KM Ried 16.02.2026 – Marktbericht

Kälberpreise im Aufwind

Bei widrigsten Fahrverhältnissen wurden die Kälber zur Versteigerung am 16. Februar in Ried (Oberösterreich) angeliefert. Die Bemühungen haben sich gelohnt. Es kam bei allen Kategorien zu deutlichen Preissteigerungen im Vergleich zum letzten Markt. Bei den Fleckviehstierkälbern wurde mit einem Durchschnittspreis von € 9,58 netto, bei einem Durchschnittsgewicht von 100 kg ein neuer Höchstpreis im noch jungen Jahr 2026 erzielt.

Die Versteigerung aller 518 Kälber verlief vom Anfang bis zum Ende sehr flott. Bei den Stierkälbern haben sich mit dem weiteren Verlauf der Versteigerung die Preise sogar verbessert. Dies ist ein Indiz dafür, dass die Nachfrage nicht erfüllt werden konnte.

Auch die Verkäufer der Kuhkälber konnten sich über einen Preisanstieg um 1 Euro pro Kilogramm im Vergleich zur letzten Versteigerung freuen. Die höchsten Preise von bis zu € 13,50 netto wurden sowohl bei den männlichen als auch bei den weiblichen Kälbern erneut für die Kreuzungskälber Fleckvieh x Weißblaue Belgier erzielt. Kurzfristig sind diese Spitzenpreise für die Kreuzungskälber sehr erfreulich. Für die Fleckviehzucht kann diese Entwicklung allerdings langfristig zum Bumerang werden.

Die mit Abstand meisten Kälber wurden von den Firmen Wiestrading und Agrarmarketing Gerner erworben. 57 Prozent der Kälber, etwas mehr als zuletzt, wurden von den Landwirten ersteigert. Ein großer Dank gilt nicht nur den Käufern, sondern auch den Transporteuren.

Preisstatistik – Fleckvieh

Preise pro Kilo in Euro, netto

KM Ried 16.02.2026

Der nächste Zuchtkälber- und Nutzkälbermarkt des FIH:
Montag, 2. März 2026
Versteigerungsbeginn 10.30 Uhr

Die nächste Zuchtrinderversteigerung des FIH:
Donnerstag, 10. März 2026

Autor: DI Dr. Josef Miesenberger, FIH