Fleckvieh- Fleisch auf der „grünen Insel“

Den ersten Programmpunkt bildete der Betriebsbesuch bei David Wall, Curaheen Simmental. Neben bekannten irischen Besamungsstieren werden auch hornlose Stiere aus England, Dänemark und Deutschland eingesetzt. So konnten unter anderem Nachkommen von Exodus, Supery besichtig werden. Auch die Mutter des europaweit eingesetzten Besamungsstieres CURAHEEN TYSON wurde vorgestellt und unter den Zuchtkalbinnen befand sich eine Tochter von GS MAX- ein Stier, der in Irland noch immer eingesetzt wird.

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Der zweite Tag bot wieder Topgenetik: Garrett und Lyndsey Behan, Clonagh and Jennaly Simmental, stellten uns gleich zu Beginn BANWY T – REX (V: Sterling Nelson) vor. Der aus England zugekaufte Stier konnte bei der National Show bereits dreimal den Titel „Overall Simmental Champion“ für sich entscheiden. Auf der 120 Hektar großen Landwirtschaft werden 80 Simmental und Limousin- Herdebuchkühe gehalten. Rund zehn Prozent der Zuchttiere stammen aus Embryotransfer. Bei der Herdenbesichtigung wurden neben Töchtern von T- Rex auch Nachkommen von anderen bekannten Besamungsstieren wie Kilbride Farm Newry, Monaduff Legend und Raceview King vorgestellt.

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Zu guter Letzt stand der Besuch des Zuchtbetriebes „Celtic“ von Gerard und Angela Brickley am Programm. Aufgebaut wurde die Zuchtherde aus Tieren der „Anatrim Herd“- dem Zuchtbetrieb von Gerards Bruder David. Dieser wiederum baute die Herde in den 70er Jahren mit österreichischen Zuchttieren auf. Auch jetzt werden noch Besamungsstiere aus Österreich eingesetzt- unter anderem stehen einige Töchter von GS START (Stress x Harter) am Betrieb. In der Celtic Herd wurde offensichtlich, dass auch die Irischen Simmentalzüchter immer mehr an der Hornlos- Zucht interessiert sind. Von Lykke Sirius und Lykke Atlantis sind bereits Nachkommen am Betrieb und Kälber von Snaebum Campari folgen bald. Neben der Rinderzucht sind Angela und Gerard auch im Samenhandel aktiv. Neben Celtic Rock und Curaheen Tyson ist eines ihrer Zugpferde der GS MAX- Sohn CELTIC STARBUCK und die erfolgreichen Züchter sind noch immer an österreichischer Genetik interessiert.

Der Sonntag war der National Show im Rahmen der Messe in Tullamore gewidmet. Dort fanden nicht nur Rinderschauen, sondern auch Richtbewerbe von Schafen, Ziegen und vielem mehr statt. Insgesamt fanden 1500 Entscheidungen statt.

Die ausgestellten Simmental- Rinder überzeugten durch hervorragende Qualität. Vor allem die Bemuskelung der irischen Tiere war beeindruckend. „Overall Simmental Champion“ wurde abermals BANWY T- REX. Der Reservetitel ging an FEARNA TIFFANY. Alle Ergebnisse und viele Bilder zur Show finden Sie auf der Seite des irischen Simmentalverbandes (www.irishsimmental.com).

Abseits des fachlichen Teils rundeten ein Besuch in Irlands ältester Whiskeybrennerei, ein Stadtrundgang durch Dublin und natürlich der obligatorische Besuch in einem irischen Pub das Programm ab.

Nach Exkursionen nach Deutschland und Dänemark trafen wir in Irland abermals einen „neuen“ Fleckvieh-Fleisch-Typen an und die Entscheidung, auch irische Besamungsstiere ins Programm aufzunehmen, ist bei einigen schon während der Exkursion gefallen. Aber natürlich bleibt nicht nur die Qualität der Tiere in Erinnerung. Beeindruckend waren auch die Gastfreundschaft der Iren und natürlich die irische Landschaft. Herzlichen Dank an Peadar Glennon, Geschäftsführer des irischen Simmentalzuchtverbandes, Familie Wall, Familie Behan und Familie Brickley für die informativen Betriebsbesichtigungen und die tolle Bewirtung.

Wann die nächste Züchterreise stattfindet und wohin sie uns führen wird, steht zwar noch nicht fest, aber die steigende Teilnehmerzahl zeigt deutlich, dass das Interesse und Engagement der Fleckvieh-Fleisch Züchterinnen und Züchter weiter zu nimmt.

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(Anna Koiner, Fleckvieh Fleisch Steiermark)

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