Bundesfleckviehschau 2026

Fleckvieh liefert fulminanten Auftritt auf großer Bühne

Die Berglandhalle in Niederösterreich wurde am 21. und 22. März zum Treffpunkt der nationalen und internationalen Fleckvieh-Szene. Aufgrund der zahlreichen positiven Rückmeldungen ist die Feststellung zulässig, dass die Bundesfleckviehschau 2026 neue Maßstäbe setzte – sowohl in der Qualität der ausgestellten Tiere als auch in der Professionalität der Präsentation bäuerlicher Leistung und im nationalen wie internationalen Interesse an einer Veranstaltung rund um die Rinderzucht.

Die Champions der Bundesfleckviehschau

Beeindruckender Besucherzuspruch vor Ort und virtuell

Mehrere tausend Besucher aus mehr als 20 Nationen aus aller Welt verfolgten an den beiden Tagen vor Ort in der Berglandhalle das absolute Züchter-Highlight des Jahres. Großen Zuspruch und bestes Feedback erntete auch der Livestream der Schau, der live kommentiert wurde und an beiden Schautagen ebenfalls tausende Interessierte vieler Ländern vor den Bildschirmen am Zuchtfortschritt des österreichischen Fleckviehs teilhaben ließ.

Am Samstagabend stand eine abwechslungsreiche Abendveranstaltung am Programm. Präsentiert wurden drei Nachzuchtgruppen, ein elitärer Jungzüchterwettbewerb sowie das Finale des FleckScore-Weltcups. Den krönenden Abschluss bildete eine hochkarätig besetzte Eliteversteigerung.

Bundesfleckviehschau 2026

Am Sonntag standen dann die besten und schönsten Fleckviehkühe aus allen Teilen Österreichs im Mittelpunkt des Interesses. Besonders hervorzuheben ist die beeindruckende Breite an Ausstellungsbetrieben: Die insgesamt 174 ausgestellten Tiere stammten aus 131 verschiedenen österreichischen Zuchtbetrieben. Auch die genetische Vielfalt unterstreicht die Stärke der österreichischen Fleckviehzucht – die ausgestellten Tiere gingen auf 99 verschiedene Väter zurück.
134 Fleckviehkühe aus allen Zuchtorganisationen und Bundesländern wurden in 19 Richtgruppen präsentiert. Preisrichter Nikolas Sauter aus Baden-Württemberg bot eine sensationelle Richterleistung, richtete souverän, mit sicherer Hand und fachlich präzisen Kommentaren. Beste Arbeit verrichtete auch Johannes Christoph aus Bayern, der als umsichtiger Ringmann agierte.

Hervorragende Jungkühe

Die Abteilung der Jungkühe wurde in sechs Gruppen dem Preisrichter vorgestellt.

Gruppe 1 Jungkühe
Preisrichter Nikolas Sauter kommentierte, dass er bei den Jungkühen speziell auf sehr gute, hoch angesetzte Euter, gute Fundamente und auf Entwicklungspotenzial Wert legte. Kat.Nr. 173, CAMILLA (V: Mahindra P*S) von Loinger Georg, Wildschönau, RZT, stellte für ihn das beste Komplettpaket in dieser Gruppe dar. Aufgrund der besseren Voreutereinbindung stellte er sie vor die Kat.Nr. 182, LOCKE (V: Wintertraum), von Heindl Regina u. Michael, Hofstetten-Grünau, NÖ Gen., die speziell mit ihrem hohen und breiten Euter überzeugte.

Siegerin Gruppe 1: Kat.Nr. 173, CAMILLA (V: Mahindra P*S), B: Loinger Georg, Wildschönau, RZT

Siegerin Gruppe 1: Kat.Nr. 173, CAMILLA (V: Mahindra P*S), B: Loinger Georg, Wildschönau, RZT, Foto: Moy

Gruppe 2 Jungkühe
Sauter war von den Jungkühen der zweiten Gruppe total begeistert. Alle entsprachen seinen Vorstellungen. An der Spitze duellierten sich zwei Kühe: Kat.Nr. 177, ZEISL P (V: Mahindra P*S) von Rahm Georg, Schwendau, RZT, und Kat.Nr. 7, GUSME (V: GS Sputnik) von Seirlehner Erich, St. Peter/Au, NÖ Gen. Die Stärke im Zentralband und die korrekte Strichstellung waren ausschlaggebend, dass er schließlich die MAHINDRA P*S-Tochter ZEISL P von Rahm Georg, Schwendau, RZT, zur Gruppensiegerin ernannte.

Siegerin Gruppe 2: Kat.Nr.177, ZEISL P (V: Mahindra P*S), B: Rahm Georg, Schwendau, RZT

Siegerin Gruppe 2: Kat.Nr.177, ZEISL P (V: Mahindra P*S), B: Rahm Georg, Schwendau, RZT, Foto: Moy

Gruppe 3 Jungkühe
Klare Siegerin war Kat.Nr. 13, SHIRLEY Pp* (V: Mahomes P*S) von Hörmandinger Alexander, Peuerbach, FIH. Ihr Euter begeisterte den Preisrichter: „Eine unglaublich ausbalancierte Kuh mit einem Euter, das keine Wünsche offenlässt.“ Ihre Bewegung und die Stärke in der oberen Linie sicherten Kat.Nr. 178, SELMA Pp (V: Mahindra P*S) von Schwaighofer Markus, Erl, RZT, den Reservesieg.

