KM Ried, 29.06.2020- Marktbericht

Heimische Mast sichert hohe Kälberpreise

Bei der Versteigerung am 29. Juni in Ried wurden alle angebotenen 467 Kälber verkauft. Die Preise bei den Fleckviehstierkälbern sind im Vergleich zum letzten Markt noch einmal deutlich angestiegen und erreichten mit einem Durchschnittspreis von € 5,31 netto den bisherigen Höchstwert im heurigen Jahr. Neben den Mästern aus der Region waren die Kälber auch durch die Österreichische Rinderbörse und Firma Wiestrading sehr gefragt. Auch diese Kälber bleiben in Oberösterreich. Damit dies auch in Zukunft so bleibt und die Stierkälber in Oberösterreich gefragt bleiben, braucht es die passenden Rahmenbedingungen für die Stiermast. Dazu zählt ein Bekenntnis zur regionalen Produktion und eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung für Rindfleisch im Handel und der Gastronomie über die Zeit der Corona Pandemie hinaus.

Bei den weiblichen Zuchtkälbern waren die Preise vor allem in Abhängigkeit der Mutterleistung sehr unterschiedlich. Kälber mit passenden Leistungen erzielten Preise von über € 500,- netto. Den Höchstpreis von € 760,- netto erzielte ein Edelstein Kalb vom Betrieb Wiesner aus Weng. Dieses Kalb wurde von einem Osttiroler Züchter erworben.

Preisstatistik - Fleckvieh
Preise pro Kilo in Euro, netto (in Klammer die Anzahl der verkauften Kälber).

Durchschnittspreise des Kälbermarktes in Ried am 29. Juni 2020 und der vier vorhergehenden Märkte

Nächste Nutzkälberversteigerung des FIH:
13. Juli 2020
Versteigerungsbeginn: 10.30 Uhr

Autor: Dr. Josef Miesenberger, FIH