Hochrangige Agrardelegation aus Usbekistan in Österreich

Der AAC betreute die hochrangige Agrardelegation aus Usbekistan

Der AAC betreute die hochrangige Agrardelegation aus Usbekistan

Organisiert vom Austrian Agricultural Cluster (AAC) besuchte kürzlich eine hochrangige Delegation aus Usbekistan Österreich. Vertreter des Landwirtschaftsministeriums, staatlicher Organisationen sowie Experten aus dem Tierhaltungs- und Veterinärbereich waren Teil der Delegation.

Im Haus der Tierzucht in Wien wurde den Gästen ein breiter Einblick in das österreichische Rinderzucht-Know-how geboten. Lukas Kalcher informierte über die Struktur der Rinderzucht in Österreich sowie über das Bildungsangebot der Rinderzucht Austria Akademie. Reinhard Pfleger stellte für Fleckvieh Austria die besonderen Stärken des österreichischen Fleckviehs und dessen Eignung für die Anforderungen des usbekischen Marktes vor.
Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch des Schul- und Ausbildungszentrums in Pyhra in Niederösterreich. Dort konnte sich die Delegation unter fachlicher Begleitung von Direktor Josef Sieder ein praxisnahes Bild von erfolgreicher Ausbildung und rentabler Milch- und Fleischproduktion mit Fleckvieh machen.

Abgerundet wurde das Programm durch einen Besuch bei GENOSTAR am Kagelsberg. Geschäftsführer Clemens Blaimauer präsentierte das umfassende österreichische Know-how im Bereich Besamung, Genetik und Reproduktionstechnologien.

Clemens Blaimauer empfing die Delegation bei GENOSTAR am Kagelsberg

Clemens Blaimauer empfing die Delegation bei GENOSTAR am Kagelsberg

Wachstumsmarkt Usbekistan

Usbekistan zählt aktuell rund 37,5 Millionen Einwohner und weist mit etwa zwei Prozent jährlich ein starkes Bevölkerungswachstum auf. Nur rund 20 Prozent der überwiegend ariden Landesfläche eignen sich für die Landwirtschaft. In der Milch- und Fleischproduktion ist Usbekistan stark von Importen abhängig. Molkereien stehen im intensiven Wettbewerb um lokale Rohmilch. Staatliche Förderprogramme zielen daher klar auf eine Stärkung der Eigenversorgung des Landes mit Lebensmitteln wie Milch und Fleisch ab.

Österreich als Partner

Gerade vor diesem Hintergrund ergeben sich interessante Perspektiven für eine vertiefte Zusammenarbeit. Österreich kann mit seinem System aus leistungsfähiger Fleckvieh-Genetik, praxisorientierter Ausbildung, professioneller Beratung und der Erfahrung aus historisch gewachsenen Strukturen einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung der Rinderproduktion in Usbekistan leisten.

Fleckvieh Austria bedankt sich in diesem Zusammenhang im Namen aller beteiligten Organisationen beim Austrian Agricultural Cluster für dessen umfangreiche Aktivitäten in den Ländern Zentralasiens und der Kaukasusregion.

Das landwirtschaftliche Ausbildungszentrum in Pyhra zeigte die Milch- und Fleischproduktion mit Fleckvieh in der Praxis

Das landwirtschaftliche Ausbildungszentrum in Pyhra zeigte die Milch- und Fleischproduktion mit Fleckvieh in der Praxis

Reinhard Pfleger vermittelte die Stärken des österreichischen Fleckviehs

Reinhard Pfleger vermittelte die Stärken des österreichischen Fleckviehs

Autor: Ing. Reinhard Pfleger, Fleckvieh Austria
Fotos: AAC

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