Siegerin Gruppe 3: Kat.Nr. 13, SHIRLEY Pp* (V: Mahomes P*S), B: Hörmandinger Alexander, Peuerbach, FIH

Siegerin Gruppe 3: Kat.Nr. 13, SHIRLEY Pp* (V: Mahomes P*S), B: Hörmandinger Alexander, Peuerbach, FIH, Foto: Moy

Gruppe 4 Jungkühe
Die Gruppe zeigte ein extrem hohes Niveau, und nur Nuancen entschieden an der Spitze die Rangierung. Siegerin Kat.Nr. 18, ROSANNA (V: GS Deluxe) von Auer Franz, Wildschönau, RZT, punktete mit ihrem Fundament und ihrem Glanzstück, dem Euterkörper. Aufgrund ihres Schenkeleuters und des Seitenbilds stellte er sie vor die unglaublich harmonische Kat.Nr. 17, VELIA (V: Skidoo) von Damberger Doris u. Daniel, Gaspoltshofen, FIH, die sich in der Bewegung bestens präsentierte und auch durch ihre obere Linie den Reservesieg holen konnte.

Siegerin Gruppe 4: Kat.Nr. 18, ROSANNA (V: GS Deluxe), B: Auer Franz, Wildschönau, RZT

Siegerin Gruppe 4: Kat.Nr. 18, ROSANNA (V: GS Deluxe), B: Auer Franz, Wildschönau, RZT, Foto: Moy

Gruppe 5 Jungkühe
„Die Kühe in Gruppe 5 zeigen sich sehr einheitlich im Euter, aber etwas unterschiedlich in der Feinheit des Fundaments“, erklärte der Preisrichter. Er entschied sich für die ausbalancierteste Kuh der Gruppe als Siegerin: Kat.Nr. 25, NORDICA (V: Senator) von Feldbaumer Andrea u. Peter, Seckau, RSTM. Sie zeigte das beste Fundament in der Gruppe und überzeugte durch ihren hohen Euterboden und die Stärken in der Oberlinie. Gruppenreservesiegerin wurde Kat.Nr. 22, ANJA (V: GS Hoeri) von Steiner Monika u. Andreas, Kaumberg, NÖ Gen., die mit ihrem Euterkörper und klarem Zentralband begeisterte.

Siegerin Gruppe 5: Kat.Nr. 25 NORDICA (V: Senator), B: Feldbaumer Andrea u. Peter , Seckau, RSTM

Siegerin Gruppe 5: Kat.Nr. 25 NORDICA (V: Senator), B: Feldbaumer Andrea u. Peter , Seckau, RSTM, Foto: Moy

Gruppe 6 Jungkühe
In dieser Gruppe war die Entscheidung bei den ersten zwei Plätzen wieder sehr knapp. Die beiden rahmigen Kühe, Kat.Nr. 32, MADAM (V: GS Spotify) von Hiebaum Franz u. Barbara, St. Margarethen/R., RSTM, und Kat.Nr. 33, HEIDELBEERE (V: Wirbelwind P*S) von Schitzenhofer Sonja u. Andreas, Rastenfeld, NÖ Gen., beeindruckten durch ihre langen Euter, ihre Stärken im Schenkeleuter sowie ihre sehr guten Voreutereinbindungen. Die bessere vordere Strichplatzierung war der Grund, warum der Preisrichter die GS SPOTIFY-Tochter MADAM zur Gruppensiegerin ernannte, vor der WIRBELWIND P*S-Tochter HEIDELBEERE.

Siegerin Gruppe 6: Kat.Nr. 32, MADAM (V: GS Spotify), B: Hiebaum Franz u. Barbara, St. Margarethen/R., RSTM

Siegerin Gruppe 6: Kat.Nr. 32, MADAM (V: GS Spotify), B: Hiebaum Franz u. Barbara, St. Margarethen/R., RSTM, Foto: Moy

Championwahl der Jungkühe als Highlight

Restlos begeistert war Nikolas Sauter von den 12 Kühen, die im finalen Ring der Jungkühe standen. „Fundament, Euter und Becken überzeugen bei allen Finalistinnen“, so der Preisrichter. Zur engeren Wahl ließ er sechs Kühe im Ring, aus denen er schließlich die sehr jugendlich wirkende Kat.Nr. 13 SHIRLEY Pp* (V: Mahomes P*S) von Hörmandinger Alexander, Peuerbach, FIH, zum Champion der Jungkühe kürte. Zum Reservechampion ernannte er Kat.Nr. 18, ROSANNA (V: GS Deluxe) von Auer Franz, Wildschönau, RZT, und auf Platz 3 landete Kat.Nr. 177, ZEISL P (V: Mahindra P*S) von Rahm Georg, Schwendau, RZT.

Champion Jungkühe: Kat 13 SHIRLEY Pp* (V: Mahomes) von Hörmandinger Alexander, Peuerbach, FIH

Champion Jungkühe: Kat 13 SHIRLEY Pp* (V: Mahomes P*S) von Hörmandinger Alexander, Peuerbach, FIH, Foto: Moy

Reserve-Champion Jungkühe: Kat.Nr. 18, ROSANNA (V: GS Deluxe) von Auer Franz, Wildschönau, RZT

Reserve-Champion Jungkühe: Kat.Nr. 18, ROSANNA (V: GS Deluxe) von Auer Franz, Wildschönau, RZT, Foto: Moy

Exzellente Kühe im besten Lebensalter

Die mittleren Kuhklassen umfassten insgesamt zehn Gruppen, gegliedert in fünf Gruppen mit Zweitkalbskühen, drei Gruppen mit Drittkalbskühen sowie zwei Gruppen mit Kühen mit vier Abkalbungen.

