KM Ried 12.10.2026 – Marktbericht

Erwarteter Preisrückgang eingetroffen

Bei der Kälberversteigerung am 12. Oktober in Ried (Oberösterreich) wurden rund 600 Kälber zum Verkauf angeboten. Wie auch schon bei der letzten Versteigerung waren die Qualitätsunterschiede sehr groß. Dies machte sich vor allem in der nochmals stärkeren Preisdifferenzierung bemerkbar. Die mit Abstand meisten Kälber wurden von der Firma Wiestrading angekauft, welche zu einer nahezu vollständige Markträumung beitrug. Größere Mengen erwarben auch die Firmen Österreichische Rinderbörse und Agrarmarketing Gerner. Ein großes Angebot macht es auch einigen privaten Käufern möglich, größere und einheitliche Gruppen anzukaufen.

Die Fleckviehstierkälber konnten den hohen Preis der letzten Versteigerung nicht halten und erreichten durchschnittlich € 7,13 netto bei einem Gewicht von 97 kg. In der großen Preisspanne ist ersichtlich, dass qualitativ hochwertige Kälber vom Käufer besonders honoriert werden. In allen Gewichtsklassen konnten sich die besten Kälber mit den gewünschten Masteigenschaften im Preis deutlich vom Durchschnitt abheben. Wir empfehlen in den nächsten Monaten besonders auf die Entwicklung der Kälber zu achten, da die Preisunterschiede in Abhängigkeit der Qualität weiterhin sehr groß sein werden.
Mit einer guten Nachfrage waren wieder die Fleischrassekreuzungskälber konfrontiert. Die Käufer wünschen Kälber im leichteren Gewichtsbereich, welche bei den männlichen Kälbern Höchstpreise bis € 10,30 erzielten.
Bei den weiblichen Kälbern konnten sich seit längerer Zeit die Zuchtkälber im Preis von den Nutzkälbern abheben. Der Durchschnittspreis betrug € 6,11 netto bei einem Gewicht von 104 kg. Auch hier spielt die Qualitätsdifferenzierung eine große Rolle. Erfreulich war, dass sehr viele Kälber bereits enthornt waren.

Preisstatistik – Fleckvieh

Preise pro Kilo in Euro, netto

KM Ried 12.10.2026

Der nächste Zuchtkälber- und Nutzkälbermarkt des FIH:
Dienstag, 27. Oktober
Versteigerungsbeginn 10.30 Uhr

Die nächste Zuchtrinderversteigerung des FIH:
Dienstag, 03. November

Autor: B. Seifried, FIH