Welser Messe 08: Doppelsieg für ROMEL

Das gewünschte Zuchtziel bei Fleckvieh konnte an Hand von acht Gruppen, bei denen auch die Nachzuchttiere mitgingen, sehr eindrucksvoll präsentiert werden. Enormes Leistungsniveau bei den Stiermüttern und Jungkühen, aber auch höchste Dauerleistung gepaart mit besten Euteranlagen und Fundamenten sind das gewünschte Zuchtziel bei Fleckvieh.

Wer waren die großen Gewinner?

Die Töchter von den Stiervätern ROMEL, STRELLER, WEINOLD, REPTEIT, ROCKET, ROMEO und LEO waren diesmal die großen Gewinner in Wels. Besonders weit vorne fand man auch Töchter von RESS, WEBAL, RAU, POLO und WEIPORT. Ganz vorne als Gesamtsieger konnten sich zwei ROMEL-Töchter, beide aus dem Stall von Christine und Simon Sigl aus St. Radegundundnbsp; platzieren: Die schaubewährte TOSKANA wurde zur Gesamtsiegerin der älteren Kühe, ihre Stallgefährtin TORETTA zur Gesamtsiegerin der Jungkühe gekürt.

Interessante Nachzuchtgruppen

Aus der Steiermark, Niederösterreich und Oberösterreich stammten die Töchter der Väter RUMGO, RÖMER und RUDACH. RUMGO, auf Grund der August-Zuchtwertschätzung 2008, mit einem Gesamtzuchtwert von 141 die Nummer 1 der österreichischen Fleckviehzucht, war sicherlich die interessanteste Nachzuchtkollektion, da dieser RUMBA-Sohn international nachgefragt ist. Die vorgestellten RUMGO-Töchter waren großteils bereits altmelkend bzw. ein Tier stand in der 2. Laktation. Sie präsentierten sich mit guten Rahmen, trockenen Fundamenten und sehr leistungsbereiten Eutern und waren im gewünschten Fleckvieh-Doppelnutzungstyp. RUMGOs Fitnesswerte sind besonders bemerkenswert und er hat in allen wichtigen Teilbereichen hoch positive Ergebnisse, wobei vor allem für einen RUMBA-Sohn die gute Melkbarkeit sowie Zellzahl besonders erwähnenswert ist.

Aus der Steiermark stammt der ROMOR-Sohn RÖMER. Seine Töchter waren fast ausschließlich in der 2. Laktation und zeigten das von der Nachzuchtbeschreibung vorgestellte Bild. Enorm im Rahmen und sehr gut in der Bemuskelung, aber auch sehr trockene Fundamente sowie sehr gute Zentralbänder bei korrekter Strichenanlage. Sein Einsatz ist daher vor allem zur Verbesserung des Rahmens und der Bemuskelung zu empfehlen.

Mit RUDACH wurde ein „Neueinsteiger“ der August-Zuchtwertschätzung präsentiert, der zwar im April bereits veröffentlichte Werte aufzuweisen hatte, die Sicherheiten waren aber noch relativ gering. Seine mittelrahmigen Töchter zeigten vor allem seine Stärken in der Eutervererbung, wobei die Euterlänge und Euterhöhe besonders hervorzuheben sind. Vom Typ her präsentierten sich die ausgestellten Tiere in einem gewünschten Fleckvieh-Doppelnutzungstyp mit genügend Verdauungsraum und sehr harmonischen Übergängen.

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