Gruppe 7 – Kühe mit 2 Abkalbungen
In der ersten Gruppe der Zweitkalbskühe fand der Preisrichter wieder eine klare Siegerin: Kat.Nr. 40, OLANDA (V: Senator) von Fischer Bernhard, Peuerbach, FIH, beeindruckte den Preisrichter sehr. Die ausbalancierte SENATOR-Tochter reihte er aufgrund ihres optimalen Sprunggelenkswinkels und ihrer harmonischen Bewegung vor Kat.Nr. 43 SUGARBABE (V: Esterhazy) von Hörmandinger Alexander, Peuerbach, FIH.

Siegerin Gruppe 7: Kat.Nr. 40, OLANDA (V: Senator), B: Fischer Bernhard, Peuerbach, FIH

Siegerin Gruppe 7: Kat.Nr. 40, OLANDA (V: Senator), B: Fischer Bernhard, Peuerbach, FIH, Foto: Moy

Gruppe 8 – Kühe mit 2 Abkalbungen
„Eine imposante Abteilung“, stellte Nikolas Sauter bei der zweiten Gruppe der Zweitkalbskühe fest. Dennoch hatte er eine eindeutige Siegerin: Kat.Nr. 48, PAULA (V: Mercedes Pp*) von Schipflinger Johann, Itter, RZT. Vor allem das starke Zentralband und die Vorteile in der Bewegung waren ausschlaggebend, sie vor die Kat.Nr. 50, ESCHE (V: Hiroto) von Langer Christoph, Pregarten, RZO zu stellen, deren Schenkeleuterübergang überzeugte.

Siegerin Gruppe 8: Kat.Nr. 48, PAULA (V: Mercedes Pp*), B: Schipflinger Johann, Itter, RZT

Siegerin Gruppe 8: Kat.Nr. 48, PAULA (V: Mercedes Pp*), B: Schipflinger Johann, Itter, RZT, Foto: Moy

Gruppe 9 – Kühe mit 2 Abkalbungen
Auch diese Gruppe begeisterte den Preisrichter. Wiederum entschieden nur Kleinigkeiten. Zur Siegerin ernannte er die mit einem wunderbaren Fundament ausgestattete Kat.Nr. 168, LILLYFEE (V: GS Deluxe) von Milchrahm Elisabeth u. Anton, Vorau, RSTM, vor der sehr harmonischen Kat.Nr. 52, GLEBER 65 (V: Vollendet) von Leitner Ingrid u. Reinhard, Arnreit, RZO.

Siegerin Gruppe 9: Kat.Nr.168, LILLYFEE (V: GS Deluxe), B: Milchrahm Elisabeth u. Anton, Vorau, RSTM

Siegerin Gruppe 9: Kat.Nr.168, LILLYFEE (V: GS Deluxe), B: Milchrahm Elisabeth u. Anton, Vorau, RSTM, Foto: Moy

Gruppe 10 – Kühe mit 2 Abkalbungen
„Eine harmonische Abteilung – die Kühe zeichnen sich mit exzellenten Eutern und wunderbaren Fundamenten aus“, so der Preisrichter. Kat.Nr. 55, CYNTHIA (V: Zeiger) von Gasteiger Thomas, Wörgl, RZT, kam dem Zuchtziel am nächsten. Ihre Schenkeleuterhöhe und das Zentralband waren ausschlaggebend, dass sie auf Platz 1 gestellt wurde, vor der Kat.Nr. 57 FANTASY (V: GS Woward) von Arzberger Elisabeth u. Andreas, Vorau, RSTM, die ein wunderbares Seitenbild zeigte.

Siegerin Gruppe 10: Kat.Nr. 55, CYNTHIA (V: Zeiger), B: Gasteiger Thomas, Wörgl, RZT

Siegerin Gruppe 10: Kat.Nr. 55, CYNTHIA (V: Zeiger), B: Gasteiger Thomas, Wörgl, RZT, Foto: Moy

Gruppe 11 – Kühe mit 2 Abkalbungen
Vor allem die drei Kühe auf dem Podest hoben sich in dieser Gruppe ab, wobei darunter Kat.Nr. 62, SORAYA (V: GS Der Beste) von Klocker Peter, Hart im Zillertal, RZT, hervorstach. Sie bewegte sich auf dem besten Fundament der Gruppe und ihre ideale Sprunggelenkswinkelung sicherte ihr den Gruppensieg vor Kat.Nr. 65, HERMINA (V: M3 Pp*) von Schrems Hubert, Mettmach, FIH, die über ein sehr imposantes Seitenbild verfügt und mit ihrem Schenkeleuterbild zu begeistern weiß.

Siegerin Gruppe 11: Kat.Nr. 62, SORAYA (V: GS Der Beste), B: Klocker Peter, Hart im Zillertal, RZT

Siegerin Gruppe 11: Kat.Nr. 62, SORAYA (V: GS Der Beste), B: Klocker Peter, Hart im Zillertal, RZT,  Foto: Moy

Gruppe 12 – Kühe mit 3 Abkalbungen
„Was für ein Anblick“, so Sauter, „eine unglaublich starke Gruppe. Jede Kuh hätte das Potenzial für einen Platz am Podest.“ Die kompletteste Kuh war für den Preisrichter Kat.Nr. 72 SANORA (V: GS Mydarling) von Gruber Christoph, Saalfelden, RZS. Die Euteranbindung und die Euterhöhe waren ausschlaggebend, sie vor die körperhafte Kat.Nr. 71 PRISKA (V: Makay) von Fischer Bernhard, Peuerbach, FIH, zu stellen.

