Der Betrieb von Familie Leonhartsberger liegt im nordwestlichen Waldviertel im Bezirk Zwettl. Auf einer Seehöhe von rund 700 Metern befindet sich die Heimat von Jungvererber GS HINBLICK, der aus der erfolgreichen Z-Kuhlinie von Robert Leonhartsberger stammt. GS HINBLICK eignet sich für die Besamung von Kalbinnen und besticht durch ein ausgewogenes Vererbungsprofil.
Familie Leonhartsberger: Katharina, Robert, Johannes, Johann und Mathilde
Der Betrieb Leonhartsberger in Groß Gerungs, Niederösterreich
Am Zuchtbetrieb arbeiten zwei Generationen zusammen. Die Eltern von Robert, Johann und Mathilde, gehen täglich in den Stall und unterstützen auch sonst die junge Züchterfamilie bei allen anfallenden Arbeiten in der Landwirtschaft. Dass die Leonhartsbergers begeisterte Züchter sind, merkt man auch beim Nachwuchs. Sohn Johannes ist schon mit dem „Züchterfieber“ infiziert und zeigt im Alter von sieben Jahren bereits großes Interesse an den Rindern. Er hilft fleißig bei der Stallarbeit und kennt sich mit den Abläufen am Hof sehr gut aus.
Moderner Laufstall
Bis 2017 wurden 15 Kühe im Anbindestall gehalten. 2015 erfolgte der Start für den Umbau zum Liegeboxen-Laufstall mit Schrapper, um den heutigen Ansprüchen an die Tierhaltung gerecht zu werden. Die weibliche Nachzucht ist bereits seit 1983 in einem Laufstall untergebracht.
Der Laufstall für das Milchvieh bietet Platz für 35 Kühe. Ein 2 x 2-Autotandem-Melkstand wurde als Melksystem errichtet. Der moderne Kraftfutterautomat erleichtert die passgenaue Zuteilung des Kraftfutters. Die aktuellen Probemelkergebnisse, welche der Landeskontrollverband bereitstellt, werden eingespielt. Die Kraftfutterstation berechnet anhand dieser Grundlage automatisch die benötigten Rationen individuell für jedes Tier.
Futtermischwagen im Einsatz
Seit 2024 erfolgt die Zuteilung des Grundfutters mittels Futtermischwagen. Aufgrund der Lage des Betriebes ergibt sich eine Grundfutterverteilung von 20 Prozent Mais und 80 Prozent Grassilage, aufgewertet mit Raps, Getreide und Mineralstoffen. In der Kraftfutterstation wird den Kühen Fertigfutter angeboten. Diese Kombination stellt eine bedarfsgerechte Versorgung des Rinderbestandes sicher.
Erfolgreich durch Genotypisierung
Betriebsführer Robert Leonhartsberger erkannte das Potential der Genotypisierung sehr rasch. Aktuell nimmt er am Typisierungsprojekt „FoKUHs Herde“ teil. Im Zuge dessen wird jedes weibliche Kalb typisiert. Die dadurch gewonnenen Daten bilden nicht nur einen Teil der Entscheidungsgrundlage für den Betriebsführer, womit er das Zuchtwertniveau der eigenen Herde erhöhen kann, sondern tragen im Single Step auch wesentlich zur Verbesserung der genomischen Zuchtwertschätzung bei.
Die intensiven Bemühungen und das züchterische Interesse der jungen Familie lohnten sich. Ihr Stier GS HINBLICK (V: Hopfen) schaffte heuer den Sprung in die Riege der Besamungsstiere von Genostar.
GS HINBLICK (Hopfen x Manaus), ein hoffnungvoller Jungvererber
GS HINBLICK ist breit einsetzbar und punktet mit einem sehr ausgeglichenen Balkendiagramm. Es werden eine solide Milchleistung und mittelrahmige Tiere mit sehr langen Eutern erwartet. Aufgrund des Kalbeverlaufs ist dieser Stier problemlos auf Kalbinnen einsetzbar und besticht durch seine hohe Fettprozentvererbung. Die Mutter von GS HINBLICK, ZITA (Manaus x Oreo), ist eine ausgesprochen problemlose und leistungsbereite Kuh, welche ebenfalls mit hohen Inhaltsstoffen punkten kann. Ihre Stärken spiegeln sich auch im Vererbungsprofil des Stieres wider.
Z-Linie auf Erfolgskurs
Die Z-Linie der Familie Leonhartsberger ist derzeit eine kleine, aber ausgesprochen feine Kuhfamilie. Sie umfasst aktuell ungefähr zehn Prozent der Herde.
ZITA, die Mutter von GS HINBLICK
Die Halbschwester von GS HINBLICK, ZORRI, konnte man im März 2025 beim Kuhfrühling in Zwettl im Rahmen der Nachzuchtgruppe von GS WUNDAWUZI mit ihrem langen und drüsigen Euter bewundern. Aktuell steht ein SNOWMAN-Sohn von ihr auf der Eigenleistungsprüfstation in Rosenau.
Die Herde von Familie Leonhartsberger punktet mit einer auffallend guten Streuung von eingesetzten Jungstieren. Betriebsführer Robert hofft auch in Zukunft auf züchterische Erfolge.
Bei den weiblichen Tieren befinden sich momentan folgende interessante Tiere auf dem Betrieb: Die Jungkalbin MILA (Heiss x GS Wunderino) mit einem gGZW von 139, Erstlingskuh ZORRI (GS Wundawuzi x Manaus) mit einem gGZW von 139 sowie die Jungkalbin ZITRONE (Wundawerk x Manaus) mit einem gGZW von 138 und Kuh ZITA (Manaus x Oreo) mit einem gGZW von 136.
ZORRI (V: GS Wundawuzi), die Halbschwester von GS HINBLICK
Embryotransfer in Planung
Die Zuchtstrategie der motivierten Familie soll wie bisher weiterverfolgt werden. Der Einsatz der jüngsten Genetik wird forciert, das Genotypisieren der Kälber wird weiterhin als Entscheidungsgrundlage dienen, welche Tiere am Betrieb verbleiben. Der Embryotransfer soll in Zukunft eine wichtige Rolle spielen, um den Zuchtfortschritt weiter voranzutreiben. Aktuell werden GS METRIS, GS HAGELWIND, GS HOFTRAUM und GS HINBLICK für die künstliche Besamung verwendet.
Vermarktung in Zwettl
Die genotypisierten, interessanten männlichen Kandidaten kommen zur Aufzucht auf die Eigenleistungsprüfstation in Rosenau. Die übrigen männlichen Kälber vermarktet der Betrieb über den Nutzkälbermarkt in Zwettl. Weibliche Tiere werden am Betrieb aufgezogen und laufend über die Zuchtviehmärkte in Zwettl vermarktet.
NÖ Genetik und GENOSTAR bedanken sich für die gute Zusammenarbeit und wünschen der Familie weitere züchterische Erfolge.









