Während der arbeitsintensiven Monate von Frühling bis Herbst bleibt in landwirtschaftlichen Familienbetrieben kaum Zeit für strategische Überlegungen. Jetzt, in der ruhigeren Phase, bietet sich die ideale Gelegenheit, den eigenen Betrieb zu durchleuchten und gezielt Verbesserungspotenziale zu erkennen.
Wenn mich die vergangenen Jahre eines gelehrt haben, dann, dass es stets Raum für Verbesserung gibt. Damit meine ich nicht, dass man mit seiner aktuellen Situation unzufrieden sein sollte. Vielmehr geht es um die grundsätzliche Haltung, dass sich stets kleine Stellschrauben finden lassen, an denen man drehen kann – unabhängig vom Betriebskonzept, ob biologisch oder konventionell, Neubau oder Altbestand, intensive oder extensive Bewirtschaftung.
Hochwertige Rationen verbessern Leistung und Gesundheit, Foto: Schiffer
Konkrete Ziele festlegen
Die Voraussetzung dafür ist die Bereitschaft zur Veränderung – und ein paar ruhige Stunden, um sich klare Ziele zu setzen. Eine bloße Aussage wie „Die Milchleistung soll im nächsten Jahr um zehn Prozent steigen“ ist zu unpräzise. Entscheidend ist, konkrete Maßnahmen zu definieren, die zu diesem Ziel führen.
Die Milchleistung ist zweifellos für viele Betriebe ein zentraler Erfolgsfaktor – schließlich lebt ein Milchviehbetrieb davon, möglichst viel Milch zu verkaufen. Nur wenn der Betrieb wirtschaftlich stabil läuft, lässt sich die Milchviehhaltung langfristig sichern. Dennoch bin ich überzeugt, dass für die meisten Betriebe der Faktor Zeit wichtiger ist als der sprichwörtliche „letzte Liter Milch“.
Oft sind es die vielen kleinen Herausforderungen im Alltag, die Zeit und Energie kosten – etwa Probleme mit Milchfieber, Fruchtbarkeit, Euterentzündungen oder Klauen. Solche Punkte mindern nicht nur die Wirtschaftlichkeit, sondern auch die Zufriedenheit im Betrieb. Natürlich arbeiten wir mit Lebewesen und gewisse Erkrankungen lassen sich nie ganz vermeiden. Entscheidend ist jedoch, die Situation Schritt für Schritt zu verbessern. Schon kleine Fortschritte – etwa , wenn der Anteil an Milchfieberfällen von zehn auf fünf Prozent sinkt – sind ein großer Erfolg.
Sie wollen wissen, an welchen Schrauben man drehen kann? Den ganzen Artikel mit allen wichtigen Informationen lesen Sie im Fleckvieh Austria Magazin Ausgabe 6/25.
(Auszug aus dem Artikel „Jetzt an den richtigen Stellschrauben drehen“ von Ing. Jonas Schiffer, unabhängiger Fütterungsberater, www.isuba.at, Fleckvieh Austria Magazin 6/25)