Siegerin Gruppe 12: Kat.Nr. 72, SANORA (V: GS Mydarling), B: Gruber Christoph, Saalfelden, RZS

Siegerin Gruppe 12: Kat.Nr. 72, SANORA (V: GS Mydarling), B: Gruber Christoph, Saalfelden, RZS,  Foto: Moy

Gruppe 13 – Kühe mit 3 Abkalbungen
An der Spitze begeisterten drei Kühe mit ihren Eutern. In einer knappen Entscheidung wählte Sauter Kat.Nr. 81, NELLY (V: GS Der Beste) von Hollaus Martin, Wald, RZS, aufgrund des ideal gewinkelten und sehr feinen Sprunggelenks zur Gruppensiegerin. Die kapitale Kat.Nr. 83, SUNSHINE (V: Sunrise) von Gramshammer Markus, Vomp, RZT, brillierte mit einem imposanten Seitenbild und wurde Reservesiegerin.

Siegerin Gruppe 13: Kat.Nr. 81, NELLY (V: GS Der Beste), B: Hollaus Martin, Wald, RZS

Siegerin Gruppe 13: Kat.Nr. 81, NELLY (V: GS Der Beste), B: Hollaus Martin, Wald, RZS,  Foto: Moy

Gruppe 14 – Kühe mit 3 Abkalbungen
Es folgte eine Gruppe mit ausbalancierten Drittkalbkühen. Zur Gruppensiegerin ernannte der Preisrichter Kat.Nr. 88, GRAEFIN (V: Edelstein) von Mariner Burkhard, Virgen, RZT. Die Euterhöhe, das gute Fundament und das ideal gelagerte Becken waren die Gründe, sie vor die Kat.Nr. 93, KANADA (V: Mc Gyver) von Langer Christoph, Pregarten, RZO, zu stellen. KANADA sicherte sich durch ihr längeres Voreuter den Gruppenreservesieg.

Siegerin Gruppe 14: Kat.Nr. 88, GRAEFIN (V: Edelstein), B: Mariner Burkhard, Virgen, RZT

Siegerin Gruppe 14: Kat.Nr. 88, GRAEFIN (V: Edelstein), B: Mariner Burkhard, Virgen, RZT,  Foto: Moy

Gruppe 15 – Kühe mit 4 Abkalbungen
„Eine Gruppe mit einer starken Doppelspitze“, erklärte der Preisrichter. Nur Nuancen waren ausschlaggebend für die Platzierung der beiden sehr harmonischen Viertkalbskühe. Glanzstück war bei beiden Kühen das sehr drüsige, hoch sitzende Euter. Die noch bessere Körpertiefe und Brustbreite sowie die etwas bessere Oberlinie waren entscheidend, dass sich Kat.Nr. 195, KITTY (V: Helsinki) von Bauer Johannes, Ratten, RSTM, den Gruppensieg holte, vor Kat.Nr. 101, LARA (V: Mercedes Pp*) von Eichberger Anna u. Christoph, St. Margarethen/Knittelfeld, RSTM.

Siegerin Gruppe 15: Kat.Nr. 195, KITTY (V: Helsinki), B: Bauer Johannes, Ratten, RSTM

Siegerin Gruppe 15: Kat.Nr. 195, KITTY (V: Helsinki), B: Bauer Johannes, Ratten, RSTM,  Foto: Moy

Gruppe 16 – Kühe mit 4 Abkalbungen
Die Kühe in der zweiten Gruppe der Viertkalbskühe waren etwas unterschiedlich in der Körperkondition. Die gut ausbalancierte Kat.Nr. 112, BRILLE (V: Edelstein) von Stadler Roman, Virgen, RZT, konnte sich aufgrund ihrer Vorzüge im Fundament und der Voreutereinbindung den Gruppensieg holen vor der Kat.Nr. 117, LAETICIA (V: Manaus) von Eichberger Anna u. Christoph, St. Margarethen/Knittelfeld, RSTM, bei der vor allem die Schenkeleuterhöhe und das stark ausgeprägte Zentralband für den Reservegruppensieg entscheidend waren.

Siegerin Gruppe 16: Kat.Nr.112, BRILLE (V: Edelstein), B: Stadler Roman, Virgen, RZT

Siegerin Gruppe 16: Kat.Nr.112, BRILLE (V: Edelstein), B: Stadler Roman, Virgen, RZT, Foto: Moy

Championwahl mit ganz starkem Niveau der Kühe

Beim Anblick der 20 Kühe, die sich im Finale der mittleren Kühe im Ring befanden, zeigte sich Preisrichter Nikolas Sauter grenzenlos begeistert. Nichtsdestotrotz musste er sich von einigen Kühen verabschieden, und zum absoluten Finale beließ er sechs Kühe im Ring. Den Championtitel mittel konnte schließlich KITTY (V: Helsinki) von Bauer Johannes, Ratten, in die Steiermark erzielen. Den Reservechampiontitel holte Kat.Nr. 40 OLANDA (V: Senator) von Fischer Bernhard, Peuerbach, FIH, für Oberösterreich. Der dritte Platz ging an Kat.Nr. 101 LARA (V: Mercedes Pp*) von Eichberger Anna u. Christoph, St. Margarethen/Knittelfeld, RSTM.

