Am 19. November verstarb der langjährige Funktionär der Tiroler Rinderzucht und im Speziellen der Fleckviehzucht, Johann Schreder, bekannt als „Gabichl Hons“.
Mit 17 Jahren war er eines der Gründungsmitglieder des Fleckviehzuchtvereins Kössen, dem er dann 30 Jahre als Obmann vorstand. Auch überregional war er aktiv: zuerst als Stellvertreter und später als Gebietsobmann des Sprengels 7 der Fleckviehzüchter. Bis 2012 war er zudem als Preisrichter tätig.
Johann Schreder wurde am 26. Februar 1952 am Gabichlhof in Kössen als Sohn von Theresia Kogl und Kaspar Reitstätter geboren. Mit zwei Jahren wurde er von Theresia und Simon Schreder adoptiert, um die Nachfolge am Gabichlhof sicherzustellen. Der Adoptivvater verstarb, als Hans erst acht Jahre alt war und so musste er schon sehr früh in der Landwirtschaft anpacken und am Hof mitarbeiten.
Johann Schreder, bekannt als „Gabichl Hons“
Mit 18 Jahren wurde er dann Bauer des Gabichlhofs. Bereits mit 20 Jahren lernte Hans seine Christl kennen, die er dann drei Jahre später, im Jahr 1975, heiratete. Die drei Kinder Elisabeth, Hannes und Bernadette sorgten für Leben am Hof und komplettierten die Familie. Besonders stolz war Johann auf seine beiden Enkelkinder Theresa und Hannes.
Dem „Gabichl Hons“ – wie er im Dorf genannt wurde – waren traditionelle, bäuerliche Werte immer wichtig. Tugenden wie Bescheidenheit und Fleiß waren für ihn selbstverständlich.
Seine große Leidenschaft war die Fleckviehzucht. Er war einfach ein „Viechmensch“. Bei seinen zahlreichen Besuchen auf Ausstellungen konnte man dies besonders beobachten.
Die Rinderzucht Tirol und Fleckvieh Austria sagen DANKE, lieber Hans – leise, aber von ganzem Herzen. Ruhe in Frieden, bei Gott, unserem Schöpfer. Unsere Gedanken sind in Zeiten des Abschieds bei seiner Familie, denen wir Kraft, Trost und ein aufrichtiges Beileid wünschen.
Autor: Dipl.-HLFL-Ing. Dipl. Päd. Christian Moser,
Rinderzucht Tirol







