Mit „Klauen-Q-Wohl“ die Klauengesundheit der Herde im Griff

Landwirtinnen und Landwirte wünschen sich gesunde, leistungsbereite und problemlose Kühe. Je höher die Nutzungsdauer einer Kuh umso wirtschaftlicher wird diese für den Betrieb. Gute Klauengesundheit ist einer der wichtigen Faktoren, der stimmen muss, damit eine Kuh diesen Ansprüchen gerecht werden kann.

Klauenerkrankungen führen zu Lahmheiten, die wiederum häufig zum Abgangsgrund werden. Eine lahme Kuh frisst weniger, bewegt sich weniger, die Milchleistung sinkt, die Fruchtbarkeit nimmt ab und die Wahrscheinlichkeit, dass diese Kuh durch eine junge Kuh ersetzt werden muss, nimmt zu. Um Klauenproblemen und Lahmheiten vorzubeugen und sie zu behandeln, ist es wichtig, das Problem zu erkennen und zu einem möglichst frühen Zeitpunkt zu reagieren. Je früher das Problem erkannt und in Angriff genommen wird, umso geringer sind die Auswirkungen auf die Tiergesundheit und in Folge auch auf die Leistung der Tiere.

Dokumentation als Schlüssel zum Erfolg
Wie erkennt man jedoch, dass ein Klauenproblem vorliegt und wie es um die Klauengesundheit der Herde steht? Woher weiß man, was in Angriff genommen werden muss bzw. worauf geachtet werden sollte? Eine von einem Profi regelmäßig durchgeführte Klauenpflege und die Dokumentation dieser – nicht nur einmalig oder sporadisch, sondern als fixer Bestandteil des Herdenmanagements – ist ein Weg, der dabei unterstützen kann. Was Dokumentation im Bereich der Klauengesundheit bedeutet, welche Wege der Dokumentation es gibt, welche Chancen dadurch entstehen und was es mit „Klauen-Q-Wohl“ auf sich hat, wird im Folgenden dargestellt.

Projekt Klauen-Q-Wohl
Im Oktober 2017 startete das Projekt „Klauen-Q-Wohl“, ein Projekt der RINDERZUCHT AUSTRIA, die sich gemeinsam mit Partnern wie der Arbeitsgemeinschaft der österreichischen Klauenpfleger (AÖK) die Verbesserung der Klauengesundheit in Österreich zum Ziel gesetzt hat. Klauengesundheit kann durch Maßnahmen im Herdenmanagement und durch züchterische Strategien in Angriff genommen werden. Eine gute Datengrundlage, das heißt die Information über den Gesundheitszustand der Klauen der Einzeltiere, ist dafür eine wichtige Voraussetzung.

(Auszug aus dem Artikel „Mit „Klauen-Q-Wohl“ die Klauengesundheit der Herde im Griff", Fleckvieh Austria Magazin 6/18, von DI Marlene Suntinger, ZuchtData)