Ende August - Zeit zur Nachsaat

Ziel einer Über- oder Nachsaat ist das Schließen von Lücken, um dadurch einer drohenden Verunkrautung entgegenzuwirken. Ein günstiger Zeitpunkt ist Ende August bis Anfang September, wo aufgrund der geringeren Wachstumskurve („Sommerdepression“) der Konkurrenzdruck der Altnarbe als auch die Zeit zwischen Saat und Auflaufen am geringsten ist.

Nachsaatstriegel am FeldDas Verhältnis wertvoller Pflanzen zu Lücken entscheidet, ob eine Nachsaat erforderlich ist bzw. eine einfache Übersaat mittels Nachsaatstriegel bzw. Schlitzdrillverfahren genügt oder nicht.

Grundsätzlich muss vor einer Nachsaat zuerst ausnahmsweise ein Rasierschnitt erfolgen und dann solange gestriegelt werden, bis durch Herausstriegeln von Moos, Gemeiner Rispe etc. etwa 50 Prozent der Bodenoberfläche offen ist, das heißt, ausreichend Erde als „Saatbeet“ vorhanden ist.

Sorgenkind „Gemeine Rispe“
Ist die „Gemeine Rispe“ nicht zu stark im Bestand vertreten, kann versucht werden, durch intensiveres Striegeln ein Entfilzen der Grasnarbe zu erreichen. Bei einem Anteil von mehr als 15–20 Prozent ist meist eine Neuansaat notwendig, da sich die Rispe aufgrund des hohen Samenpotentials im Oberboden meist wieder durchsetzt. Hier hat sich der Einsatz einer Umkehrrotoregge, auch als „Pflug des Grünlandes“ bekannt, gut bewährt. Dadurch kann eine optimale Saatbeetvorbereitung für eine Neuansaat geschaffen und gleichzeitig das Unkrautsamenpotential eingearbeitet werden. (Auszug aus dem Artikel „Ende August – Zeit zur Nachsaat“ von Dipl.-HLFL-Ing. Josef Galler, LK Salzburg)