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Kurzinfo Fleckvieh Austria

Populationsumfang 2016/2017

14.776 Herdebuchzuchtbetriebe halten 303.844 eingetragene Zuchtkühe, 73 % aller Zuchtbetriebe liegen in benachteiligten Gebieten.

Insgesamt leben in Österreich 1,475.929 Fleckviehtiere, das sind 76,0 % des Gesamtrinderbestandes (2015/2016).

Leistungsstand-Milch 2016/2017

259.151 Vollabschlüsse der Herdebuchkühe erzielten 7.393 kg Milch, 4,16 % Fett, 3,42 % Eiweiß und 560 kg Fett + Eiweiß. Die Leistungen der 71.369 Vollabschlüsse der Erstlingskühe lagen bei 6.704 kg Milch, 4,14 % Fett, 3,39 % Eiweiß und 505 kg Fett + Eiweiß.

Leistungsstand-Fleisch 2015/2016

Auf den zwei Eigenleistungsprüfstationen Rosenau (Niederösterreich) und Kalsdorf (Steiermark) wurden bei insgesamt 180 geprüften Jungstieren am 420. Lebenstag 1.363 g tägliche Zuwachsleistung erzielt. 496 gekörte Herdebuchstiere wiesen eine tägl. Zuwachsleistung von 1.331 g auf. Das österreichische Fleckvieh ist auch in der Mutterkuhhaltung die wichtigste Mutterrasse.

Künstliche Besamung, Zuchtprogramm und Zuchtziel

Etwa 96 % aller Fleckviehrinder in Herdebuchbetrieben werden künstlich besamt.

Im Rahmen des Projektes „Optigene“ wurde 2012 ein neues  genomisches Zuchtprogramm ausgearbeitet. Im Zuchtprogramm werden die Möglichkeiten genutzt, die die Genomselektion bietet.

Das neue Zuchtprogramm sieht vor, dass ca. 1.200 Jungstiere ausgewählt und genotypisiert werden. Sie werden als „Kandidaten“ bezeichnet, ihre Mütter als „Kandidatenmütter“. Aus dieser Gruppe werden 60 Jungstiere (JS) für die Künstliche Besamung selektiert. 50 Prozent der Besamungen bei den Herdebuchkühen und 75 Prozent bei den Kandidatenmüttern werden mit diesen Jungstieren durchgeführt. Aufgrund der Nachkommenleistung werden zehn dieser Jungstiere selektiert und als nachkommengeprüfte Stiere eingesetzt, zusätzlich zu gezielt ausgewählten internationalen Stieren.   
Mit dem neuen genomischen Zuchtprogramm kann der Zuchtfortschritt deutlich gesteigert werden. Aktuell wurde bei den Geburtsjahrgängen der Stiere von 2006 bis 2011 im Durchschnitt pro Jahr ein Zuchtfortschritt von + 4,2 Gesamtzuchtwert-, +2,8 Milchwert-, + 1,3 Fleischwert- und + 2,6 Fitnesspunkten erzielt. (Quelle: RINDERZUCHT AUSTRIA Jahresbericht Ausgabe 2012)

Vermarktung 2016/2017

Auf über 134 Zuchtrinderversteigerungen auf 15 Standorten werden jährlich 21.000 - 28.000 Fleckviehtiere (Stiere, Kühe, Kalbinnen, Zuchtkälber) vermarktet. Zusätzlich gelangen rund 8.400 Zuchttiere im Wege der Ab-Hof-Vermarktung zum Verkauf. Insgesamt werden ca. 20.000 Fleckviehzuchtrinder exportiert. Darüber hinaus wird Genetik im Container (Sperma, Embryonen) von den österreichischen Rinderbesamungsstationen am in- und ausländischen Markt über die Genetic Austria angeboten. Besonderes Interesse finden die Fleckviehkälber für die Qualitätskalb- und Rindfleischerzeugung. Etwa 65.000 Stück werden pro Jahr über die Zuchtverbände vermittelt.

Die Selektionsgrundlage ist der ökonomische Gesamtzuchtwert, welcher gleichzeitig auch die Definition des Zuchtzieles für das österreichische Fleckvieh darstellt. Milch : Fleisch : Fitness sind im Verhältnis von 38 : 18 : 44 gewichtet. Die Fitnessmerkmale Nutzungsdauer, Fruchtbarkeit, Eutergesundheit, Kalbeverlauf, Vitalitätswert, Persistenz, Melkbarkeit, haben in Summe hohe wirtschaftliche Gewichte. Weitere Selektionsmerkmale sind die Exterieureigenschaften Rahmen, Bemuskelung, Fundament, Euter. 

Die Arbeitsgemeinschaft österreichischer Fleckviehzüchter (AGÖF) mit ihren 11 Mitgliedsverbänden ist bestrebt, auf nationaler und internationaler Ebene durch bestmögliche Kooperation im züchterischen Bereich sowie durch modernes Marketing den fleckviehhaltenden Betrieben jene Hilfestellung zu gewähren, die sie zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit benötigen.