Projekt ADDA - was wünschen sich Landwirte

Die elektronische Datenverarbeitung hat auch, wie in vielen Bereichen des täglichen Lebens, auf den landwirtschaftlichen Betrieben Einzug gehalten. Die elektronische Erfassung von betriebsrelevanten Daten gehört zum Alltag. Die Landwirte können sich freuen - durch das Projekt ADDA soll sowohl die Dateneingabe als auch die Abrufbarkeit der Daten erleichtert werden.

Einerseits werden verschiedene Daten an unterschiedlichen Stellen gesammelt und stehen dem Landwirt oftmals nur umständlich oder gar nicht zur Verfügung, andererseits werden heutzutage Landwirte mit einer solchen Vielzahl von Informationen konfrontiert, die nur mehr schwer überblickbar sind. Eine Verbesserung dieser Situation soll mit Hilfe des Forschungsprojekts „ADDA“ erreicht werden.

Das Ziel von ADDA
Ein Schwerpunkt des Projekts liegt in der Ausarbeitung passender Lösungen für die Praxis, damit dem Landwirt wichtige Informationen für das Herdenmanagement in Zukunft mit weniger Erfassungsaufwand bedienerfreundlich zur Verfügung stehen. Ziel ist die Entwicklung von umfassenden Werkzeugen zur Bündelung der Datenfülle am Betrieb für ein optimales Management. Die Zusammenführung von Daten und  bessere Informationen versprechen für die Landwirte Zeitersparnis und Arbeitserleichterung im Betriebsmanagement. Um zu erfahren, wo in der Praxis Entwicklungsbedarf in diesem Bereich besteht, wurde im Frühjahr dieses Jahres eine Online-Fragebogenerhebung bei Landwirten und Tierärzten durchgeführt.

Das wurde erhoben …
23 Fragen wurden in verschiedene Themenblöcke aufgeteilt, von Fragen zum Betrieb und Betriebskennzahlen, über die heutige, aber auch zukünftige technische Ausstattung des Betriebes, den EDV-Anwendungen bis zur Aufzeichnung/Erfassung von Daten am Betrieb. Weitere Fragen zum Erhalt von Informationen für das Betriebsmanagement und Weiterentwicklungen von Datenschnittstellen dienten zur genaueren Abschätzung der in Zukunft gewünschten Anwendungen.  
Der Link zu den Fragebögen für Landwirte wurde an alle LKV-Betriebe ausgesendet, die auch den Tagesbericht Milch per Mail erhalten. Der Rücklauf der Fragebogenerhebung lag bei ca. 20 Prozent, was einer Teilnahme von 1.905 Betrieben entspricht, von denen 67 Prozent im Haupterwerb geführt werden und nur 33 Prozent im Nebenerwerb.

EDV – wichtiges Hilfsmittel
Wie wichtig nutzerfreundliche Anwendungen sind, zeigte sich bereits in den Angaben  über den Einsatz der EDV am Betrieb. So verwenden 96 Prozent der Befragten regelmäßig die EDV für das Meldewesen bzw. Berichtspflichten, ebenso setzen 70 Prozent der Fragebogenteilnehmer die EDV als Hilfsmittel für das Herdenmanagement ein.
(Auszug aus dem Artikel "Projekt ADDA: Hilfsmittel für Datenmanagement – was wünschen sich Landwirte?", Fleckvieh Austria Magazin 6/15, von Dr. Roswitha Weißensteiner, ZuchtData)