Das neue Zuchtprogramm Fleckvieh AUSTRIA 2012

Bei Fleckvieh stehen seit 2 Jahren offizielle genomische Zuchtwerte bereit. Dass nun bereits Jungstiere im breiten Besamungseinsatz genutzt werden können, hat nach einer Umstrukturierung des Zuchtprogrammes verlangt. Das neue Fleckvieh Austria Zuchtprogramm wird im folgenden Artikel vorgestellt.

Im Rahmen des Forschungsprojektes OptiGene, das von der Rinderzucht AUSTRIA (ZAR) mit Unterstützung des Lebensministeriums durchgeführt wird, werden Zuchtziele, Gesamtzuchtwerte und Zuchtprogramme für die verschiedenen Rassen mit Nutzung der neuen Möglichkeiten der genomischen Selektion und der Gesundheitszuchtwerte an die Anforderungen der Züchter angepasst. Neben der Züchterumfrage lag der Schwerpunkt des Projektes im ersten Projektjahr auf der Optimierung des Fleckvieh-Zuchtprogrammes. Im Jahr 2000 wurde, ebenfalls im Rahmen eines Forschungsprojektes, das Zuchtprogramm Fleckvieh AUSTRIA ausgearbeitet, das nun durch das neue genomische Zuchtprogramm Fleckvieh AUSTRIA 2012 ersetzt wird. Dieses Zuchtprogramm ist das Werkzeug, das in den nächsten Jahren die Zuchtrichtung vorgeben soll.

Was ist anders durch die genomische Selektion?

Der Zuchtfortschritt pro Jahr wird durch die Remontierung (Selektionsintensität), die Streuung des Merkmals, die Sicherheit der Zuchtwertschätzung und das Generationsintervall bestimmt. Durch die genomische Zuchtwertschätzung eröffnen sich neue Möglichkeiten im Zuchtprogramm. Für Zuchtplanungsrechnungen wurden die verschiedenen aktuellen Populationsparameter (Erstkalbealter, Zwischenkalbezeit, Nutzungsdauer, Besamungsanteil etc.) und Kosten der Zuchtmaßnahmen bei Fleckvieh in Österreich erhoben. Diese Parameter wurden genützt, um verschiedene Fragestellungen und Maßnahmen im Zuchtprogramm zu untersuchen.
(Auszug aus dem Artikel „Das neue Zuchtprogramm Fleckvieh AUSTRIA 2012“ von Dr. Christa Egger-Danner, ZuchtData, und Dr. Alfons Willam, BOKU)