Automatische Melksysteme auf dem Vormarsch

Die Strukturen in der Milchviehhaltung ändern sich. Die Betriebe werden zunehmend größer, die durchschnittliche Kuhzahl und die Leistung werden weiterhin steigen. Spezialisierte Familienbetriebe mit 60 bis 80 Kühen werden künftig zunehmen und das automatische Melksystem (AMS) wird eine immer stärkere Rolle und Alternative zu herkömmlichen Melkständen spielen.

In Österreich sind mit Ende Oktober fast 500 Melkroboter in Betrieb, und immer mehr Landwirte beschäftigen sich mit dem Thema AMS. Darüber hinaus werden für größere Betriebe auch Zwei- und Dreiboxenanlagen installiert werden. Tatsache ist, dass der Melkroboter ausgereift ist, aber eine Reihe wichtiger Faktoren für die Entscheidungsfindung herangezogen werden muss.

Wichtige Entscheidungskriterien
Die Einsparung von Arbeitszeit und die Verbesserung der Arbeitsqualität als Gründe für einen Einstieg in das Robotermelken zu nennen, wäre zu einfach und bei weitem nicht ausreichend.
Es müssen auch Faktoren wie Stallbau (Neu-, Um- oder Zubau), Neigung, Interesse für Technik und PC, Fütterung, Personen sowie die Wirtschaftlichkeit hinterfragt werden.

Diese grundsätzlichen Fragen gilt es zu beantworten:
•    Worauf muss ich bei der Umstellung auf ein AMS achten?
•    Was ändert sich an meinem Tagesablauf?
•    An welche Funktionsbereiche im Stall ist zu denken?
•    Was ist bei der Fütterung im Roboter wichtig?
•    Wie kann ich eine gute Eutergesundheit sicherstellen?
•    Welche wirtschaftlichen Aspekte sind zu berücksichtigen?

(Auszug aus dem Artikel "Automatische Melksysteme auf dem Vormarsch", Fleckvieh Austria Magazin 6/15, von Max Fruhstorfer, LK OÖ)