Eingebettet in die hügelige Landschaft der Oststeiermark liegt die Gemeinde Koglhof, unweit der bekannten Almgebiete Sommeralm und Teichalm. Die Region ist geprägt von weitläufigen Wiesen, Wäldern und einer traditionellen Landwirtschaft und bietet damit ideale Voraussetzungen für die Grünlandbewirtschaftung. In dieser landschaftlich reizvollen Umgebung befindet sich der im Vollerwerb geführte Betrieb der Familie Nistelberger.
Am Betrieb werden insgesamt rund 42 Hektar land- und forstwirtschaftliche Nutzfläche bewirtschaftet. Davon entfallen etwa 20 Hektar auf landwirtschaftliche Nutzfläche, die überwiegend als Grünland zur Futtergewinnung genutzt wird. Der Tierbestand umfasst 19 Milchkühe sowie 20 Kalbinnen.
Familie Nistelberger: Betriebsführer Hannes, Lebensgefährtin Elisabeth, Kinder Florian und Lara, Eltern Johann und Theresia
Die Kühe werden in Anbindehaltung mit regelmäßigem Auslauf und Weidegang gehalten. Das Melken erfolgt mittels einer Rohrmelkanlage. Das Melken erfolgt mittels Rohrmelkanlage, die Entmistung über eine Schubstangenentmistung. Der Betrieb zeigt, dass auch mit einer einfachen, gut durchdachten Organisation eine erfolgreiche Bewirtschaftung möglich ist.
Fütterung am Betrieb – Grundlage für Leistung und Tiergesundheit
Eine wichtige Grundlage für die Leistungsfähigkeit der Tiere ist eine durchdachte Fütterung. Die laktierenden Kühe erhalten überwiegend Grassilage, ergänzt durch eine tägliche Portion Heu. Dank der guten Grundfuttersituation wird derzeit auf den Zukauf von Silomais verzichtet. Das zugekaufte Kraftfutter wird auf maximal 10 Kilogramm pro Kuh begrenzt und in sechs kleinen Portionen über den Tag verteilt händisch gefüttert, wodurch eine gleichmäßige Nährstoffversorgung gewährleistet wird.
Auch die Trockensteher werden frühzeitig auf die kommende Laktation vorbereitet. Ihre Grundration entspricht jener der laktierenden Kühe, zunächst jedoch ohne Kraftfutter. Ergänzt wird die Fütterung durch Salze und Mineralstoffe. Etwa 14 Tage vor dem Abkalben beginnt die Anfütterung mit rund 3 Kilogramm Kraftfutter täglich.
Die Kälber starten in den ersten drei Lebensmonaten mit Vollmilch, zweimal täglich 4 bis 5 Liter. Mittags wird zusätzlich eine Elektrolytlösung angeboten. Ab der zweiten Lebenswoche ergänzen Heu und Kälber-TMR die Ration.
Bis zum sechsten Lebensmonat erhalten die Kälber weiterhin Heu und täglich 1,5 Kilogramm Kraftfutter, danach werden sie schrittweise auf das Restfutter der Kühe umgestellt. Ab diesem Alter kommen die Kalbinnen auf die Weide und werden mit rund 15 Monaten – abhängig vom Körpergewicht – belegt
GS MON CHERI – der Top-Newcomer von GENOSTAR
Der Betrieb Nistelberger ist die Heimat von GS MON CHERI, einem vielversprechenden Top-Newcomer von GENOSTAR. Mit seiner Abstammung MONORON × MANAUS × REMMEL bringt er hervorragende genetische Voraussetzungen mit.
Die MANAUS-Tochter RENATE, aus der diese Linie hervorgeht, befindet sich aktuell frisch in Laktation und erreicht eine beeindruckende Tagesmilchleistung von 48 Kilogramm Milch.
Das genomische Vererbungsbild des Stieres spiegelt sich klar in der Mutter wider: Sie besticht durch ein langes, gut aufgehängtes Euter mit starkem Zentralband und steht mittlerweile in der 3. Laktation mit einem Gesamtzuchtwert von 129 Punkten.
GS MON CHERI (V: Monoron) lässt viel Milch bei guter Euterqualität erwarten
GS MON CHERI verspricht sehr trockene Fundamente und lange Euter. Auch hinsichtlich der Strichlänge erfüllt er die Erwartungen moderner Züchter, während Rahmen und Fessel etwas schwächer ausgeprägt sind. Die Mutter brachte in der 2. Laktation knapp 11.000 Kilogramm Milch.
Insgesamt handelt es sich um einen Stier, der viel Milch bei guter Fundament- und Euterqualität erwarten lässt.
Zukunft der Linie
Betriebsleiter Hannes betont besonders die Bedeutung dieser Kuhlinie für die Zukunft des Betriebs. Einziger Wermutstropfen: Derzeit befindet sich kein weibliches Kalb der MANAUS-Tochter am Betrieb, obwohl dies ideal wäre, um die Linie weiterzuführen. Mit gesextem Sperma könnte dieses Ziel jedoch in naher Zukunft realisiert werden.
Auch wenn aktuell keine direkte Tochter dieser Kuh am Betrieb steht, bleibt die Kuhfamilie präsent: So befindet sich bereits eine WINTERTRAUM-Tochter aus derselben Linie im Stall.
GRETE – exterieurstarke GS JEDERMANN-Tochter
Die GS JEDERMANN-Tochter GRETE gehört für Hannes zu den besonders wertvollen Kühen am Betrieb. Bei der Bezirksschau 2024 sicherte sie sich den Gruppenreservesieg und überzeugte mit ihrem Exterieur.
GRETE ist eine fitnessstarke Kuh, die sich durch ihr sehr gutes Euter auszeichnet. Diese Merkmale machen sie nicht nur für den Stallbetrieb attraktiv, sondern auch genetisch besonders interessant für die Zucht.
Ihr genetisches Potenzial wird gezielt genutzt: So wurde bereits eine GS WIN AGAIN-Tochter über Embryotransfer gewonnen. Genomergebnis des potenziellen Nachwuchses steht noch aus, wird jedoch mit Spannung erwartet, da es die Qualität dieser Kuhlinie weiter bestätigen könnte.
GRETE (V: GS Jedermann) sicherte sich bei der Bezirksschau 2024 den Gruppenreservesieg
Lara hat bereits großes Interesse am Schauwesen
Florian zeigt sich sehr geschickt im Umgang mit den Kälbern
Zielgerichtete Stierauswahl – moderne Genetik für die Zukunft
Um die genetische Qualität der Herde weiter zu steigern, setzt der Betrieb Nistelberger aktuell die Stiere WATERLINE, HOTROCK, GS HOCHTIROL, HOCHKARAT und HOCKEY ein. Dabei kommen ausschließlich genomische Jungvererber zum Einsatz.
Bei der Stierauswahl legt Hannes besonderen Wert auf Rahmen, Fundament und Euter, um eine robuste und leistungsstarke Nachzucht zu sichern.
Blick in die Zukunft
Für die kommenden Jahre hat Hannes ein klares Ziel: den Zuchtwert der Herde weiter zu steigern und damit die genetische Qualität der Herde kontinuierlich zu verbessern.
Die Rind Steiermark eG und GENOSTAR Rinderbesamung bedanken sich herzlich für die gute Zusammenarbeit, gratulieren zu diesem hervorragenden Stier und wünschen weiterhin viel Freude bei der Arbeit sowie alles Gute für Haus und Hof!










