Z-Kuhlinie von Johann Schweighofer

Die Kühe aus der Zuchtherde von Johann Schweighofer in Rabenwald, Steiermark, sind aufgrund ihrer Erfolge auf Schauen den Fleckvieh-Insidern bestens bekannt. Die regierende Bundessiegerin der Stiermütter ist die GS RAU-Tochter ZIERDE. Sie hat auf der Bundesfleckviehschau 2013 in Rotholz die Fachwelt beeindruckt.

ZIERDE beweist jetzt mit ihren Nachkommen mehr und mehr, dass sie neben ihrer Qualität im Exterieur auch  eine genetisch äußerst wertvolle Kuhfamilie begründet hat.
Von links: ZIERDE (V.: GS Rau), ZEDER (V.: GS Mg), ZENKA (V.: Hurrican), ZORA (V.: Hurrican), AGENDA (V.: Messi), ZARINA (V.: Waldbrand), ZIRBE (V.: Vastic)Von links: ZIERDE (V.: GS Rau), ZEDER (V.: GS Mg), ZENKA (V.: Hurrican), ZORA (V.: Hurrican), AGENDA (V.: Messi), ZARINA (V.: Waldbrand), ZIRBE (V.: Vastic)

Intensive züchterische Nutzung
Die Gründerkuh der Z-Linie am Betrieb Schweighofer war eine auf einer Versteigerung zugekaufte GS MALHAX-Tochter aus dem Zuchtbetrieb Franz Gaugl, Mönichwald. Aus ihr stammte dann ROMEL-Tochter ZITA, die mit sehr starkem Exterieur auffiel und 2009 auf der Bundesfleckviehschau erstmals ein positives Bild hinterließ und dann Gesamtsiegerin der ersten Wechsellandschau wurde.
ROMEL-Tochter ZITASie war die erste Kuh im Stall von Schweighofer, die über Embryotransfer genutzt wurde. Aus heutiger Sicht war ZIERDE das wertvollste Zuchtprodukt aus dieser Spülung. Aber auch ihre Schwestern und deren Nachfahren überzeugten mit ihrem Exterieur.

ZIERDE – zentrale züchterische Bedeutung
GS RAU-Tochter ZIERDEMit dem Bundessieg richtete sich der Fokus der Familie Schweighofer auf diese Ausnahmekuh. Allerdings wurde nicht ZIERDE selbst gespült, weil der Besitzer bei ihren Nachkommen das größere züchterische Potenzial sah. Ihre frühe Tochter ZEDER (V: GS MG) zeigte über die Zuchtwertschätzung einen hohen genetischen Wert und ihre Gene wurden in der Folge über ET vervielfältigt. Daraus entstammten auf der männlichen Seite zwei Kandidaten, die von GENOSTAR in den Besamungseinsatz übernommen wurden: WEB-Sohn GS WM und die Linienalternative GS PETERHANS (V: PAZIFIK).

Erfolg mit GS MG x HURRICAN
Auf der Seite ihrer weiblichen Nachkommen fielen zwei genomisch sehr hoch geschätzte HURRICAN-Töchter auf. Beide wurden als Jungrinder gespült und vererbten auf einem beeindruckend hohen genetischen Level. 

HURRICAN-Tochter ZORAInsbesondere HURRICAN ZORA setzte mit den Vätern MAHANGO und HUBRAUM äußerst konkurrenzfähige männliche Kandidaten in die Welt. Ihre MAHANGO-Söhne sind in der Hornloszucht so ziemlich das Beste, das derzeit heranwächst.

Ursprünglich nicht besonders beachtet, bewährt sich derzeit die Nachzucht eines MANITOBA-Sohnes aus ZIERDE und stellt die Vererbungskraft hinsichtlich Exterieur in diesem Kuhstamm unter Beweis. MESSI (Manitoba x Zierde) wurde aufgrund etwas zu niedriger Leistungszuchtwerte nicht in den Besamungseinsatz überstellt und wurde dann am Betrieb Schweighofer im Natursprung außerhalb des Z-Stammes eingesetzt. Aktuell stechen einige Jungkühe in der Schweighofer-Herde besonders ins Auge – und das sind Töchter des ZIERDE-Sohnes MESSI.

MESSI-Tochter AGENDAMESSI-Tochter AGENDA

Steiermarkschau 19. November
Auch auf der Steiermarkschau am 19. November 2016 im Rinderzuchtzentrum Traboch wird die eine oder andere Kuh aus dem Z-Stamm zu sehen sein. Ein Highlight der Eliteauktion wird eine MINT-Tochter mit goGZW 130 aus der WALDBRAND-Tochter ZARINA sein.

Leidenschaft und Konsequenz
Johann Schweighofer mit „seiner“ ZIERDEJohann Schweighofer mit seiner Bundessiegerin ZIERDE

Wer den Züchter Johann Schweighofer kennt, weiß, dass er mit großer Leidenschaft züchtet und seine Kühe mag. Durch die Konsequenz in seinen züchterischen Maßnahmen ist es ihm gelungen, die außergewöhnliche Genetik des Z-Stammes zu entwickeln und an die absolute Spitze zu führen. Die Fleckviehwelt wird von seiner Leidenschaft und Konsequenz profitieren.

Autor: DI Peter Stückler, Rinderzucht Steiermark