Der erwartete Wetterumschwung hat endlich in weiten Teilen Oberösterreichs für Regen gesorgt – und auch die 406. Versteigerung in Freistadt am 19. August profitierte von den angenehmeren Bedingungen. Eine volle Versteigerungshalle, zahlreiche Kaufinteressenten, steigende Milchpreise und viele Familien sorgten für eine positive Sommerstimmung. Traditionell wurde die Sommerversteigerung auch heuer zum Erlebnis für die ganze Familie: Für alle Kinder gab es wieder gratis Eis.
Das Angebot von fast 150 Großrindern und einem besonders interessanten genetischen Jungrind stieß auf reges Interesse. Kaufinteressenten aus mehreren Bundesländern fanden den Weg nach Freistadt und sorgten für eine gute Nachfrage bei den angebotenen Tieren. Qualitativ hochwertige Zuchttiere bleiben gefragt. Das zeigte sich auch bei den zwei angebotenen Zuchtstieren, die jeweils zu € 3.900,- äußerst erfreulich vermarktet werden konnten.
Für einen besonderen Höhepunkt sorgte die Katalognummer 30: Die mischerbig hornlose MILCHWERK P*S-Jungkalbin vom Betrieb Kerschbaummayr Elisabeth und Herwig, Sandl, überzeugte mit einem GZW von 143 und einem außergewöhnlichen Milchplus von +1.811 M-kg. Das genetisch interessante Tier erzielte einen Zuschlagspreis von € 13.000,-. Wir wünschen dem neuen Züchter aus dem Bezirk Freistadt alles Gute und viel Erfolg.
Die 33 FV-Kühe in Milch konnten zu sehr ansprechenden Preisen in der aktuell herausfordernden Zeit für unsere Landwirtinnen und Landwirte verkauft werden. Durch die herausragende Qualität der Kühe konnte ein Durchschnittspreis von € 2.826,- erreicht werden – in der Spitze bis zu € 3.560,-. Ein außergewöhnlich großes Angebot gab es in der Kategorie der weiblichen Zuchtkälber. 140 FV-Tiere wurden aufgetrieben und konnten nahezu restlos vermarktet werden. Dabei wurde ein Durchschnittspreis von € 669,- erzielt.
Auch bei den Jungkalbinnen war die Nachfrage trotz großer Dürre in vielen Teilen des Verbandsgebietes erfreulich. Alle 96 aufgetriebenen Tiere konnten vermarktet werden und erzielten einen Durchschnittspreis von € 1.077,-. Besonders jüngere und leichtere Jungkalbinnen waren gefragt und erzielten Preise bis zu € 1.420,-.
Bei den Nutzkälbern zeigte sich eine positive Trendumkehr. Sowohl die anwesenden Handelsfirmen als auch private Mäster zeigten reges Interesse an den angebotenen Tieren. Die ansprechende Qualität des Auftriebs spiegelte sich auch in den Preisen wider was zu einem Preisanstieg von 60 Cent führte. Die männlichen Fleckvieh-Nutzkälber erzielten einen Durchschnittspreis von € 7,37 netto/kg bei einem durchschnittlichen Gewicht von 104 kg.
Insgesamt konnten hochwertige Tiere in allen Kategorien rasch und zu attraktiven Preisen, trotz der angespannten Futtersituation, vermarktet werden. Bei der kommenden Versteigerung werden auch wieder kleinträchtige Kalbinnen zugelassen. Der RZO lädt daher alle Verkäuferinnen und Verkäufer ein, ihre Tiere zahlreich in allen Kategorien anzumelden.
Die MILCHWERK P*S-Jungkalbin überzeugte mit einer guten Entwicklung, einem GZW von 143 und einem außergewöhnlichen Milchplus von +1.811 M-kg.
Eine mittelrahmige Jungkuh vom Eurogenetik-Topvererber HEISS, überzeugte mit gut aufgehängtem Euter und erzielte einen Zuschlagspreis von € 3.380,-.
Eine volle Versteigerungshalle, zahlreiche Kaufinteressenten, steigende Milchpreise und viele Familien sorgten für eine positive Sommerstimmung in Freistadt.
Preisstatistik – Fleckvieh
Preise in Euro, netto







