Rinderzuchtverband Tirol – Generalversammlung beschließt Fusion

Vereinsobmann Kaspar Ehammer bei der Stimmabgabe und die beiden Stimmenzähler Tierzuchtdirektor Dipl.-Ing. Rudolf Hußl und Mag. Ferdinand GrünerVereinsobmann Kaspar Ehammer bei der Stimmabgabe und die beiden Stimmenzähler Tierzuchtdirektor Dipl.-Ing. Rudolf Hußl und Mag. Ferdinand Grüner

Nachdem der Tiroler Grauviehzuchtverband schon mit 100 Prozent der Fusion zustimmte, fällen am 15. April nur noch die Mitglieder des Tiroler Braunviehzuchtverbandes ihre Entscheidung. Wenn dort auch ein Ja zur Fusion erfolgt, so ist die Fusion der in Tirol tätigen Rinderzuchtorganisationen rechtens. Mit der ersten Fusion 2007 und der nun großen Fusion würden damit 10 Organisationen zu einer schlagkräftigen Tierzuchtorganisation in Tirol zusammengefügt. Wie Obmann ÖkR Kaspar Ehammer anführte, will man sich für die Zukunft neu aufstellen, um die großen Herausforderungen in Zucht, Vermarktung, Leistungskontrolle, Qualitätssicherung, Digitalisierung, Spezialisierung, Management und Kommunikation für die Mitglieder und Kunden erfolgreich umzusetzen. Diese Entscheidung von heute ist für Ehammer auch eine für die Zukunft der nächsten Generation.
Mehr als 80 Mitarbeiter in der neuen Rinderzuchtorganisation
Mit der Fusion entsteht die größte Rinderzuchtorganisation Österreichs mit 6.000 Mitgliedern und einer Wertschöpfung von 40 Millionen €. Mit dem Zusammenschluss wird die Spitzenposition „Rinderzucht Tirol – die Nummer 1 in Österreich“ weiter ausgebaut. Über 80 Mitarbeiter werden sich in der neuen Organisation um die Anliegen der Mitglieder und Kunden mit dem Motto „kompetent. erfolgreich. kundenorientiert“ kümmern.
Einen positiven Tätigkeitsbericht konnte Obmann Ök. Kaspar Ehammer präsentieren. Sowohl Mitglieder- als auch Herdebuchkuhzahl sind abermals gestiegen. Für das Wirtschaftsjahr 2017 konnten ebenfalls positive Zahlen präsentiert werden.
Geschäftsführer Ing. Christian Straif referierte über die zukünftigen Herausforderungen der bäuerlichen Rinderzucht. Rinderzucht in bäuerlicher Hand heißt keine Gewinnmaximierung der bäuerlichen Organisation. Die Überschüsse werden wieder für Anliegen der Mitglieder verwendet. Damit bäuerliche Organisationen zukünftig weiterhin bestehen, sind motivierte Züchter, die Zucht als gemeinsame Aufgabe sehen, unverzichtbar. Ein wesentlicher Punkt ist dabei auch, dass die weiblichen Tiere im Eigentum der Züchter bleiben. Die Zuchtverbände müssen dazu Infrastruktur und Know-How für die Züchter zur Verfügung stellen. Für die Zukunft wichtig werden die rechtlichen Rahmenbedingungen in der Umsetzung der züchterischen Arbeit.
Dazu gibt es das gemeinsame Projekt der österreichischen Rinderzucht „FoKUHs“ für eine moderne bäuerliche Rinderzucht. Hauptziel ist die Typisierung von Kühen für eine effizientere genomische Selektion, um die Konkurrenzfähigkeit der österreichischen Rinderzucht mit Fokus auf Fitness und Gesundheit zu stärken.
Abschließender Höhepunkt der Generalversammlung war die Ehrung der Golden-Girls-Lebensleistungskühe und der erfolgreichen Züchter der Eurogenetik-Schau.
Für ihren Doppelsieg bei den Lebensleistungskühen auf der Eurogenetik-Schau wurden Johann Schipflinger aus Itter und Bernhard Mariacher aus Virgen mit dem Staatspreis ausgezeichnet.Für ihren Doppelsieg bei den Lebensleistungskühen auf der Eurogenetik-Schau wurden Johann Schipflinger aus Itter und Bernhard Mariacher aus Virgen mit dem Staatspreis ausgezeichnet.
Den Besitzern der 100.000- Liter-Golden-Girls-Lebensleistungskühe wurden die ZAR-Urkunden überreicht.Den Besitzern der 100.000- Liter-Golden-Girls-Lebensleistungskühe wurden die ZAR-Urkunden überreicht.
Autor: Ing. Christian Moser, RZV Tirol
9.4.2018

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