Im Februar fand im Reschenhof in Mils die Generalversammlung der Rinderzucht Tirol statt. AR-Vorsitzender Kaspar Ehammer konnte dabei 90 Delegierte und Ehrengäste begrüßen. Wie Ehammer gleich am Beginn anmerkte, war das vergangene Jahr vor allem wirtschaftlich eine große Herausforderung, welche gut überbrückt werden konnte. In der Preisentwicklung der Tiervermarktung konnte ein Allzeithoch festgestellt werden.
Philipp Hagele von der Wirtschafts- und Steuerberatungsgesellschaft Bangratz und Hagele stellte das Ergebnis für das Bilanzjahr 2024/25 vor. Dabei musste man aufgrund der Insolvenz eines Schlachthofes einen Verlust von 258.000 Euro ausweisen. Trotzdem schaffte man es, den Schaden im Bilanzergebnis zu halbieren. Der Umsatz ist mittlerweile auf 37 Millionen Euro gestiegen. Der Obmann des Raiffeisenverbandes Tirol Hermann Kuenz präsentierte den Revisionsbericht.
Die Verantwortlichen und Referenten vermittelten den Delegierten zahlreiche interessante Informationen
Die beiden Vorstände Christian Straif und Michael Wurzrainer sprachen in ihrem Tätigkeitsbericht über das vergangene Jahr. Für 25 Rinderrassen führt man die Zuchtprogramme in der Rinderzucht Tirol. 57.127 Kühe in der Milch- und 5.907 unter Fleischleistungskontrolle zeigen stabile Kuhzahlen. Straif wies auf wichtige Themen der züchterischen Arbeit wie Tiergesundheit und Herdentypisierung hin, welche für die Zukunft besonders bedeutend sind.
Herausforderungen und Meilensteine
Mit mehr als 7.000 vermarkteten Zuchttieren auf den Versteigerungen und erstmals über 20.000 Rindern in der Schlacht- und Nutzviehvermarktung setzte die Organisation bedeutende Meilensteine. Wie Wurzrainer anführte, war das Jahr 2025 in allen Bereichen ein Rekordjahr in der Preisbildung.
In den vergangenen Jahren wurde die Digitalisierung konsequent vorangetrieben. Mit dem 5.000. Nutzer der RZApp wurde ein weiterer Meilenstein erreicht. Weitere Maßnahmen sind bereits in Umsetzung, um den Mitgliedern und Kunden auch künftig einen effizienten und serviceorientierten Service zu bieten.
Veterinärdirektor Matthias Vill zog Bilanz über ein sehr forderndes Jahr mit Seuchen wie Blauzunge, TBC, MKS und LSD. Die Tiergesundheit ist ein zentrales Gut für unsere Vermarktung und muss daher bestmöglich überwacht werden, um unsere Betriebe zu schützen.
Jungzüchtervertreter Simon Geisler präsentierte die vielfältigen Aktivitäten der Jungzüchter. Inzwischen feiern die ersten Vereine ihre 30-jährigen Jubiläumsausstellungen. Darüber hinaus fanden zahlreiche Sitzungen und Schulungen innerhalb der Jungzüchtergemeinschaft statt.
In ihren Grußworten betonten Landesbäuerin-Stv. Andrea Lechleitner, Präsident Josef Hechenberger, Rinderzucht Austria-Obmann Thomas Schweigl und Tierzuchtdirektor Christian Presslaber die Bedeutung der Rinderzucht Tirol als starke Vertretung der Tiroler Landwirtschaft. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnerorganisationen wie der Landwirtschaftskammer, Rinderzucht Austria, der Veterinärabteilung und weiteren Institutionen.
Autor: Maria Moser, RZ Tirol







