Rückblick auf das Vermarktungsjahr 2025

Durchschnittspreise nach wie vor auf hohem Niveau

Im Jahr 2025 wurden insgesamt 124 Versteigerungen durchgeführt (2014: 118) und damit um sechs mehr als im Vorjahr. Die Bilanz fällt für die heimischen Züchter durchaus erfreulich aus.

Anzahl der Versteigerungen

Über alle Rassen und Kategorien (ohne weibliche Zuchtkälber) hinweg stiegen die Durchschnittspreise um 11 %. Bereits 2024 stiegen die Preise um 130 Euro. Der durchschnittliche Verkaufspreis lag somit bei 2.728 Euro (2024: 2.459 Euro), was einem Gesamtumsatz von 45 Mio. Euro entsprach (alle Angaben netto).

Durchschnittspreise in Euro

Insgesamt wurden 22.575 Tiere aufgetrieben, von denen 97 % versteigert wurden. Dies entspricht einem Rückgang von 3.871 Tieren gegenüber dem Vorjahr.

Anzahl versteigerter Tiere

Die zahlenmäßig stärkste Kategorie stellten im Jahr 2025 die Erstlingskühe mit 7.066 verkauften Tieren bzw. einem Vermarktungsanteil von 32,3 %. Es folgten die trächtigen Zuchtkalbinnen mit insgesamt 5.670 verkauften Tieren (25,9 %) sowie die Mehrkalbskühe mit 2.065 verkauften Tieren, das sind 9,4 % aller verkauften Tiere.

Durchschnittspreise in Euro
Anzahl Tiere der Rasse Fleckvieh

Die zahlenmäßig stärkste Kategorie aller Rassen stellten im Jahr 2025 die Erstlingskühe mit 7.066 verkauften Tieren bzw. einem Vermarktungsanteil von 32,3 %. Es folgten die trächtigen Zuchtkalbinnen mit insgesamt 5.670 verkauften Tieren (25,9 %) sowie die Mehrkalbskühe mit 2.065 verkauften Tieren, das sind 9,4 % aller verkauften Tiere.
Die Zahlen für die Rasse Fleckvieh sehen Sie im Diagramm.

Durchschnittspreise Fleckvieh 2025

Zuchtviehexport: Wertschöpfung für die heimische Rinderwirtschaft

Der Zuchtrinderexport nimmt in der Zuchtviehvermarktung eine zentrale Rolle ein. Von insgesamt rund 31.000 vermarkteten Tieren aus Versteigerungen und Ab-Hof wurden 71,5 % beziehungsweise 21.843 Stück ins Ausland verkauft. Den mengenmäßig höchsten Exportanteil stellte die Rasse Fleckvieh mit rund 17.130 exportierten Tieren, das sind 78,4 % aller exportierten Tiere.
Auf Basis der durchschnittlichen Preise aus Ab-Hof-Vermarktung und Versteigerungen ergab sich allein durch den Export eine zusätzliche Wertschöpfung von rund 47 Mio. Euro für die heimischen Rinderbauern im Jahr 2025. Insgesamt wurden über die Zuchtviehvermarktung – bestehend aus Versteigerungen und Ab-Hof-Verkäufen – 30.539 Tiere verkauft und ein Gesamtumsatz von 65 Mio. Euro erzielt. Der Großteil der Vermarktung entfiel dabei auf die 124 Zuchtrinderversteigerungen mit 21.894 vermarkteten Tieren (71,7 %), während 8.645 Tiere (28,3 %) direkt ab Hof vermarktet wurden.

Zuchtrindervermarktung: Anteil Vermarktung in Österreich und Export

Kuh4You: Österreichweit das passende Tier finden

Seit März 2021 können über die Versteigerungsplattform www.kuh4you.at Rinder österreichweit online versteigert werden. Interessenten haben damit die Möglichkeit, bequem von zu Hause aus mitzubieten. Darüber hinaus können Tiere im Rahmen eines Treuhandkaufs auch auf physischen Versteigerungen ohne persönliche Anwesenheit erworben werden. Für Biobetriebe steht auf der Plattform ein besonderes Service zur Verfügung: Seit Jänner 2022 ist die von der EU vorgeschriebene Bio-Tier-Verfügbarkeitsdatenbank integriert, wodurch sich Interessenten einen umfassenden Überblick über das Angebot an Biotieren verschaffen können. Dieses Online-Angebot wurde im Zuge der Digitalisierungsoffensive des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft entwickelt.

Autor: Lukas Kalcher, Rinderzucht Austria
Grafiken: Lukas Kalcher & Fleckvieh Austria

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