Nach einem Jahr mit vielen Herausforderungen im Bereich der Seuchenbekämpfung und unerwarteten Entwicklungen auf den Märkten zog der Fleckviehzuchtverband Inn- und Hausruckviertel eine durchaus positive Bilanz.
Der Einladung folgten viele Ehrengäste, angeführt von LK-Präsident Franz Waldenberger, Obmann von Fleckvieh Austria Sebastian Auernig, Landesbäuerin ÖR Johanna Haider, LAbg. Elisabeth Gneißl, LAbg. Günther Lengauer und Kammerdirektor Mag. Karl Dietachmair.
Chancen genützt
Obmann ÖR Johann Hosner ging auf die wichtigsten Aktivitäten des FIH im abgelaufenen Jahr ein. Investiert wurde mit Unterstützung des Landes Oberösterreich am Landesgut Otterbach in eine neue Maschinenhalle. Das wichtigste Projekt für die nächsten Jahre ist der Umbau und die Erweiterung des Stalles an der Besamungsstation in Hohenzell. In Zukunft sollen alle Stiere in Boxen gehalten werden und noch besser vor Infektionen durch Insekten geschützt werden. Präsident Waldenberger betonte in seinen Ausführungen die Aufrechterhaltung der Forderung nach einer steuerlichen Begünstigung des Agrardiesels. Er wies auf die Chance einer konstruktiven Zusammenarbeit zwischen der Landwirtschaft und der Tierärzteschaft am Beispiel des TGD bei den Schweinen hin. Der angekündigte Austritt der Tierärztekammer aus dem ÖTGD ist keine Überraschung, aber eine verpasste Chance für eine notwendige Weiterentwicklung des TGD für die Rinderbetriebe.
Nach einem Jahr mit vielen Herausforderungen im Bereich der Seuchenbekämpfung und unerwarteten Entwicklungen auf den Märkten zog der Fleckviehzuchtverband Inn- und Hausruckviertel eine durchaus positive Bilanz
v.l.n.r.: FIH Geschäftsführer DI Dr. Josef Miesenberger, Kammerdirektor Mag. Karl Dietachmair, Landesbäuerin ÖR Johanna Haider, Fleckvieh Austria Obmann Ing. Sebastian Auernig, Thomas, Margit und Erwin Rabeder, LK Präsident Franz Waldenberger, FIH Obmann ÖR Johann Hosner, Fotos: dualpixel
Positive FIH-Bilanz
In einem Jahr mit deutlichen Rückgängen im Umsatz bei der Zuchtrindervermarktung und steigenden Umsätzen im Bereich der Kälbervermarktung ist es nicht zuletzt auch durch die enge Zusammenarbeit mit der Besamungsstation gelungen, einen Gewinn nach Steuern von 147.206,78 Euro zu erreichen. Der Jahresabschluss wurde von Robert Mallinger präsentiert. Die vom Ausschussvorsitzenden Paul Maislinger gestellten Anträge an die Generalversammlung wurden einstimmig angenommen. Geschäftsführer Miesenberger ging in seinen Ausführungen auf die positive Leistungsentwicklung und die erfreuliche Entwicklung der Preise für die Kälber sowie Schlacht- und Zuchtrinder ein. Der Wert der über den FIH vermarkteten Tiere betrug im letzten Jahr knapp 19 Millionen Euro. In Summe wurden 2025 circa 17.000 Tiere über den FIH vermarktet. Dazu kommen knapp 22.000 Schlachtrinder aus der Region, die über die Rinderbörse vermarktet wurden.
Landwirtschaft aus dem Weltall
Mit der Einladung des Referenten Dr. Nikolaus Hanowski von der ESA (European Space Agency) bewies der FIH einmal mehr den Mut über die Grenzen hinauszuschauen. Der Referent informierte über Europas imposantes Satellitenprogramm mit Bildern aus dem Weltall.
Anhand von anschaulichen Beispielen wurde auf die Bedeutung der Daten der ESA für die Landwirtschaft im Bereich der Wetterberichte, Ernteprognosen und der Lenksysteme von Traktoren, aber auch die Einsatzmöglichkeiten im Bereich der Düngung und des Pflanzenschutzes hingewiesen. Über Satelliten kann heute das Pflanzenwachstum genauestens beobachtet werden oder anders ausgedrückt, die Satelliten erkennen heute auch bei schlechtem Wetter jeden Maulwurfshügel. Die Herausforderung ist, diese frei zugänglichen Daten zum Vorteil der Landwirtschaft nutzbar zu machen. Es ergeben sich durch diese Daten nicht nur für die Landwirtschaft, sondern auch für den Katastrophenschutz und das Militär ungeahnte Möglichkeiten.
Erfolgreiche Züchter geehrt
Die Züchterinnen und Züchter wurden für ihre Erfolge bei der Oö Zuchtrinderausstellung im Rahmen der Rieder Messe und die große Anzahl von über 100 neuen 100.000 l Kühen geehrt. FIH-Obmann Johann Hosner und Fleckvieh Austria Obmann Sebastian Auernig gratulierten den Gewinnern bei der Auswertung zum Züchter des Jahres der Fleckvieh Austria. Die Plätze 2 bis 5 wurden von FIH-Züchtern belegt. Mit dem begehrten Dr. Anton-Pohl-Preis wurden Margit und Erwin Rabeder aus Waizenkirchen für ihre Kuh Vroni ausgezeichnet.
Autor: DI Dr. Josef Miesenberger, Geschäftsführer FIH
Fotos: dualpixel







