ZV Traboch, 12.3.2019 - Marktbericht

Nachfrage übersteigt Angebot – positive Absatzlage!

Die Zuchtrinderversteigerung am 12. März in Traboch, Steiermark, war gekennzeichnet von einem qualitativ sehr guten, aber zu kleinen Angebot an Zuchtrindern. Der Ausfall von rund 25 Prozent der angemeldeten Tiere ist in dieser Marktphase doppelt schade. Über Jahre hinweg beobachtet sind die Frühjahrsversteigerungen eine besonders attraktive Möglichkeit zur Vermarktung von Zuchtrindern.
Das Angebot der Fleckviehjungkühe war qualitativ äußerst beeindruckend. Mehrere Kühe, welche durchaus Schaupotential zeigten, konnten zu sehr guten Preisen vermarktet werden. Hinsichtlich Qualität und Präsentation der Tiere ist den Beschickern ein besonderes Lob auszusprechen. Eine kleinere Anzahl an Kühen aus Biobetrieben traf auf eine sehr lebhafte Nachfrage. Leider konnten in diesem Segment nicht alle Käuferwünsche erfüllt werden. Der Markt könnte ein größeres Angebot aktuell durchaus aufnehmen.

Den Tageshöchstpreis bei den Fleckvieh-Jungkühen erzielte eine EPINAL-Tochter mit hoher garantierter Milchmenge und starkem Typ aus dem Zuchtbetrieb von Erich Aigner in Turnau. Diese Spitzenkuh wurde um einen Preis von 2.900 Euro von einem Zuchtbetrieb aus Bayern erworben.

EPINAL-Tochter vom Zuchtbetrieb Erich Aigner, TurnauEPINAL-Tochter vom Zuchtbetrieb Erich Aigner, Turnau
Das Segment der Kälber und Jungkalbinnen war stark besetzt. Die Nachfrage war gegeben, wobei eine Qualitätsdifferenzierung festzustellen war. Aufzuchtbetriebe aus mehreren Bundesländern Österreichs bedienten sich bei dieser Kategorie. Zahlreiche gut entwickelte Jungrinder konnten Spitzenpreise erzielen.   
Ein absolutes Highlight des Tages war ein hochtypisiertes WALK-Jungrind aus dem extensiv wirtschaftenden Biobetrieb von Christine Bischof in Bruck an der Mur. Dieses korrekte Tier wurde nach einer aufsehenerregenden Bieterrallye um 4.060 Euro Zuschlag von einer Züchtergemeinschaft aus der Steiermark erworben.

WALK-Jungkalbin vom Betrieb Bischof Christine, Bruck an der MurWALK-Jungkalbin vom Betrieb Bischof Christine, Bruck an der Mur
Das Angebot an trächtigen Kalbinnen war sehr überschaubar, was auf stärkere Exportankäufe in diesem Segment in den letzten Wochen zurückzuführen ist. Den Tageshöchstpreis erzielte eine RALDI-Tochter vom bekannten Aufzuchtbetrieb Hartleb Peter, Rachau. Diese formatvolle Kalbin wechselte um 2.420 Euro netto in einen aufstrebenden Zuchtbetrieb nach Seckau.

RALDI-Tochter vom Aufzuchtbetrieb Hartleb Peter, RachauRALDI-Tochter vom Aufzuchtbetrieb Hartleb Peter, Rachau

Preisstatistik Fleckvieh
Preise pro Stück in Euro, netto (in Klammer die Anzahl der verkauften Tiere)
 Durchschnittspreise der Zuchtrinderversteigerung in Traboch am 12. März 2019 und der drei vorhergehenden Märkte* garantierte Einsatzleistung

Nächste Zuchtrinderversteigerungen der Rinderzucht Steiermark:
16. April in Greinbach
25. April in St. Donat
07. Mai in Traboch

Autoren: Ing. Reinhard Pfleger u. Georg Steiner, Rinderzucht Steiermark