Zweite Jahreshauptversammlung von vorarlbergRind

Am 9. März 2019 trafen sich im BSBZ Hohenems Ehrengäste aus nah und fern und alle Vorarlberger Rinderzüchter, um der Jahreshauptversammlung von vorarlbergRind beizuwohnen, die vom Geschäftsführer Dr. Thomas C. Jutz abgehalten wurde.

Volles Haus bei Jahreshauptversammlung 2019 von vorarlbergRindVolles Haus herrschte bei der Jahreshauptversammlung 2019 von vorarlbergRind.

Auch für die Fleckviehzüchter gab es viel Erfreuliches zu berichten. Der hohe Anstieg in den Herdebuchzahlen ist heuer hauptsächlich dem Zusammenschluss der einzelnen Vereine geschuldet und dieser Trend kann erst nächstes Jahr wieder seriös beurteilt werden.

Dass es momentan eher aufwärts geht, kann man aber auch davon ableiten, dass Fleckvieh beim Zuchtvieh momentan im Lande immer ausverkauft ist und die Züchter und Züchterinnen kräftig auf den Versteigerungen in Restösterreich zuschlagen.

Züchterisch setzte man in Vorarlberg im vergangenen Jahr im Bundesländervergleich den höchsten Euterzuchtwert und den höchsten Fleischwert ein. Letzteres erleichtert die Nutzkälbervermarktung ungemein und die heimischen Mäster bedienen sich mit gutem Appetit. Etwa zwei Punkte unter dem Österreich-Schnitt liegt man aktuell im GZW. Da in besagten Auswertungen weder die Sicherheit noch im GZW das Exterieur berücksichtig werden, kann man das mit Gelassenheit analysieren. Zum einen werden von Vorarlbergs Züchtern entgegen internationaler Trends 75 Prozent nachkommengeprüfte Vererber eingesetzt. Zum anderen ist man, wie bereits erwähnt, im Exterieur nicht schlecht unterwegs. Zusätzlich wird seit zwei Jahren ein konsequentes, reines A2A2-Milch-Besamungsprogramm gefahren. Sollten zukünftig die Herdebuchkuhzahlen stagnieren und vermehrt Zuchttiere zur Vermarktung anfallen, erhofft man sich durch die Erhöhung der Genfrequenz einen weiteren Marktvorteil.

Hannes Royer vom Verein "Land schafft Leben" und ZAR-Obmann Stefan Lindner hielten die Spannung mit ihren Vorträgen hoch. Royer gab Einblicke in die Machenschaften von Handelsriesen und das Verhalten von Konsumenten und zeigte auch schonungslos dahingehendes Fehlverhalten in der Vorbildfunktion auf, die Bäuerinnen und Bauern eigentlich haben sollten. Lindner fesselte, alleine schon wegen der Aktualität der Themen Tierwohl und Tiertransporte aus Sicht der ZAR, das Auditorium.

Bei den Ehrungen standen dann bei Fleckvieh Urkunden und Tafeln für Managementawards und Dauerleistungskühe parat. Bei den züchterischen Erfolgen wurden unter anderem auch hohe Genotypisierungen von Vorarlberger Fleckviehtieren erwähnt.
Obmann-Stv. Johann Kaufmann, FV-Züchter mit der Auszeichnung zum Managementaward, ÖKL Präsident Josef Moosbrugger, LR Christian Gantner (v. l.)Obmann-Stv. Johann Kaufmann, FV-Züchter mit der Auszeichnung zum Managementaward, ÖKL Präsident Josef Moosbrugger, LR Christian Gantner (v. l.)

ÖLK Präsident Josef Moosbrugger und Landesrat Christian Gantner beendeten mit ihren Grußworten den Abend. Sie gratulierten noch einmal zur Bündelung der Kräfte und zum ersten gemeinsamen erfolgreichen Jahr.

Autor: Mag. Gerhard Fruhauf, vorarlbergRIND
Fotos: Kuno Staudacher,
vorarlbergRIND
15.3.2019