (GZW 135, V.: Imperativ) und GS MIDNIGHT (GZW 134, V.: GS Mindmap).

Gezielte Paarung
In der gezielten Paarung verfolgen wir konsequent die Strategie, die neuesten Jungvererber möglichst rasch einzusetzen, um beim Generationsintervall zu gewinnen. Die besten neu dazugekommenen nachkommengeprüften Vererber verfügen auch diesmal bereits wieder über zahlreiche Söhne, sodass die Hochzucht fast ausschließlich über genomische Jungvererber läuft. Es zeigt sich, dass es dadurch auch sehr gut gelingt, die Blutführung breit genug zu halten.

Toplisten   Vererbungsschwerpunkte   Stiere in gezielter Paarung

Autor: Ing. Johann Tanzler, AGÖF