KM Ried 17.08.2026 – Marktbericht
Kälbermarkt bleibt angespannt
Bei der Kälberversteigerung am 17. August in Ried i. I. (Oberösterreich) war das Angebot wiederum sehr groß und es wurden 509 Kälber verkauft. Wie schon bei der letzten Versteigerung war auch diesmal aufgrund der Trockenheit die Einstellbereitschaft deutlich verhaltener und es kam zu weiteren Preisrückgängen in allen Kategorien. Der Anteil der privaten Käuferschaft war wieder hoch mit 62 %. Die Firmen Wiestrading, Agrarmarketing Gerner und Österreichische Rinderbörse erwarben rund 38 % der Kälber.
Die Fleckviehstierkälber konnten das Niveau der letzten Versteigerung nicht halten, wobei der Rückgang geringer als erwartet war. Der Durchschnittspreis reduzierte sich um 23 Cent auf € 7,19 netto, bei einem Gewicht von 99 kg. Besonders auffallend war die unterschiedliche Qualität der Kälber, welche sich in Form der großen Preisspanne bemerkbar machte. Kälber mit unterdurchschnittlicher Entwicklung unterliegen derzeit großem Preisdruck. Im Gegenzug konnten gut mastfähige Kälber mit altersgerechter Entwicklung Preise bis € 9,10/kg netto erlösen. Wir empfehlen daher, die Kälberentwicklung besonders ins Auge zu fassen, um auch in den nächsten Wochen zufriedenstellende Preise zu erzielen.
Bei den männlichen Fleischrassekreuzungen kam es ebenso zu Preisrückgängen. Gefragt sind bei den WBB Kreuzungen Kälber im leichteren Gewichtsbereich, welche Kilopreise bis € 11,40 netto erzielen. Der Durchschnittspreis lag bei € 8,63 netto.
In der Kategorie der weiblichen Kälber kam es bei dieser Versteigerung zu einer deutlichen Korrektur. Aufgrund der Trockenheit und der daraus resultierenden Futterknappheit auf den Betrieben, kommen besonders weibliche Kälber unter Druck, welche vorwiegend von grünlandbasierten Betrieben gekauft werden. Der Durchschnittspreis reduzierte sich bei den Zuchtkälbern auf € 5,25/kg netto und Nutzkälbern auf € 4,94/kg netto deutlich.
Preisstatistik – Fleckvieh
Preise pro Kilo in Euro, netto