Champion Mittel: Kat.Nr. 195 KITTY (V: Helsinki), von Bauer Johannes, Ratten, RSTM

Champion Mittel: Kat.Nr. 195 KITTY (V: Helsinki), von Bauer Johannes, Ratten, RSTM, Foto: Moy

Reserve-Champion Mittel: Kat.Nr. 40 OLANDA (V: Senator), von Fischer Bernhard, Peuerbach, FIH

Reserve-Champion Mittel: Kat.Nr. 40 OLANDA (V: Senator), von Fischer Bernhard, Peuerbach, FIH, Foto: Moy

Reife Kühe überzeugen auf voller Linie

Die reiferen Kuhklassen waren besetzt mit je einer Gruppe von Kühen mit fünf Abkalbungen, sechs Abkalbungen sowie einer Gruppe mit sieben und mehr Abkalbungen.

Gruppe 17 – Kühe mit 5 Abkalbungen
In der Gruppe der Kühe mit 5 Abkalbungen fand Sauter zwei Kühe an der Spitze, die beide mit sehr gutem Fundament und unglaublich langen, gut eingebundenen Eutern brillierten. Es war eine knappe Entscheidung, so der Preisrichter, die ihn schließlich Kat.Nr. 128, SELINA (V: Haribo) von Leitner Christian, Obdach, RSTM, an die Spitze setzen ließ. Dafür waren die bessere Oberlinie und der idealere Sprunggelenkswinkel ausschlaggebend. Gruppenreservesiegerin wurde die mit einem extrem guten Euter ausgestattete Kat.Nr. 127, SENTA (V: GS Herzblatt) von Ratzberger Gertraud u. Johann, St. Peter/Au, NÖ Gen.

Siegerin Gruppe 17: Kat.Nr.128, SELINA (V: Haribo), B: Leitner Christian, Obdach, RSTM

Siegerin Gruppe 17: Kat.Nr.128, SELINA (V: Haribo), B: Leitner Christian, Obdach, RSTM, Foto: Moy

Gruppe 18 – Kühe mit 6 Abkalbungen
Mit den Worten „Was für eine Gruppe“ beschrieb Sauter die Gruppe der Kühe mit 6 Abkalbungen. Die sechs Kühe präsentierten die Vorzüge des Fleckviehs in allen wichtigen Merkmalen. Nur Nuancen entschieden bei der Rangierung. Die Feinheit in den Sprunggelenken sicherte Kat.Nr. 137, HOLDE (V: Mindos) von Rieser Josef, Eben a. Achensee, RZT, den Gruppensieg vor Kat.Nr. 141, LIDWINA 41 (V: Mandrin) von Gabriel Bernhard, Pfarrkirchen/Mühlkreis, RZO, die sich aufgrund ihrer Brustbreite den Gruppenreservesieg holte.

Siegerin Gruppe 18: Kat.Nr.137, HOLDE (V: Mindos), B: Rieser Josef, Eben a. Achensee, RZT

Siegerin Gruppe 18: Kat.Nr.137, HOLDE (V: Mindos), B: Rieser Josef, Eben a. Achensee, RZT, Foto: Moy

Gruppe 19 – Kühe mit 7 und mehr Abkalbungen
„In der Königsklasse stehen neun absolute Top-Kühe in der Arena, die es allesamt verdient hätten, am Podest zu stehen“, begeisterte sich der Preisrichter. Kat.Nr. 150, PAULA (V: Hugoboss) von Übetsroider Andreas, Nussdorf, VFS, hätte ihn aber von Anfang an in den Bann gezogen, gestand er. Das Glanzstück der Siebtkalbskuh war ihr sehr gut eingebundenes Euter mit extrem guter Textur. Kein Weg führte also an PAULA, der HUGOBOSSS-Tochter, vorbei – sie wurde Gruppensiegerin in der Königsklasse. Zur Reservesiegerin wurde die jugendlich wirkende Kat.Nr. 152, SUSANNE (V: Herzschlag) von Breitenbrunner Anna u. Herbert, St. Lorenzen/W., RSTM, gekürt.

Siegerin Gruppe 19: Kat.Nr.150, PAULA (V: Hugoboss), B: Übetsroider Andreas, Nussdorf, VFS

Siegerin Gruppe 19: Kat.Nr.150, PAULA (V: Hugoboss), B: Übetsroider Andreas, Nussdorf, VFS, Foto: Moy

Finale mit beeindruckendem Bild

Überwältigend war das Finale bei den Dauerleistungskühen. Sechs gewaltige Kühe standen im Ring. Der Championtitel ging verdient an die HUGOBOSS-Tochter PAULA von Übetsroider Andreas, Nussdorf, VFS. Reservechampion wurde Kat.Nr. 137, HOLDE (V: Mindos) von Rieser Josef, Eben a. Achensee, RZT, und der dritte Platz ging an Kat.Nr. 128, SELINA (V: Haribo) von Leitner Christian, Obdach, RSTM.

