Die Organisation der österreichischen Fleckviehzucht

In der Republik Österreich ist die Tierzucht in den einzelnen Bundesländern durch Landesgesetze zur Förderung der Tierzucht geregelt. In diesen Gesetzen sind alle Fragen der Anerkennung von Züchtervereinigungen, der Führung der Herdebücher, der Ausstellung von Abstammungsnachweisen, die Bestimmungen für die Körung von männlichen Vatertieren, die künstliche Besamung, die Einfuhr vonT iersamen und Embryonen und die Aufgaben der Gemeinden für die Vatertierhaltung sowie der Tiergesundheit geregelt.

Um über die Landesgrenzen hinaus eine einheitliche Vorgangsweise bei verschiedenen Maßnahmen zu finden, sind die einzelnen in Österreich gehaltenen Rinderrassen zu Rassenarbeitsgemeinschaften zusammengeschlossen. Innerhalb dieser Arbeitsgemeinschaften werden die notwendigen Beschlüsse für Zuchtprogramme, für die gemeinsame Werbung der Rasse und für sonstige organisatorische Maßnahmen getroffen.

Die Zuchtverbände, Rassenarbeitsgemeinschaften und die Landwirtschafskammern der einzelnen Bundesländer sind in der Zentralen Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter vertreten. Diese hat ihren Sitz in Wien und führt alle Maßnahmen durch, die im gesamtösterreichischen Interesse liegen. Durch die ZAR wird auch die Verrechnung und Auswertung der Ergebnisse der Leistungskontrolle mit einer zentralen EDV-Anlage durchgeführt.

Die Arbeitsgemeinschaft österreichischer Fleckviehzüchter ist mit ihren 11 Mitgliedsverbänden und ca. 15.000 Zuchtbetrieben die weitaus größte Züchtergemeinschaft in Österreich. Aufgaben und Zielsetzungen sind in den Vereinssatzungen festgelegt:

Die AGÖF bezweckt die Interessensvertretung der österreichischen Fleckviehzucht, die Förderung der Bestrebungen und die Durchführung von Maßnahmen, die auf die direkte Verbesserung der heimischen Fleckviehzucht und deren Geltung im In- und Ausland hinzielen. Die AGÖF ist unpolitisch.

Die Österreichkarte zeigt die Versteigerungsorte