AMA-Info: Erzeugermilchpreis – Milchanlieferung Mai 2019

Die Erzeugermilchpreise sind im Mai 2019 wieder auf das Niveau der Vormonate Jänner bis März zurückgependelt. Im Schnitt zahlten die Molkereien und Käsereien ihren bäuerlichen Lieferanten für GVO-freie Qualitätsmilch mit 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß netto 37,55 Cent/kg beziehungsweise 42,43 Cent brutto.

Das bedeutet gegenüber dem Vormonat ein Minus von 0,32 Cent netto. Das Vorjahresniveau wurde gleichzeitig um 1,98 Cent übertroffen. Dies geht aus aktuellen Daten der Agrarmarkt Austria (AMA) hervor.

Der für Mai 2019 auf Basis 4,2% Fett und 3,4% Eiweiß ermittelte Erzeugerpreis von 37,55 Cent netto/kg bezieht sich auf den Durchschnitt aller Qualitäten. Für GVO-freie Qualitätsmilch ohne Bio- und Heumilchzuschlag zahlten die Molkereien durchschnittlich 34,85 Cent netto/kg, das waren um 0,4 Cent weniger als im Vormonat. Für Biomilch wurden im Mittel 44,82 Cent je kg erlöst (-0,31 Cent).

Auf Basis des natürlichen Fett- und Eiweißgehalts berechnet, lag der Milchpreis im Mai 2019 im Schnitt bei 37,45 Cent netto/kg. Für Juni erwartet die AMA einen leichten Rückgang auf 36,80 Cent (Durchschnitt aller Qualitäten und Inhaltsstoffe). Die Europäische Kommission rechnet für Mai 2019 mit einem durchschnittlichen EU-Erzeugermilchpreis von netto 34,11 Cent/kg, er liegt damit weiterhin über dem Vorjahresniveau.

Rückgang der Anlieferung abgeschwächt
Die österreichischen Molkereien und Sennereien haben im Mai 2019 exakt 292.679 t Rohmilch von ihren Lieferanten übernommen. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahresmonat eine um 0,4% geringere Milchanlieferung. Der Rückgang der Mengen ist, wie berichtet, seit August 2018 zu beobachten und hat sich nunmehr im Mai abgeschwächt (im April machte das Minus noch 1,6% aus). In der EU stieg die Milchanlieferung im April 2019 um 1,3% gegenüber dem Vorjahresmonat an. Der Trend des Lieferrückgangs war nur von kurzer Dauer, vor allem Irland (+15 %), Großbritannien (+4,4 %) und Polen (+2,8 %) haben die Anlieferung stark erhöht, wie die Kommission mitteilt.

Quelle: aiz.info