Champion Dauerleistungskühe: 1. Kat.Nr.150, PAULA (V: Hugoboss), B: Übetsroider Andreas, Nussdorf, VFS

Champion Dauerleistungskühe: 1. Kat.Nr.150, PAULA (V: Hugoboss), B: Übetsroider Andreas, Nussdorf, VFS, Foto: Moy

Reserve-Champion Dauerleistungskühe: Kat.Nr.137, HOLDE (V: Mindos), B: Rieser Josef, Eben a. Achensee, RZT

Reserve-Champion Dauerleistungskühe: Kat.Nr.137, HOLDE (V: Mindos), B: Rieser Josef, Eben a. Achensee, RZT, Foto: Moy

Kuhlinienwettbewerb bestätigt nachhaltige Zuchtarbeit

Die Bundesfleckviehschau 2026 konnte auch in der Kategorie des Kuhlinienwettbewerbes einen Bundessieger vergeben. Jeweils drei Vertreterinnen mütterlicherseits aus den Stämmen der Vererber GS MC BAUER Pp* sowie GS MAGNAT Pp* stellten sich Preisrichter Nikolas Sauter.
Dieser stellte eingangs klar, worauf es ihm bei der Bewertung einer Kuhlinie ankommt: Entscheidend sei, welche Linie die Merkmale Fundament, Euter und Becken über Generationen hinweg dominant und nachhaltig weitervererbt und dabei eine hohe Einheitlichkeit und Harmonie in der Gruppe erkennen lässt.
Nach diesen Kriterien kürte er die Kuhlinie GS MC BAUER Pp* von Johannes Bauer (RSTM) zum Bundeschampion. Der Reservechampiontitel ging an die Kuhlinie vom Betrieb Milchhof Steiner (NÖ Genetik).

Champion Kuhlinien: GS MC BAUER Pp* und GS MILKFIT von Bauer Johannes, Ratten, RSTM, Foto: Moy

Champion Kuhlinien: GS MC BAUER Pp* und GS MILKFIT von Bauer Johannes, Ratten, RSTM, Foto: Moy

Reserve-Champion Kuhlinien: GS MAGNAT Pp* von Milchhof Steiner Ges.N.B.R., Hernstein, Nö. Gen

Reserve-Champion Kuhlinien: GS MAGNAT Pp* von Milchhof Steiner Ges.N.B.R., Hernstein, Nö. Gen

Drei starke Nachzuchtpräsentationen als Spiegelbild des Zuchtprogramms Fleckvieh Austria

Drei Nachzuchtgruppen, die sowohl am Samstagabend als auch am Sonntag im Schauring präsentiert wurden, stießen beim Fachpublikum auf höchstes Interesse und boten die Möglichkeit, sich ein umfassendes Bild von den Töchtern der drei österreichischen Fleckviehstiere GS DELUXE, MAHINDRA P*S und WINTERTRAUM zu machen.
Mit dem züchterischen Niveau der ausgewählten Väter und der Qualität der in den Gruppen gezeigten Töchter wurde ein Level an Nachzuchtpräsentation erreicht, das die Kraft und Konsequenz des österreichischen Zuchtprogramms Fleckvieh Austria eindrucksvoll unter Beweis stellte – ein Niveau, wie es in dieser Breite und Geschlossenheit selten zuvor zu sehen war. Entsprechend groß war auch die Anerkennung aus dem Publikum.

Den Beginn machten die Töchter von GS DELUXE, die von GENOSTAR ausgestellt wurden. Die neun präsentierten Kühe bestätigten die Zuchtwerte ihres Vaters eindrucksvoll. Sie zeigten viel Größe, Breite, Länge und Tiefe, kombiniert mit tendenziell ebeneren Becken und funktionellen Fundamenten. Im Euterbereich überzeugten die Töchter durch eine sehr gute Voreuterlänge mit fester Anbindung – Eigenschaften, die den praktischen Anforderungen moderner Milchviehhaltung entsprechen.

Nachzuchtgruppe GS DELUXE

Nachzuchtgruppe GS DELUXE, Foto: Moy

Als nächste Gruppe wurden die Töchter von MAHINDRA P*S von der EUROgenetik präsentiert. Erstmals in der Geschichte der Bundesfleckviehschau wurde damit eine Nachzuchtgruppe eines genetisch hornlosen Fleckviehstieres auf dieser Bühne vorgestellt – ein starkes Signal für die Weiterentwicklung der Zucht in diesem Segment.
Auch im Exterieur bestätigten die acht präsentierten Töchter die eindrucksvolle Vererbungsstärke ihres Vaters. Die Kühe zeigten überdurchschnittlichen Wuchs, eine breite Vorhand sowie leistungsfähige Becken. Besonders hervorzuheben sind die stabilen Fundamente mit straffen Fesseln sowie die langen Euter mit optimal plazierten Strichen.

Nachzuchtgruppe MAHINDRA P*S

Nachzuchtgruppe MAHINDRA P*S, Foto: Moy

Als dritte Gruppe präsentierte GENOSTAR eine Töchterkollektion aus typischen WINTERTRAUM-Töchtern. Diese zeigten ein äußerst einheitliches Vererbungsbild und bestätigten die Stärken ihres Vaters in beeindruckender Weise. Die neun gezeigten Kühe verfügten über ein sehr feines und korrektes Skelett, ausreichend breite und optimal gelagerte Becken sowie funktionelle, langlebigkeitsorientierte Fundamente. Die Euter waren lang, gut aufgehängt und mit bestens plazierten Strichen ausgestattet.

