ZAR-Generalversammlung mit Wahlen am 9.4.2019

Stefan Lindner aus Oberndorf in Tirol wurde von der Vollversammlung der Zentralen Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter (ZAR) am 9. April im Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus einstimmig für eine weitere dreijährige Periode zum Obmann gewählt. Als Stellvertreter wurde Ing. Sebastian Auernig, Obmann von Fleckvieh Austria und kärntnerrind, bestätigt.

Neu in die Statuten wurde ein zweiter Obmannstellvertreter installiert. Diese Funktion wird zukünftig Ing. Thomas Schweigl aus Wildermieming in Tirol, Obmann von Braunvieh Austria und Präsident der Europäischen Braunviehzüchter, übernehmen.

Weiters neu ins Vorstandsteam kommt zu den sieben Vertretern der Mitgliederorganisationen Rinderzuchtverbände, Landeskontrollverbände, Landwirtschaftskammern, Besamungsdienstleister und Rassenarbeitsgemeinschaften ein Vertreter der Jugendorganisationen. Diese starke Stimme für die Jugend wird der Obmann der Österreichischen Jungzüchtervereinigung, Andreas Wurzinger aus Puchberg am Schneeberg, zukünftig vertreten.

Zu den bisherigen Vorstandsmitgliedern Hermann Gruber (Obmann Holstein Austria), Dr. Thomas C. Jutz (Tierzuchtdirektor Landwirtschaftskammer Vorarlberg, Geschäftsführender Obmann Vorarlberg Rind), DI Franz Kaltenbrunner (GF Rinderzuchtverband Oberösterreich und Besamungsstation OÖ) kommt Ing. Andreas Täubl (Obmann Landeskontrollverband Steiermark).

Rinderzüchter haben Perspektiven
Stefan Lindner bedankte sich für das große Vertrauen und sieht dies als Bestätigung, den eingeschlagenen Weg der zukunftsorientierten Ausrichtung der ZAR, die durch die Zukunftswerkstätte der ZAR und der Tochtergesellschaft ZuchtData eingeleitet wurde, weiterzuführen. „So wird sich die Rinderzucht Austria zukünftig verstärkt dem Bereich Forschung und Entwicklung widmen, um nachhaltig die Rinderzucht in bäuerlicher Hand zu erhalten. Nur mit Qualitätsproduktion kann sich die kleinstrukturierte heimische Landwirtschaft auf den internationalen Märkten behaupten. Dazu ist der verstärkte Einsatz der Digitalisierung und der Datenvernetzung von großer Bedeutung.“

Agrarpolitischer Ausblick von Georg Strasser
Georg Strasser, Präsident des Österreichischen Bauernbundes, gab in seinem Gastreferat einen aktuellen Überblick sowie neueste Informationen zu den derzeit brisanten agrarpolitischen Themen. „Es ist wichtig, dass die Rinderzüchter Perspektiven haben, denn sie sind ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor für den ländlichen Raum. Landschaftspflege, Alm- und Kulturlandschaft, Tourismus und regionale Lebensmittel hängen eng mit der Rinderzucht zusammen, die es alle zu erhalten gilt“, motivierte Strasser die aus ganz Österreich angereisten Funktionäre und Geschäftsführer.

Im Rahmen der Vollversammlung freute sich Obmann Lindner Simone Schmiedtbauer, Spitzenkandidatin des Österreichischen Bauernbundes, die im EU-Parlament die heimische Landwirtschaft vertreten will, begrüßen zu können. Sie betonte in ihrer Vorstellung die Wichtigkeit einer starken Vertretung der Anliegen der österreichischen Bäuerinnen und Bauern und der Rinderzüchterinnen und Rinderzüchter in Brüssel, für die sie sich mit Handschlagqualität einsetzen werde.

Autor: DI Lukas Kalcher, ZAR