Am 01. April 2026 fand in Rotholz (Tirol) die bereits fünfte Frühjahrsversteigerung statt. Insgesamt wurden 408 Tiere aller Rassen aufgetrieben, wovon 389 Tiere auch tatsächlich verkauft wurden. Das entspricht einer Verkaufsquote von über 95 Prozent. Die derzeit angespannte Situation am Milchmarkt sorgt weiterhin für keine Entspannung. Auch die Schlachtpreise stehen aktuell unter Druck, wodurch – entgegen der für diese Jahreszeit üblichen Entwicklung – keine spürbar stärkere Nachfrage nach Zuchtvieh einsetzt.
Auch das Interesse heimischer Landwirte fehlt derzeit. So konnten nur wenige Tiere im Inland verkauft werden. Für Entlastung sorgten hingegen Käufer aus Belgien, Deutschland sowie aus Salzburg. Die Qualität der aufgetriebenen Tiere war durchaus ansprechend, dennoch konnte man bei den Käufern eine große Varianz im Bieterverhalten beobachten. Während die gute Qualität zu guten Preisen verkauft wurde, lagen die schwächeren Tiere etwas unter den Erwartungen der Verkäufer.
Die Fleckviehjungkühe zeigten sich leistungsbereit und ausgeglichen und wurden sehr zufriedenstellend im Durchschnitt für 2.983 Euro verkauft.
Einer guten Nachfrage erfreuten sich hingegen die fünf Fleckviehstiere, welche für durchschnittlich 3.476 Euro verkauft wurden.
Ein qualitativ gutes Angebot gab es an Fleckvieh-Kalbinnen, diese präsentierten sich sehr gut entwickelt und in sehr gutem Pflegezustand. Die schweren und hochträchtigen Tiere konnten sich im Preis wieder deutlich absetzen. Für niederträchtige Tiere bleibt weiterhin die Ab-Hof-Vermarktung ein interessanter Vermarktungsweg.
Mit einem Angebot von 64 Kälbern und fünf Jungkalbinnen gab es wieder ein großes Angebot, welches flott und zu guten Preisen verkauft wurde. Die älteren Kälber waren wieder besonders gefragt.
Den Tageshöchstpreis von 4.700 Euro erzielte der Betrieb Steiner Andreas aus Going für seine HOLY-Tochter.
Preisstatistik Fleckvieh
Preise in Euro, netto