Nachzuchtgruppe WINTERTRAUM, Foto: Moy

Nachzuchtgruppe WINTERTRAUM, Foto: Moy

Elitärer Jungzüchterwettbewerb

Am Samstagabend hieß es Bühne frei für die Jungzüchter. Die Besten der Besten aus allen Bundesländern wurden zu diesem kleinen, aber hochkarätigen Wettbewerb entsendet und stellten ihr Können im Schauring eindrucksvoll unter Beweis.
Als Preisrichter fungierten Nikolas Sauter, der die Tiere hinsichtlich ihres Typs beurteilte, sowie Johannes Christoph, der die Vorführleistungen bewertete.
In der Gruppe der jüngeren Vorführer überzeugte Roland Holzer (RZO) sowohl im Vorführbewerb als auch im Typbewerb und sicherte sich mit seiner Kalbin HALINA jeweils den ersten Platz. Auf den weiteren Plätzen folgten Leona Wallner (RZV) und Patricia Hauer (FIH) im Vorführbewerb sowie Leona Wallner (RZV) und Benedikt Schlöglmann (FIH) im Typbewerb.
In der Gruppe der älteren Vorführer setzte sich Michael Feldbaumer (RSTM) im Vorführbewerb mit seiner Kalbin NORINA Pp* durch. Auf den weiteren Rängen folgten Lena Premm (VFS) und Gregor Tschernitz (CR). Im Typbewerb ging der Sieg an Josef Mariacher (RZT) mit HEIDI, gefolgt von Lena Premm (VFS) und wiederum Michael Feldbaumer (RSTM).
Der Jungzüchterbewerb zeigte einmal mehr eindrucksvoll das hohe Niveau des züchterischen Nachwuchses in Österreich und unterstrich die Bedeutung der konsequenten Nachwuchsarbeit für die Zukunft der Fleckviehzucht.

Jungzüchter Gruppe 1: Sieger Vorführen: Kat.Nr. 256, Roland Holzer, 19 Jahre, mit HALINA, V: DESITERIO, B: Holzer, Pabneukirchen, RZO

Jungzüchter Gruppe 1: Sieger Vorführen: Kat.Nr. 256, Roland Holzer, 19 Jahre, mit HALINA, V: DESITERIO, B: Holzer, Pabneukirchen, RZO, Foto: Moy

Jungzüchter Gruppe 2: Vorführsieger Kat.Nr. 262, Michael Feldbaumer, 22 J., mit NORINA Pp*, V: MEGASTAR Pp*, B: Feldbaumer, Seckau, RSTM

Jungzüchter Gruppe 2: Sieger Vorführen: Kat.Nr. 262, Michael Feldbaumer, 22 J., mit NORINA Pp*, V: MEGASTAR Pp*, B: Feldbaumer, Seckau, RSTM, Foto: Moy

FleckScore-Weltcup – Wieder ein Erfolg für Österreich

Im Rahmen der Bundesfleckviehschau 2026 wurde in der Berglandhalle auch die Neuauflage des internationalen FleckScore-Weltcups ausgetragen.
Mit 53 Teilnehmern aus insgesamt neun Nationen war das Interesse an diesem Wettbewerb außerordentlich groß. Der Vorentscheid ging am Samstagnachmittag über die Bühne. Die Teilnehmer hatten die Aufgabe, fünf Kühe zu bewerten und ihre Einschätzungen möglichst nahe an jene der vorgegebenen Referenzwerte heranzuführen.

Die drei besten Bewerter qualifizierten sich für das große Finale, das am Abend unter großem Zuschauerinteresse stattfand. Unter der Moderation von Johannes Penz bewerteten die Finalisten – Josef Gaugl (Österreich), Fabian Schärz (Schweiz) und Thomas Gschossmann (Deutschland) – eine Fleckviehkuh live im Ring. Nach jeder Einzelbewertung wurden die Ergebnisse auf der großen Leinwand dargestellt und die Abweichungen zur Vorgabe unmittelbar sichtbar gemacht.
Mit Präzision, Schnelligkeit und Nervenstärke setzte sich Josef Gaugl aus Österreich klar durch und sicherte sich als Titelverteidiger erneut den Sieg beim FleckScore-Weltcup 2026. Den zweiten Platz belegte Fabian Schärz aus der Schweiz, Rang drei ging an Thomas Gschossmann aus Deutschland.

Den FleckScore Wettbewerb gewann Josef Gaugl (Österreich) vor Fabian Schärz (Schweiz) und Thomas Gschossmann (Deutschland)

Den FleckScore Weltcup gewann Josef Gaugl (Ö) vor Fabian Schärz (Schweiz) und Thomas Gschossmann (Deutschland)

Elite-Versteigerung – Spitzenpreise für Genetik „Made in Austria“

Den krönenden Abschluss des Samstagabend bildete eine quantitativ wie auch qualitativ stark besetzte Eliteversteigerung, die eindrucksvoll die hohe Nachfrage nach österreichischer Fleckviehgenetik unterstrich.
Im weiblichen Segment wurden neun genomische Jungrinder erfolgreich verkauft und erzielten einen Durchschnittspreis von knapp über 11.000 Euro. Ergänzt wurde das Angebot durch drei Jungkühe aus dem Ausstellungskontingent der Bundesfleckviehschau, die zu einem Durchschnittspreis von 7.500 Euro verkauft wurden. Das gefragteste weibliche Tier war eine reinerbig hornlose WASSERKRAFT P*S-Tochter aus dem Betrieb Penz Florian (RZO), die um einen Zuschlagspreis von 16.100 Euro den Besitzer wechselte.
Auch im Segment der Embryonen zeigte sich eine rege Nachfrage: Sieben angebotene Embryonenpakete konnten zu einem Durchschnittspreis von knapp über 1.400 Euro je Embryo abgesetzt werden.
Besonderes Interesse galt den Kandidaten im männlichen Segment der Versteigerung. Sieben genetisch hochinteressante Kandidaten wurden von den Besamungsstationen stark nachgefragt und erzielten einen Durchschnittspreis von knapp über 25.000 Euro.
Den absoluten Höhepunkt der Versteigerung bildete schließlich ein mischerbig hornloser KAISER5-Sohn aus dem Betrieb Ranftl Christoph (FIH), der nach einem spannenden Bieterduell für 63.200 Euro den Besitzer wechselte und damit das Interesse an Spitzengenetik aus Österreich bestätigte.

