NÖ Landesrinderschau: Preisrichtergebnisse

In sieben Richtgruppen ermittelte Preisrichter Christian Straif vomundnbsp; Rinderzuchtverband Tirol bekannt souverän die einzelnen Gruppen- und Gruppenreservesieger, besprach und kommentierte aber auch die Vorzüge jedes einzelnen Tieres in der Gruppe. Imposant war gleich die erste Gruppe mit den Stieren, in der sechs hervorragende Tiere unterschiedlichen Alters im Ring marschierten, die sich allesamt durch eine sehr gute Körperlänge und –tiefe sowie gute Bemuskelung auszeichneten. Wegen seiner besonderen Stärken im Fundament stellte der Preisrichter den DIONIS-Sohn DORFAU (Kat. NR. 2), gezüchtet vom Betrieb Karl Heindl, Rabenstein, und nun im Besitz vom Betrieb Veronika Weissinger, Oberndorf, an die Spitze der Gruppe, gefolgt von Kat. Nr. 6, MANDOLINO, einem MANDL-Sohn aus der WEINOX-Tochter ZAMME vom Betrieb Karl Grundböck, Wald.

Jungkühe
Die Jungkühe wurden in zwei Gruppen vorgestellt. In der ersten hoben sich für den Preisrichter besonders zwei Kühe, eine WAL- und eine VAGABUND-Tochter, durch ihre Harmonie, durch ihr Euter und durch ihr Fundament ab. Weil sie sich noch kompletter, noch formstärker undundnbsp; mit einem noch besseren Eutersitz präsentierte, wurde Kat. Nr. 17, HASKI (V.: Wal) vom Betrieb Manfred Stuphann, Grünau, vor der VAGABUND-Tochter SELIundnbsp; (Kat. Nr. 16) von Franz Handler, Lichtenegg, an erster Stelle gereiht.
Als besonders hochkarätig erwies sich die zweite, sehr ausgeglichene Gruppe der Jungkühe, die das Fachpublikum besonders beeindruckte. Hier entschieden nur Nuancen zwischen „gereiht“ und „nicht gereiht“. Ausschlaggebend für den Sieg der RESS-Tochter LOGO (Kat. Nr. 21) vom Betrieb Johannes Daxböck, Grünau, war ihre noch breitere Hintereuteraufhängung. Nichtsdestotrotz überzeugte die zweitplatzierte, formell makellose REPTEIT-Tochter IRMEIKA (Kat. Nr. 26) von Johann Ratzberger mitundnbsp; bester Eutertextur.

Kühe der mittleren Altersklasse
Eine starke Gruppe betrat mit den Kühen mit 2 Abkalbungen den Ring. Die Kühe zeigten sehr viel Körper, gute Entwicklung und korrekte Fundamente. Durch ihre Harmonie und ihr perfektes Euterundnbsp; war für den Preisrichter die Siegerin in dieser Gruppe aber eindeutig: Kat. Nr. 38, REPTEIT-Tochter LISA vom Betrieb Brigitte Gadinger, Altenmarkt. Zur Gruppen-Reservesiegerin wählte er die besonders feinknochige WEIPORT-Tochterundnbsp; MARLIES (Kat. Nr. 32) von Karl Heindl, Rabenstein. LISA (MV: Bonsai, MMV: Hollenton) errang später im Finale auch den Gesamt-Reservesieg der NÖ-Genetik Landesrinderschau.
Fleckvieh im obersten Leistungsniveau wurde mit den Kühen mit drei und vier Abkalbungen präsentiert. Zwei REPTEIT-Töchter konnten Sieg und Reservesieg in dieser Gruppe für sich verbuchen. Als eine enorm entwickelte Kuh mit einer tiefen Rippe und guten Fundamenten stellte sich die Siegerkuh MINAL (Kat. Nr. 42) aus dem Betrieb Waltraud Fried dar. Sehr umsatzbetont und jugendlich wirkte die Zweitplatzierte dieser Gruppe, Kat. Nr. 44, MERY aus dem Betrieb Brigitte und Josef Gadinger, Altenmarkt.

Dauerleistungskühe
In der Gruppe der Kühe mit fünfundnbsp; und sechs Abkalbungen zeigten alle vier vorgestellten Kühe beste Eigenschaften in den Fundamenten. Im Format aber nicht zu übertreffen war Kat. Nr. 55, die STALBO-Tochter ADRIA von Martin Pichlbauer aus Kirchschlag. Die DIDIER-Tochter HERA (Kat. Nr. 56), eine Kuh mit über 67.000 kg Lebensleistung aus dem Betrieb Rupert Zuber, Altenmarkt, wurde Reservesiegerin in dieser Gruppe. Sie war noch sehr frisch im Ring unterwegs. Ihr gut ausgeprägtes Zentralband und ihr ebener Euterboden stachen ins Auge.
Auch der Sieg in der letzten Gruppe, Kühe mit mehr als sechs Abkalbungen, war für Preisrichter Christian Straif eindeutig. Die 100.000 kg Kuh EFEU (Kat. Nr. 59), eine MALF-Tochter aus dem Betrieb Hermine Schneeberger aus Waidhofen/Ybbs, überzeugte ihn durch ihr hervorragendes Fundament ganz und gar, so dass er sie auch zur Gesamtsiegerin der NÖ Genetik Landesrinderschau erkor. Für den 2. Platz in dieser Gruppe qualifizierte sich eine weitere 100.000 kg Kuh, die MORAS-Tochter VIOLINE (Kat. Nr. 61) aus dem Betrieb Friedrich Daxböck aus Kirchberg/Pielachtal.

Stiervorführung
Abgeschlossen wurde der Tag durch eine Stierpräsentation in der Station Kagelsberg. 13 Prüfstiere, ein Wartestier, ein Fleckvieh-Fleischstier und 14 Altstiere, darunter besondere Aushängeschilder wie RUMGO, RAU, WAL, DIONIS oderundnbsp; Oldstar RESS wurden den interessierten Zuschauern vorgeführt und vorgestellt.


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