Rinderreiches Österreich

Rinderwirtschaft auf Wachstumskurs

Produktion & Wertschöpfung 2025

🐄 10,9 Mrd. €
landwirtschaftlicher Produktionswert 2025
(+9,7 % gegenüber 2024)

🥛 2,2 Mrd. €
Produktionswert Milch
(20,6 % der Landwirtschaft, +14,3 %)

🐂 1,2 Mrd. €
Produktionswert Rind
(11,1 % der Landwirtschaft, +26,1 %)

🌾 3,45 Mrd. €
gemeinsamer Produktionswert von Milch- und Rinderwirtschaft

📊 31,7 %
des landwirtschaftlichen Produktionswertes stammen aus Milch- und Rinderwirtschaft

📈 +26,1 %
Produktionswert Rind gegenüber 2024

🥛 +14,3 %
Produktionswert Milch gegenüber 2024

Kosten & Markt

📈 +9,6 %
höhere Erzeugerpreise in der tierischen Produktion

💶 +19,3 %
Umsatzsteigerung in den vergangenen fünf Jahren

⚠️ +37,7 %
Kostenanstieg in den vergangenen fünf Jahren

Zuchtrinder

🐄 31.000
vermarktete Zuchtrinder

🌍 22.000
exportierte Zuchtrinder

💰 65 Mio. €
Gesamtwert der Vermarktung

🚛 47 Mio. €
Exportwert der Zuchtrinder

Volkswirtschaft

💶 3,088 Mrd. €
direkter Produktionswert der Rinder- und Milchwirtschaft (2024)

➡️ über 7 Mrd. €
gesamtwirtschaftliche Produktion inklusive Folgewirkungen

🇦🇹 0,7 %
Anteil an der gesamten österreichischen Wirtschaftsleistung

👨‍🌾 91.300
gesicherte Arbeitsplätze

🐂 60.500
direkt in der Rinderhaltung Beschäftigte

👥 1,8 %
aller Beschäftigungsverhältnisse hängen direkt oder indirekt an der Rinderwirtschaft

📈 5,25
Beschäftigungsmultiplikator

Wertschöpfung in anderen Branchen

🌾 221,8 Mio. €
Wertschöpfung in Landwirtschaft und Jagd

📦 176,4 Mio. €
Wertschöpfung im Großhandel

Steigende Produktionswerte, höhere Erlöse und eine starke Nachfrage prägten die österreichische Rinderwirtschaft im Jahr 2025. Gleichzeitig stiegen jedoch auch die Kosten für Vorleistungen deutlich an.

Eine aktuelle Studie des Vereins Nachhaltige Tierhaltung Österreich (NTÖ) unterstreicht die große volkswirtschaftliche Bedeutung der Rinderhaltung für Beschäftigung, regionale Wertschöpfung und die österreichische Wirtschaft.

Laut der zweiten Vorschätzung der Statistik Austria stieg der landwirtschaftliche Produktionswert 2025 nach zwei rückläufigen Jahren auf 10,9 Mrd. Euro (+9,7 %). Ausschlaggebend waren zufriedenstellende Ernten im Pflanzenbau sowie höhere Erlöse in der tierischen Produktion. Diese sind vor allem auf gestiegene Erzeugerpreise (+9,6 %) bei leicht höherem Produktionsvolumen zurückzuführen.

Höherer Produktionswert aber gestiegene Kosten

Besonders deutlich fiel der Anstieg in der Rinderproduktion aus: Der Produktionswert erhöhte sich um 26,1 % auf 1,2 Mrd. Euro und erreichte damit 11,1 % des gesamten landwirtschaftlichen Produktionswertes. Hauptursache war das europaweit knappe Angebot infolge sinkender Erzeugungsmengen. Auch der Produktionswert der Milch stieg um 14,3 % auf 2,2 Mrd. Euro und machte 20,6 % des landwirtschaftlichen Produktionswertes aus.
Gemeinsam erwirtschafteten Milch- und Rinderwirtschaft 3,45 Mrd. Euro und damit 31,7 % des gesamten landwirtschaftlichen Produktionswertes in Österreich.
Dem höheren Produktionswert stehen jedoch deutlich gestiegene Kosten gegenüber. Während der Umsatz in den vergangenen fünf Jahren um 19,3 % zunahm, stiegen die Kosten nominal um 37,7 %. Diese Mehrkosten konnten nur teilweise über den Markt abgegolten werden.
Auch die Zuchtrindervermarktung entwickelte sich positiv. Im Jahr 2025 wurden rund 31.000 Zuchtrinder mit einem Gesamtwert von 65 Mio. Euro vermarktet. Davon gingen rund 22.000 Tiere im Wert von 47 Mio. Euro in den Export.
Eine vom Industriewissenschaftlichen Institut unter der Leitung von Dr. Herwig Schneider im Auftrag des Vereins Nachhaltige Tierhaltung Österreich (NTÖ) erstellte Studie zeigt die weitreichenden wirtschaftlichen Auswirkungen der heimischen Rinderwirtschaft.
Die Betriebe der österreichischen Rinder- und Milchproduktion erwirtschafteten 2024 einen Produktionswert von insgesamt 3,088 Mrd. Euro. Unter Einbeziehung der Vorleistungen sowie der Konsum- und Investitionseffekte ergibt sich eine gesamtwirtschaftliche Produktion von mehr als 7 Mrd. Euro. Das entspricht rund 0,7 % der gesamten österreichischen Wirtschaftsleistung.
Auch für den Arbeitsmarkt spielt die Rinderwirtschaft eine zentrale Rolle. Insgesamt sichert sie österreichweit rund 91.300 Arbeitsplätze, davon etwa 60.500 direkt in der Rinderhaltung. Damit hängen rund 1,8 % aller Beschäftigungsverhältnisse in Österreich direkt oder indirekt von der Rinderwirtschaft ab.
Besonders hervor hebt die Studie den hohen Beschäftigungsmultiplikator von 5,25. Dieser ist vor allem auf die kleinstrukturierte, familiengeführte Landwirtschaft zurückzuführen, in der viele Familienmitglieder im Betrieb mitarbeiten.
Von den wirtschaftlichen Impulsen profitieren zahlreiche Branchen. Den größten Wertschöpfungseffekt verzeichnen neben der Landwirtschaft unter anderem der Großhandel sowie weitere vor- und nachgelagerte Wirtschaftsbereiche.

Rinderhaltung als tragende Säule

„Die Studie zeigt eindrucksvoll, welche enorme wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung die heimische Rinderwirtschaft für Österreich hat. Sie macht deutlich, dass die Rinderhaltung mit ihren vielfältigen Funktionen zu den tragenden Säulen der österreichischen Landwirtschaft zählt und ihre Wirkung weit über die landwirtschaftliche Produktion hinausreicht – insbesondere in Richtung Wirtschaft, Tourismus, Beschäftigung und die Entwicklung des ländlichen Raums. Gleichzeitig leistet die heimische Rinderwirtschaft einen wesentlichen Beitrag zur Versorgung der Bevölkerung mit hochwertigen regionalen Lebensmitteln und stärkt damit nachhaltig die Versorgungssicherheit in Österreich“, betont RINDERZUCHT AUSTRIA-Obmann Ök.-Rat Ing. Thomas Schweigl.

Autor: Lukas Kalcher, RINDERZUCHT AUSTRIA

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