Auktionator Reinhard Pfleger

Auktionator Reinhard Pfleger, Foto: Moy

Kat 237 KÖNIG P*S, das teuerste Tier der elite-Versteigerung

Das teuerste Tier der Elite-Versteigerung: Kat 237 KÖNIG P*S, Foto: Moy

Das Interesse an weiblichen genotypisierten Elitetieren war groß

Sehr gefragt waren die genotypisierten weiblichen Tiere der Elite-Auktion, Foto: Moy

Resümee – Züchterfest mit internationaler Strahlkraft

Die Bundesfleckviehschau 2026 im Bergland war eine herausragende Veranstaltung und ein Züchterfest der Superlative. Von zahlreichen nationalen und internationalen Experten bestätigt, wurde einmal mehr sichtbar, welch hohes Niveau die österreichische Fleckviehzucht erreicht hat. Insbesondere in der Euterqualität konnte im Vergleich zur letzten Bundesschau 2022 ein weiterer deutlicher Entwicklungsschritt festgestellt werden – ein klares Zeichen für die konsequente Weiterentwicklung der Rasse in Österreich.

Mit den qualitativ beeindruckenden Nachzuchtkollektionen, deren Vertreterinnen auch im Hauptbewerb an vorderster Stelle zu finden waren, wurde die Leistungsfähigkeit und Zielgenauigkeit des Zuchtprogramms Fleckvieh Austria unter Beweis gestellt. Die präsentierten Tiere zeigten in ihrer Breite und Ausgeglichenheit genau jene Merkmale, die eine wirtschaftliche und nachhaltige Milchproduktion ermöglichen.

Die Berglandhalle in Niederösterreich bot ideale Rahmenbedingungen für eine Veranstaltung dieser Größenordnung. Über das gesamte Wochenende hinweg verfolgten mehrere tausend Besucher vor Ort das Geschehen am Schauring und sorgten für eine bis auf den letzten Platz gefüllte Halle. Neben Fachpublikum nutzten auch viele Konsumenten die Gelegenheit, sich ein Bild von der heimischen Rinderzucht zu machen – ein klares Signal dafür, dass Fleckvieh in der Mitte der Gesellschaft fest verankert ist.

Zusätzlich erwies sich das Konzept eines professionell produzierten Livestreams mit fundierter Kommentierung durch die Fleckviehexperten Andreas Selker und Rupert Viehhauser als voller Erfolg. Mit insgesamt über 18.000 Aufrufen an beiden Schautagen konnte eine beeindruckende Reichweite erzielt werden. Diese Zahlen belegen eindrucksvoll die nationale und internationale Strahlkraft der Bundesfleckviehschau sowie das große Interesse am österreichischen Fleckvieh.

Auch das umfassende Rahmenprogramm rund um die Schau – mit dem Internationalen Fleckviehforum, der Jubiläumsfeier „75 Jahre Fleckvieh Austria“ sowie einer hervorragend organisierten Stierpräsentation bei GENOSTAR trug wesentlich zum Gesamterfolg der Veranstaltung bei. Gäste aus mehr als 20 Nationen der Welt nutzten die Gelegenheit, sich vor Ort vom Zuchtfortschritt und der Leistungsfähigkeit des österreichischen Fleckviehs zu überzeugen.

Ziel von Fleckvieh Austria war es, einerseits eine würdige Bühne für die Präsentation der Leistungen der österreichischen Züchterfamilien zu schaffen und andererseits auf dieser internationalen Plattform Kunden, Partnern und Multiplikatoren den Zuchtfortschritt der Rasse Fleckvieh sichtbar zu machen. Beide Zielsetzungen konnten erreicht werden.

Fleckvieh Austria bedankt sich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie bei den zahlreichen Helferinnen und Helfern für ihren großen persönlichen Einsatz bei der Durchführung der Bundesfleckviehschau 2026. Ein besonderer Dank gilt dem NÖ Genetik Rinderzuchtverband für die aufwendige Organisation vor Ort im Bergland. Ebenso bedanken wir uns bei allen Ausstellern, unseren Mitgliedsverbänden und Besamungsorganisationen sowie bei den Sponsoren der Veranstaltung, deren Unterstützung ein derartig großes internationales Schaufenster für die Präsentation bäuerlicher Leistungen erst möglich macht.
Wir gratulieren allen Ausstellern zu ihren züchterischen Erfolgen und insbesondere den Besitzern der Siegerkühe sowie den Verkäufern der Eliteversteigerungstiere. Den Käufern wünschen wir viel Freude und Züchterglück mit ihren neu erworbenen Tieren.

Die Bundesfleckviehschau 2026 im Bergland wird als großes Züchterfest und als beeindruckendes internationales Schaufenster für die Leistungsfähigkeit der österreichischen Fleckviehzucht in Erinnerung bleiben und nachhaltige Impulse für zukünftige Entwicklungen setzen.

Autoren: Ing. Reinhard Pfleger, DI Corina Schmid-Schäfer, Ing. Ingrid Gspurning, Fleckvieh Austria